Bausch, Edmund

Edmund Bausch

Edmund Bausch

Prior der alten Abtei Marienstatt; Pfarrer und Dechant in Koblenz, Ehrendomherr in Trier

* 18. Juni 1773 Niedertiefenbach, Beselich
† 16. April 1847 Koblenz

Edmund Bausch wurde am 18. Juni 1773 in Niedertiefenbach im heutigen Landkreis Limburg-Weilburg geboren. In die Zisterzienserabtei Marienstatt im Westerwald eingetreten (Abt Joseph Frosch), legte er dort 1793 die Profess ab.

Zusammen mit seinen Mitbrüdern Christian May, Wilhelm Schmitt und Eugen Königstein erhielt er am 15. April 1797 in Ehrenbreitstein durch den Trierer Weihbischof Pidoll von Quintenbach[1] die Weihe zum Subdiakon, da der eigentlich zuständige Kölner Erzbischof sich vor der französischen Besatzung nach Mergentheim geflüchtet hatte. Zum Diakon wurde er am 23. September 1797 geweiht und am 1. Oktober 1797 zum Priester. Am 25. April 1799 wurde er für drei Jahre als Hilfsseelsorger approbiert, was 1802 um fünf und 1807 um sieben Jahre verlängert wurde.

Nach der Säkularisation der Abtei Marienstatt infolge des Reichshauptschlusses 1803 erhielt er am 29. April 1804 die Erlaubnis, ein Säkularbenefizium zu übernehmen. Von 1807 bis 1810 war er Kaplan in Horhausen (Verbandsgemeine Flammersfeld), von 1810 bis 1828 Pfarrer an St. Matthias in Neuwied. 1810 war er Definitor. Am 22. Mai 1828 ist er als Pfarrer an St. Kastor in Koblenz nachweisbar und 1833 als Dechant. Am 10. November 1833 wird er als Ehrendomherr in Trier genannt und war von 1833 bis 1847 bischöflicher Kommissar in Koblenz. Am 29. April 1836 taufte er in der ehemaligen Abteikirche Johann Nepomuk Kalkum, den späteren Abt von Wettingen-Mehrerau, der die Wiederbesiedelung Marienstatts betreiben sollte.

Er war Träger des preußischen Roten Adler-Ordens IV. Klasse und starb am 16. April 1847 in Koblenz an einer Lungenkrankheit, als letzter Konventuale der ehemaligen Abtei Marienstatt.

gge, Nov. 2020

  1. Ein Cousin des letzten Abtes von Himmerod, Anselm von Pidoll.

Daten:

Prof.: 1793; Subdiac.: 15. April 1797; Diac.: 23. Sep. 1797; Sac.: 1. Okt. 1797.

Literatur:

Hillen, Christian: Die Zisterzienserabtei Marienstatt. (= Germania Sacra. Dritte Folge 14: Die Bistümer der Kirchenprovinz Köln. Das Erzbistum Köln; Bd. 7). Berlin: De Gruyter, 2016, ISBN 978-3-11-046735-2.

Zitierempfehlung: Bausch, Edmund, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 15.12.2020, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Bausch,_Edmund

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