Rembowski, Leonard II: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Am 29. April 1623 empfing er König Sigismund III. Vasa und dessen Sohn Vladislaus in der Abtei von Pelplin. Im Mai 1628 nahm er an der Provinzsynode in Piotrków (Petriaku) teil und im Oktober 1631 an der Beerdigung des Abtes Adam Trebnic, an dessen Stelle er zum Generalkommissar der polnischen Zisterzienserprovinz (''commissarius generalis provinciae Poloniae'') gewählt wurde. Er unterhielt enge Kontakte zum Jesuitenkolleg in Poznań (Posen), von wo die Jesuiten 1632 nach Pelplin kamen, um Exerzitien für die Zisterzienser zu halten. Seit Rembowskis Amtsantritt 1618 malte der Danziger Maler Hermann Han Bilder für die Altäre in der Klosterkirche und das neue Chorgestühl.
 
Am 29. April 1623 empfing er König Sigismund III. Vasa und dessen Sohn Vladislaus in der Abtei von Pelplin. Im Mai 1628 nahm er an der Provinzsynode in Piotrków (Petriaku) teil und im Oktober 1631 an der Beerdigung des Abtes Adam Trebnic, an dessen Stelle er zum Generalkommissar der polnischen Zisterzienserprovinz (''commissarius generalis provinciae Poloniae'') gewählt wurde. Er unterhielt enge Kontakte zum Jesuitenkolleg in Poznań (Posen), von wo die Jesuiten 1632 nach Pelplin kamen, um Exerzitien für die Zisterzienser zu halten. Seit Rembowskis Amtsantritt 1618 malte der Danziger Maler Hermann Han Bilder für die Altäre in der Klosterkirche und das neue Chorgestühl.
  
1633 ernannte Rembowsli Pater Gabriel Bystram zu seinem Koadjutor mit dem Recht der Nachfolge. Er war auch an der Provinzsynode 1634 beteiligt, nahm an den Kapiteln in [[Clairvaux]] teil und wirkte 1639 bei der Wahl des neuen Olivenabts [[Konarski, Michał|Michał Konarski]] mit.
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1633 ernannte Rembowski Pater Gabriel Bystram zu seinem Koadjutor mit dem Recht der Nachfolge (der aber vor ihm starb). Er war auch an der Provinzsynode 1634 beteiligt, nahm an den Kapiteln in [[Clairvaux]] teil und wirkte 1639 bei der Wahl des neuen Olivenabts [[Konarski, Michał|Michał Konarski]] mit.
  
 
Er starb am 7. Juli 1649 und wurde am 26. August 1649 in der Klosterkirche in Pelplin beigesetzt. An seinem Grab befindet sich eine Gedenktafel aus rotem Sandstein, die erhalten geblieben ist. Beim Versetzen der Platte 1971 wurde festgestellt, dass das Grab des Abtes bereits geöffnet und wahrscheinlich geplündert worden war. Sein Bruder Adrian († 26. Aug. 1650) wurde ebenfalls in der Klosterkirche Pelplin neben dem Altar der hl. Maria Magdalena bestattet.
 
Er starb am 7. Juli 1649 und wurde am 26. August 1649 in der Klosterkirche in Pelplin beigesetzt. An seinem Grab befindet sich eine Gedenktafel aus rotem Sandstein, die erhalten geblieben ist. Beim Versetzen der Platte 1971 wurde festgestellt, dass das Grab des Abtes bereits geöffnet und wahrscheinlich geplündert worden war. Sein Bruder Adrian († 26. Aug. 1650) wurde ebenfalls in der Klosterkirche Pelplin neben dem Altar der hl. Maria Magdalena bestattet.
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Aktuelle Version vom 9. April 2020, 10:13 Uhr

Leonard Rembowski

Leonard Rembowski

Rębowski Leonard

Abt der Zisterzienserabtei Pelplin 1618–1649 und Generalkommissar der polnischen Ordensprovinz 1631–1649

* 1585
† 7. Juli 1649 Pelplin

Leonard Rembowski stammte aus einer in Pommerellen ansässigen Adelsfamilie und war ein Sohn des Wojciech Rembowski. Der Pelpliner Abt Leonard Rembowski I. (reg. 1563–1590) war sein Onkel.

Ab 1599 studierte er am Jesuitenkolleg in Braniewo (Braunsberg). Im November 1604 trat er in die Zisterzienserabtei Oliwa (Oliva) ein und legte dort im Oktober 1605 seine klösterlichen Gelübde ab. Ende September 1606 reiste er mit dem Prior Philipp Adler nach Rom, von wo sie im April 1607 zurückkehrten. Im März 1609 reiste er mit Philipp Adler nach Frankreich. Im März 1610 wurde er zum Priester geweiht. Zu dieser Zeit war er Novizenmeister. Nach dem Tod des Pelpliner Abtes Felix Kos wurde er mit königlichem Dekret vom 13. Mai 1618 als Abt in Pelplin vorgestellt und am 13. Juni vom Konvent postuliert. Die Wahl wurde von Abt Adam Trebnic von Oliwa geleitet. Die Benediktion erhielt er am 9. September 1618 von Weihbischof Baltasar Miaskowski von Włocławek (Leslau). Danach pilgerte Rembowski mit Abt Adam Trebnic nach Częstochowa (Tschenstochau).

Von Beginn seiner Amtszeit an reformierte Rembowski das klösterliche Leben in der Abtei Pelplin energisch und versuchte, die finanzielle Lage des Klosters zu verbessern. Er erließ eine Verwaltungsreform und ordnete die Verteilung des Eigentums zwischen Abt und Konvent neu. Am 6. Dezember 1618 genehmigte Abt Adam Trebnic die Reformen Rembowskis und am 24. März 1619 Bischof Paweł Wołucki von Leslau. Um die endgültige Zustimmung zu diesen Reformen zu erhalten, reiste Rembowski im August 1624 mit P. Gabriel Bystram nach Rom, wo er von Papst Urban VIII. empfangen wurde. Damals erhielt er auch mit der Unterstützung des Fürsten Vladislaus Vasa für sich und seine Nachfolger das Recht zum Tragen der Pontifikalien.

Am 29. April 1623 empfing er König Sigismund III. Vasa und dessen Sohn Vladislaus in der Abtei von Pelplin. Im Mai 1628 nahm er an der Provinzsynode in Piotrków (Petriaku) teil und im Oktober 1631 an der Beerdigung des Abtes Adam Trebnic, an dessen Stelle er zum Generalkommissar der polnischen Zisterzienserprovinz (commissarius generalis provinciae Poloniae) gewählt wurde. Er unterhielt enge Kontakte zum Jesuitenkolleg in Poznań (Posen), von wo die Jesuiten 1632 nach Pelplin kamen, um Exerzitien für die Zisterzienser zu halten. Seit Rembowskis Amtsantritt 1618 malte der Danziger Maler Hermann Han Bilder für die Altäre in der Klosterkirche und das neue Chorgestühl.

1633 ernannte Rembowski Pater Gabriel Bystram zu seinem Koadjutor mit dem Recht der Nachfolge (der aber vor ihm starb). Er war auch an der Provinzsynode 1634 beteiligt, nahm an den Kapiteln in Clairvaux teil und wirkte 1639 bei der Wahl des neuen Olivenabts Michał Konarski mit.

Er starb am 7. Juli 1649 und wurde am 26. August 1649 in der Klosterkirche in Pelplin beigesetzt. An seinem Grab befindet sich eine Gedenktafel aus rotem Sandstein, die erhalten geblieben ist. Beim Versetzen der Platte 1971 wurde festgestellt, dass das Grab des Abtes bereits geöffnet und wahrscheinlich geplündert worden war. Sein Bruder Adrian († 26. Aug. 1650) wurde ebenfalls in der Klosterkirche Pelplin neben dem Altar der hl. Maria Magdalena bestattet.

Rafał Witkowski, April 2020


Daten:

Vest.: Nov. 1604; Prof.: Okt. 1605; Sac.: März 1619; Abbas. el. 13. Juni 1618, ben. 9. Sep. 1618.

Archivalische Quellen:

Archiwum Diecezji Chełmińskiej w Pelplinie: M 69 Varia documenta Monasterii Pelplinensis Vol. 1 · Biblioteka Seminarium Duchownego w Pelplinie: Sygn. 421/623 Kronika pelplińska, Vol. 1 und Sygn. 422/623 Kronika pelplińska, Vol. 2.

Literatur:

siehe Bibliographie.

Zitierempfehlung: Rembowski, Leonard II, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 9.04.2020, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Rembowski,_Leonard_II

Vorlage:Page.name: REMBOWSKI, Leonard II. OCist (1585–1649) – Biographia Cisterciensis