Simonis, Gregor

Gregor Simonis

Gregor Simonis

Abt von Himmerod 1571–1581

* um 1550 Zell (Mosel)
† 13. Feb. 1581 Maring-Noviand-Siebenborn

Gregor Simonis aus Zell an der Mosel war von 1551 bis 1571 Pfarrer in Pommern und Briedel. Am 30. Juli 1571 wurde er unter dem Vorsitz der Äbte Johannes Wenden von Marienstatt und Petrus von St. Matthias in Trier (OSB) zum Abt von Himmerod gewählt und am 16. September 1571 durch den Trierer Weihbischof Gregor von Virneburg benediziert. Abt Robert Bootz beschreibt ihn in seiner series abbatum als Freund der Wissenschaften und „Patron der Gelehrten“. Auf seine Einladung hin wurde der hochgebildete Humanist Matthias Agritius (Bauer) aus Wittlich Priesteroblate im Himmeroder Konvent (1575), wo er sich mit der Ausbildung der jungen Mönche befasste und sich seiner Dichtkunst widmete († 1613 in Himmerod).

1574 ernennt ihn Generalabt Nikolaus I. Boucherat, der auf seiner Visitationsreise durch Deutschland im Mai d.J. auch nach Himmerod (Hemmenrode) gekommen war, zum Generalvikar und Visitator der niederrheinischen Ordensprovinz. Aus dem Visitationsbericht, den Boucherat an den Ordensprotektor Kardinal Giovanni Morone schrieb, geht hervor, dass in Himmerod damals 34 Religiosen, drei Novizen und drei Konversen lebten. Den Zustand des Konvents bezeichnet Boucherat als „bene reformatum“ und den Abt als „bonus vir“ (Postina S. 257, „Celebre monasterium Hemmenrodense, in principatu et dioe. Treverensi, in quo 34 religiosos, 3 novitios et 3 conversos reperi 15. maii. Hoc mon. est bene reformatum et abbas bonus vir, vicarius noster in illis partibus.“).

Gregor Simonis starb am 13. Februar 1581 unerwartet bei einer Revision des Klosterhofs Siebenborn in Maring-Noviand. Bürger und Magistrat der Stadt Wittlich geleiteten seinen Leichnam bis zum Himmeroder Stadttor. Er wurde im Kapitelsaal begraben. Der Epitaph im Kreuzgang rühmt die Reinheit seines Charakters, seine Güte und übergroße Tugendhaftigkeit („Is tibi candor erat, bonitas ea, tantaque virtus“) (Schneider, Die Cistercienserabtei Himmerod).

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Literatur:

Postina, Alois: Beiträge zur Geschichte der Cistercienserklöster des 16. Jahrhunderts in Italien, in: Cistercienser Chronik 13, 1901, S. 193–205, 225–237, 257–266, hier: S. 257 · Schneider, Ambrosius: Die Äbte der Cistercienserabtei Himmerod. In: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 12 (1960), S. 53–74 · Ders.: Die Cistercienserabtei Himmerod von der Renaissance bis zur Auflösung 1511–1802. Köln : Wienand, 1976, S. 6.

Zitierempfehlung: Simonis, Gregor, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 15.03.2014, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Simonis,_Gregor

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