Aigner, Michael

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Michael Aigner

Abt des Zisterzienserstiftes Heiligenkreuz 1493–1516

† 11. Aug. 1516

Michael Aigner war in Mödling in Niederösterreich geboren. Unter Abt Matthäus Kramberger hatte er in der Zisterzienserabtei Heiligenkreuz die Profess abgelegt, war dann von 1480 bis 1493 Cellerar gewesen und seit dem Tod des Abtes Matthäus auch Administrator. Am 17. Februar 1493 wurde erzum Abt gewählt und von Kaiser Friedrich III. bestellt. Die Wahlurkunde (instrumentum electionis) ist erhalten. Wahlvorsitzender war Abt Kaspar Kreuzer vom Stift Neuberg, Beisitzer die Äbte Koloman Bauernfeind von Zwettl und Martin von Neukloster.

Als Generalvikar und Visitator führte Abt Michael auch die Aufsicht über 20 Männer- und 3 Frauenklöster. Im Auftrag des Generalabtes ließ er 1496 das leerstehende Nikolauskolleg in Wien renovieren und in Betrieb nehmen, das aber von 1500 bis 1520 wieder leerstand und 1533 dem Bischof Johann Fabri geschenkt wurde. 1504 eignete sich der Freiherr Ulrich von Grafeneck widerrechtlich (Leitha-)Prodersdorf widerrechtlich an; alle späteren (1561ff.) Versuche des Stiftes, diesen Besitz wiederzuerlangen, blieben erfolglos.

Abt Michael resignierte zu Beginn des Jahres 1516 freiwillig und starb am 11. August 1516.

gge, Okt. 2020


Daten:

Abbas: el. 17. Feb. 1493, res. 1516.

Literatur:

Gsell, Benedikt: Beiträge zur Geschichte der Cistercienser-Stifte (= Xenia Bernardina 3), 1891, S. 73 · Watzl, Florian: Die Cistercienser von Heiligenkreuz in chronologischer Reihenfolge nach den Quellen dargestellt, Graz 1898, S. 42, Nr. 286 · Richter, Werner: Historia Sanctae Crucis. Beiträge zur Geschichte von Heiligenkreuz im Wienerwald 1133–2008. Heiligenkreuz: Be&Be-Verlag, 2011, ISBN 978-3-902694-12-6, S. 37.

Zitierempfehlung: Aigner, Michael, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 29.10.2020, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Aigner,_Michael

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