Alday, Louise

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Louise Alday

Marie-Louise Alday

1. Oberin von Espira-de-l'Agly 1852–1868

* 26. Juli 1815 Céret, Dép. Pyrénées-Orientales
† 11. Aug. 1875 Lyon-Vaise, Dép. Rhône

Marie-Louise Alday, Taufname Elisa, war das jüngste der drei überlebenden Kinder von François Alday de Ribas und Justine Alday Delcros. Ihre ältere Schwester Thérèse folgte ihr als Sr. M. Ephrem ins Kloster Vaise, ihr Bruder Justin (1811–1851) schlug die militärische Laufbahn ein und wurde Offizier.

Elisa erhielt ihre Schulbildung im Pensionat des Klosters Notre-Dame in Narbonne. Nach den Schulabschluss wollte sie dort in das Noviziat eintreten, kehrte aber auf Wunsch der Mutter zunächst nach Hause zurück. Am 9. Mai 1939 trat sie, dem Beispiel ihres Cousins Vincent Ferrer folgend, mit dem sie von Kindheit an engen Umgang gehabt hatte und der an diesem Tag seine Profess in Aiguebelle ablegte, in das Zisterzienserinnenkloster strengerer Observanz in Lyon-Vaise ein. Vincent (Ephrem) Ferrer starb schon wenige Wochen später (16. Juli 1839), ebenso seine Schwester Catherine (Sr. Ephrem) im November 1840.

Der durch den frühen Tod seiner beiden Kinder gebrochene und schon länger verwitwete Vater Pierre Ferrer († 1850) gab seine Notariatspraxis in Perpignan auf und vermachte sein Vermögen und sein Gut Espira-de-l'Agly seiner Schwägerin Justine Alday Delcros, mit dem Wunsch dort ein Kloster zum Andenken an seine Kinder zu gründen. Mit dem Einverständnis des Bischofs von Perpignan und der Mitwirkung des Männerklosters La Trappe wurde die Gründung 1852 von Lyon-Vaise aus vorgenommen. Oberin des neuen Klosters Notre-Dame des Anges wurde Louise Alday, Subpriorin ihre Schwester M. Ephrem. Die Gebäude wurden unter der Leitung des Spirituals und späteren Abtes von La Trappe, Timothée Gruyer, erbaut. 1860 wurde die Gründung mit 49 Mitgliedern (Chor- und Laienschwestern einschl. Novizinnen) Priorat, 1927 (in Ȩchourgnac) Abtei.

Madame Alday starb am 24. Februar 1864 in Céret. Oberin Mère Louise, ihre Tochter, musste ihr Amt 1868 krankheitshalber niederlegen. Sie starb am 11. August 1875 in Lyon-Vaise. Ihre sterblichen Überreste ruhen heute in der Abteikirche in Échourgnac.

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Literatur:

Les origines de l’Abbaye, in: Les Amis des Monastères N° 133, Paris, Jan. 2003, S. 10ff.

Zitierempfehlung: Alday, Louise, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 13.2.2016, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Alday,_Louise