Amreich, Eugen

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Eugen Amreich

Eugen Amreich OCist

50. Abt des Zisterzienserstiftes Rein 1912–1931

* 15. Okt. 1859 Übelbach
† 28. Feb. 1940 Maria Straßengel

Eugen Amreich, Taufname Hubert, aus Übelbach, trat 1878 in das Stift Rein ein, legte 1882 die Profess ab und wurde im selben Jahr zum Priester geweiht. Er war Pfarrer in Übelbach als er am 7. November 1912 zum Abt gewählt und am 30. Dezember 1912 von Generalvikar Theobald Grasböck vom Stift Wilhering benediziert wurde (ACi 45, 1989, 215). Seiner Wahl vorausgegangen waren die Absetzung des Abtes Franz Sales Bauer Ende 1909 und ein dreijähriges Interregnum unter dem Prior regens Ernst Kortschak.

Als Kompromisskandidat zum Abt gewählt, trat Eugen Amreich nicht als großer Neuerer hervor. Er kümmerte sich (erfolglos) um wirtschaftliche Verbesserungen und führte Modernisierungen (elektrisches Licht) im Kloster ein. Außerdem erhielt Straßengel einen stiftseigenen Friedhof. Einige Verdienste erwarb er sich als Vorsitzender des ökonomischen Kuratoriums für die Errichtung von Lungenheilstätten in der Steiermark.

Von Fürstbischof Ferdinand Pawlikowski von Graz-Seckau für den schlechten Geist im Stift Rein verantwortlich gemacht und 1931 zur Resignation gedrängt, zog er sich nach Maria Straßengel zurück, wo er am 28. Februar 1940 starb. Zu seinem Nachfolger wurde am 19. August 1931 Ernst Kortschak gewählt.

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Daten:

Vest.: 8. Aug. 1878; Prof.: 8. Aug. 1882; Prim.: 29. Okt. 1882; Abbas: el. 7. Nov. 1912, ben. 30. Dez. 1912, res. 9. Juni 1931.

Literatur:

Wild, Martin: Die Äbte von Rein. In: Stift Rein (1129–1979), Rein 1979, S. 60 · Analecta Cisterciensia 45 (1989) 274.

Zitierempfehlung: Amreich, Eugen, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 22.12.2015, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Amreich,_Eugen