Barnes, Robert

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Robert Barnes

Robert Barnes OCSO

5. Abt der Holy Cross Abbey in Berryville, Virginia, USA, 1998–2016

* 05. Jan. 1942 Baltimore, Maryland
† 30. Jan. 2017 Winchester, Virginia

Robert T. Barnes wurde am 5. Januar 1942 als Sohn von Mary Evoy Barnes und ihrem Ehemann Robert Barnes Sr. in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland geboren, wo er mit seinem jüngeren Bruder Jon aufwuchs. Seine High-School-Jahre verbrachte er am Polytechnic Institute of Baltimore. Die Lektüre eines Artikels über die Zisterzienserabtei St. Joseph in Spencer, Massachusetts, im Columbia Magazine weckte in ihm das Interesse am klösterlichen Leben. Sein Onkel, ein Diözesanpriester, machte ihn auf die näher gelegene Abtei vom hl. Kreuz in Berryville, Virginia, aufmerksam, in der er ein Retreat absolvierte. Wegen seines jugendlichen Alters ein Jahr zurückgestellt, lernte er am St.-Charles-Seminar in Baltimore Latein und Griechisch.

Am 7. Juli 1961 trat er in Berryville ein, das damals eine turbulente Zeit durchmachte. Dreimal wechselte in Barnes’ ersten Klosterjahren der Obere (Hugh McKiernan, Thomas Aquinas Porter (Holy Trinity), Edward McCorkell). Robert Barnes selbst hatte kurz nach der zeitlichen Profess (15. Aug. 1963) einen Traktorunfall, der ihn schwer verletzte. Er legte daher vorzeitig in articulo mortis die feierliche Profess ab, die aber nach seiner Genesung wiederholt werden musste (15. Aug. 1966). Sein Theologiestudium absolvierte er an der Katholischen Universität in Washington DC und wurde am 19. Mai 1970 zum Priester geweiht.

Nach der Priesterweihe war er in der Klosterbäckerei tätig, deren Leitung er 1989 übernahm. Abt Edward McCorkell ernannte ihn 1977 zum Prior, ein Amt, das er auch unter den nächsten beiden Oberen Flavian Burns (Gethsemani) und Mark Delery (Spencer) behielt (bis 1990). Flavian Burns ernannte ihn außerdem zum Novizenmeister (bis 1993). Für dieses Amt studierte er zwei Jahre (1979–1980) am Loyola College in Columbia, Maryland, und erwarb einen Magistergrad in „Pastoral counseling“. Er war außerdem Sakristan und Zeremoniär und führte als solcher die liturgischen Gebräuche von Spencer in Berryville ein (1980–1996).

Nach der Amtsniederlegung des Superiors Benedict Simmonds wurde er im August 1998 für sechs Jahre zum Abt gewählt und in der Folge zweimal wiedergewählt (2004 und 2010). Nach der Rückkehr vom Generalkapitel im Oktober 2014 wurde bei ihm Nichtraucher-Lungenkrebs diagnostiziert. Zunächst erfolgreich behandelt, blieb er bis zum Erreichen der Altersgrenze von 75 Jahren 2016 im Amt (Nachfolger: Joseph Wittstock).

Robert Barnes starb am 30. Januar 2017 im Blue Ridge Hospice Winchester, und wurde am 4. Februar 2017 auf dem Klosterfriedhof beerdigt.

gge


Daten:

Vest.: 7. Juli 1961; Prof.: 15. Aug. 1963, 15. Aug. 1966; Sac.: 19. Mai 1970; Abbas: el. 10. Aug. 1998, el. 10. Aug. 2004, el. 10. Aug. 2010, ben. 30. Sep. 1998 (Bf. Joseph Grossman von Raleigh, N.C.), res. 10. Aug. 2016.

Werke:

'Remembering Father Flavian at Berryville: Homily at the Funeral Mass for Fr. Flavian Burns OCSO, October 17, 2005', The Merton Seasonal 31 (2006/1, Spring), pp. 23–25.

Literatur:

Nachrufe.

Zitierempfehlung: Barnes, Robert, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 10.2.2017, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Barnes,_Robert

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