Bergh, Alberich

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Alberich Bergh

Alberich Bergh

41. Abt von Marienstatt 1720–1735

* 1677 Merken, Düren
† 26. Aug. 1736 Marienstatt

Der 1677 in Merken bei Düren geborene Alberich Bergh legte 1700 seine Profess ab, wurde am 20. September 1704 zum Diakon und am 19. September 1705 zum Priester geweiht. Am 15. Oktober 1711 wurde er mit der Seelsorge in den nicht-katholischen Pfarreien der Grafschaft Sayn beauftragt. 1714 ist er als Granarius (Kornmeister) belegt.

Am 28. April 1720 unter dem Vorsitz des Vaterabtes Ferdinand Hartmann von Heisterbach zum Abt des Klosters Marienstatt gewählt, wurde er am 2. Juni 1720 in Köln durch Weihbischof de Veyder benediziert. Seine Wahl erfolgte wohl ohne Beteiligung des Grafen von Sayn, den man auch vom Tod seines Vorgängers Benedikt Bach zwei Tage zuvor nicht benachrichtigt hatte.

Abt Alberich entfaltete eine rege Bautätigkeit auf den auswärtigen Höfen des Klosters, 1721 ließ er die Nisterbrücke erneuern und projek­tierte den Neubau der Abteigebäude, den er aber seinem Nachfolger Petrus Emons überließ – wenn auch erste Abrissarbeiten schon während seines Abbatiats erfolgten.

Er resignierte am 10. Mai 1735 wegen Krankheit und Gebrechlichkeit in die Hände des Vaterabtes und Generalvikars Engelbert Schmitz von Heisterbach und starb am 26. August 1736. Er wurde in der Abteikirche vor dem Josefsaltar begraben.

hjr, Okt. 2011, rev. gge, Nov. 2017


Daten:

Prof.: 1700; Diac.: 20. Sep. 1704; Sac.: 19. Sep. 1705; Abbas: el. 28. April 1720, ben. 2. Juni 1720, res. 10. Mai 1735.

Literatur:

Hillen, Christian: Das Erzbistum Köln 7: Die Zisterzienserabtei Marienstatt (Germania Sacra. Dritte Folge 14). Berlin/Boston: Walter de Gruyter, 2017, S. 401f. · Pfeiffer, Eberhard: Die Reihenfolge der Äbte von Marienstatt. Cistercienser Chronik 50 (1938), S. 244ff. · Wellstein, Gilbert: Die Cistercienserabtei Marienstatt im Westerwald. 1955, S. 318–319.

Normdaten:

GND: 1051152356 · BEACON-Findbuch · GSN: 078-00037-001

Zitierempfehlung: Bergh, Alberich, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 7.6.2018, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Bergh,_Alberich