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Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

C. CISTERCIENSER BISCHÖFE.

|[25] 45. Absalon (Axel), geb. 1128 zu Finestoe, Seeland, machte 1146 bis 1155 seine Studien in Paris, wurde 1158, erst 30 Jahre alt, Bischof von Roeskilde, 1178 Erzbischof von Lund, resignierte und zog sich in das von seiner Familie gestiftete Cist. Kloster Sorö, Dänemark, zurück, wo er am 21. 3. 1201, 72 Jahre alt, starb. Sein Grab befindet sich noch in der gut erhaltenen Klosterkirche.

Chev. 15. Estrup-Mohnike, Absalon B. von Roeskilde und Erzb. von Lund. Leipzig 1832. Moreri I, 43; Supplem. I, 30. Olrik H. Absalon. Kopenhagen. Vgl. Hist. pol. Bl. Bd. 144, 136 ff. 146, 782 ff. KL. I, 1768.

Achardus, Novizenmeister in Clairvaux und vielbeschäftigter Ordensarchitekt, der .u. a. das erste Klostergebäude in Himmerod aufführte, soll nach KL. im Jahre 1161 Bischof von Avranches geworden sein. Es liegt da eine Verwechslung vor mit Achardus von St. Viktor.

Exordium Magn. I. 3. c. 20. KL. I, 162.

46. Adalbert Stanislaus Heselicht von Leski, Profeß 1724 in Pelplin, 9. 2. 1734 Abt von Wonchok, 9. 11. 1736 (2. 6. 1737) Abt von Pelplin, wurde am 20. 10. 1746 von König August III zum Bischof von Culm ernannt, am 10. 4. 1747 von Benedikt XIV bestätigt, verzichtet am 25. 5. 1747 auf die Abtei, die er am St. Bernhardstage d. J. verläßt. Er starb am 19. 9. 1758, 56 J. alt, in Thorn und wurde in der Kathedrale in Culmsee begraben.

Frydr. 114.

47. S. Adalgott, Mönch von Clairvaux, Schüler des hl. Bernhard, wird am 4. 2. 1151 zum Bischof von Chur konsekriert, gest. 3. 10. 1160 und wurde im Kloster Disentis O. S. B., dessen Abt er zugleich war, begraben. Der hl. Adalgott, "sapienta, aetate et gratia reverendus", war unzweifelhaft Rhätier von Geburt. Die schweiz.-deutsche Cist. Kongregation feiert sein Fest am 15. März, die Diözese Chur am 3. Oktober.

Chev. 44. G. 268. Mart. Cist. 17. Jan. Mayer G., Gesch. des Bistums Chur I, 206 ff. Migne T. 185, 297. Purp. 94.

48. Adam, Mönch, Prior und 1207—1214 Abt von Melrose, 1213 Bischof von Caithness in Schottland, 11. 5. 1214 durch Bischof Wilhelm Malvoisine von St. Andres zum Bischof geweiht, wurde am 11. 9. 1222 über Abstiften des Grafen Harald, nach andern von Angehörigen seiner Diözese in seinem Hause verbrannt. Seine Gebeine wurden 1239 in die Kathedrale zu Dornoch übertragen.

Bellesh., Schottl. I, 222. 235. Chal. 219. Chev. 34. Eubel I, 182. H. 204. Jong. VIII, 15. Keith 206. 416. Mart. Cist. 22. Juni. Purp. 112. Ross 55. Stud. XXXI (1910) 258. Visch 2. Walc 128. 284.

49. Adam, 1213 Bischof von Therouane, Frankreich, resigniert 1229 und wird Mönch in Clairvaux, gest. 18. 8. 1250.

Jan. XXV. Eubel I, 367. Gall. Chr. X, 1153. H. 267. Jong. I, 28. Mart. Cist. 18. Aug. Purp. 81.

|[26]Adam von Chambly, 1228 Bischof von Senlis, war nicht Mönch, aber ein großer Wohltäter des Klosters Châlis, wo er auch seine Ruhestätte fand; gest. 20. 8. 1258.

Chev. 35. Eubel I, 475. Hurter, Nomencl. IV (ed. 3) 133a. Gall Chr. X, 1414. G. 628. Jong. I, 49. mart. Cist. 16. Dez. Purp. 87.

50. Adam, Mönch von Wardon, 1241 Bischof von Connor, England, gest. 7. 11. 1244.

Eubel I, 209. G. 216. Jan. 44. Purp. 115.

51. Adam Mierkowski, Abt von Crone, 13. 4. 1565 Tit. Ep. Margaritensis und Weihbischof von Leslau-Wloclawek, gest. c. 1574.

Eubel III, 252. Frydr. 71. 93. Purp. 125.

52. Adenulphus de Secenari aus Rieti, 1188 Bischof von Rieti, resignierte ca. 1209 und wurde Mönch in Trefontane.

Eubel I, 436. G. 720. Ugh.-Col. I, 1201.

53. Adenulphus, Mönch von Casamari, war c. 1314 vom Kapitel von Veroli zum Bischof gewählt worden, starb aber vor der Besitznahme.

Eubel I, 554 Anmerk.

54. B. Adolf von Tecklenburg, Mönch von Altencamp, 1217 Bischof von Osnabrück, gest. 30. 6. 1224.

Bolland. Feb. II, 1271. Chev. 52. Cist. Chr. XIV (1902) 353—64. Eubel I, 397. H. 50. KL. I, 237. IX, 1112. Mart. Cist. 11. feb. Purp. 96.

55. Aegidius, Mönch von Chiaravalle bei Mailand, Abt von Columba, 1235 Bischof von Piacenza, gest. 3. 5. 1242, begraben im Cist. Kloster Quartazzola (Pons Trebiae).

Eubel I, 421. G. 746. Jong. VII, 77. Moroni LII, 267. Purp. 73. Ugh. II, 278 (223).

56. Aegidius de Duremont, Mönch von Beaubec, 15. 10. 1403 Abt von Beupré en Beauvais, 1408 Lizentiat der Theologie, 31. 7. 1413 Abt von Beaubec, 10. 3. 1423 Abt des Benediktinerklosters Fécamp, 9. 10. 1439 zum Bischof von Coutances gewählt, 28. 7. 1440 konsekriert, 29. 7. 1444 gest. zu Rouen und daselbst in der Kirche apud S. Laudum (Laude) beigesetzt. Er war unter den Untersuchungsrichtern im Prozesse der Jungfrau von Orléans.

Chev. 1786. Eubel II, 150. Gall. Chr. IX, 836; XI, 221. 302. 892. Mémoires de la Soc. de l'hist. de Paris. XXI (1897) 17.

S. Aelredus, geb. 1109 aus edlem Geschlechte, verließ den schott. Hof und wurde Mönch in Rievaux, dann Abt von Revesby, nachher von Rievaux, gest. im Sommer des Jahres 1166. Mehrere Bistümer schlug er aus. Wegen seiner Schriften wurde er mit dem hl. Bernhard verglichen. Die Cistercienser feiern sein Fest am 3. Feb.

Chev. 81. Cist. Chr. XVII, 97. Dalgairns, St. Aelred, Abbot of Rievaux. Mart. Cist 12. Jan. Moroni I, 108. 271.

57. Alachrinus, Prior von Casamari, Freund des hl. Dominicus, c. 1216 Ep. Arausensis (Aurunca, jetzt sessa), nach chev. Bischof von Veroli, wohl nur eine Verwechslung mit Adenulphus, gest. 5. 1. —.

Cha. 9. Chev. 90. H. 7. Jong. VII, 82. Mart. Cist. 5. Jan. Moroni XCIV, 100. Purp. 67.

|[27]58. Alanus von Flandern, Mönch von Clairvaux, 1140 Abt von Larrivour, 30. 11. 1152 Bischof von Auxerre. Der hl. Bernhard hatte zuerst den Abt von Reigny dazu vorgeschlagen. Alanus resignierte 1167 und kehrte nach Clairvaux (Larrivour?) zurück, woselbst er nach dem Tode des Bischofs Gottfried von Langres St. Bernhards Zelle bewohnte und 14. 10. 1185 starb. Dieser Alanus darf mit dem berühmten Alanus de Insulis nicht verwechselt werden. — De duobus Alanis Clarevallensis et Cisterciensi eorumque scriptis rite separandis — schrieb Fortunatus Olivaros, der später Erzbischof von Evora wurde.

Chal. 330. Chev. 90. Gall. Chr. XII, 293. G. 502. H. 347. Jong. I, 28. 54. KL. I, 394. Mart. Cist. 14. Okt. Purp. 80. Vacand. I, 33. II, 524.

Alberich, 1136 Erzbischof von Bourges, soll Cistercienser gewesen sein. Die Gall. Chr. meldet nichts davon, wo von ihm die Rede ist. Begraben aber wurde er im Cist. Kloster Loroy.

Gall. Chr. II, 49. Purp. 76.

Albert de Marcy, 1156 Bischof von Verdun, soll nach Jongelin Cistercienser gewesen sein. Er resignierte 1163 wegen Altersschwäche und wollte allerdings nach Clairvaux sich zurückziehen, starb aber vor Erreichung seines Reisezieles am 14. 4. 1163.

Purp. 89.

Albertus Sartori di Mora aus Benevent, der 1155 Kardinaldiakon von St. Hadrian, dann 21. 10. 1187 Kardinalpriester von S. Laurentius in Lucina, endlich als Papst Gregor VIII den hl. Stuhl bestieg, soll nach Guido von Clairvaux und anderen Cistercienser gewesen sein. Auch Moroni (XIII. 212) nahm ihn in sein Verzeichnis der Cistercienser Päpste auf, Cristofori dagegen berichtet nichts über seine vermeintliche Zugehörigkeit zum Orden.

Ciac.-Ugh. I, 561. Hurter, Nomencl. IV, 157.

Albert von Buxhoeven, (Appeldern) Bischof von Livland, 1198 Erzbischof von Riga, soll, wie sein Vorgänger Berthold, Cistercienser gewesen sein, welche Annahme aber unrichtig ist, da er Domherr von Bremen war. Gest. 17. 1. 1229.

Eubel I, 441. H. 179. KH. I, 113 KL. I, 420. Mart. Cist. 1. Mai. Purp. 122. Winter I, 224.

Albert von Pietengau, 1247 Bischof von Regensburg, Vorgänger des sel. Albertus Magnus, 1259 abgesetzt, zog sich in das Cist. Kloster Sichem zurück. Daß er daselbst Mönch geworden, wird nicht gesagt.

Purp. 129.

59. Albinus O'Mulloy, Abt von Baltinglass, 1186 Bischof von Ferns, gest. 1223 nach 36jähriger Regierung.

Bellesh. Irland I, 407. Cist. chr. XVIII (1906) 6 u. Anmerk. Eubel I, 257. G. 221. Jan. 115. Purp. 116.

60. Alexander Devereux aus Balmagirre, letzter Abt von Dunbrody, 14. 12. 1539 in der St. Patrikskirche zu Dublin vom Erzb. Georg Browne zum Bischof von Ferns, Irland, konsekriert, gest. 1560 im ungerechten Verdachte der Apostasie.

Bellesh. Irl. II, 129. Brady I, 374. Eubel III, 212. G. kennt ihn nicht. Jong. VIII, 25. Purp. 116.

|[28]61. Alexander Ludwig Wolf von Lüdinghausen, trat als Witwer in den geistlichen Stand, wurde Stiftsherr in Warschau, am 28. 3. 1673 von König Michael Wisniowiecki von Polen zum Abt von Pelplin nominiert und am 18. 4. d. J. vom Konvente unter der Bedingung gewählt, daß er in den Orden trete und die Gelübde ablege. In demselben Jahre empfing er Ordenskleid und Priesterweihe und legte am 1. 4. 1674 die Gelübde ab, worauf er am 2. 4. wieder zum Abt gewählt wurde und am 3. 4. die Benediktion empfing. Am 10. 5. 1674 wurde er von Abt Johann Petit von Cîteaux als Abt bestätigt. Dieser modus procedendi bei Bestellung von Kommendataräbten in Polen entsprach den Bedingungen, unter welchen die Päpste schließlich in die Ernennung von solchen Äbten notgedrungen eingewilligt hatten, um Schlimmeres zu verhüten. Leider setzten sich die Regenten anderer Länder und ihre Kreaturen über diese Bedingungen rücksichtlos hinweg. König Johann Sobieski, der ihn sehr hoch schätzte, schlug ihn zum Bischof von Livland vor. Wegen der ungünstigen Zeitverhältnisse konnte er von seinem Sitze nicht Besitz ergreifen und starb am 17. 12. 1678 auf einer Reise nach Frankreich in Valenciennes.

Frydr. 74. 107.

62. Alexander Magno, 1728 Bischof von S. Marco, Süditalien, gest. 7. 9. 1749.

G. 892.

63. Alfons Perez Humanes, 1659 Bisch. von Almeria, 1663 B. von Cadix, gest. 23. 6. 1663.

G. 6. 9.

64. Alfons del Bene aus Florenz, Abt von Hautecombe, 1588 Bischof von Albi, starb plötzlich am 8. 2. 1608, begraben im Chore seiner Kathedrale.

Gall. Chr. I, 39. G. 485. Purp. 80. Ugh. IV, 1506 (1076).

65. Almerich (Amelrich) Grafendorfer, c. 1252—65 Abt von Rein, 1265 Bischof von Lavant, gest. 1267.

Cist. B. 360. Eubel, I, 30. Sart. 876.

66. Amalrich, Mönch von Châlis, 1154 Bischof von Senlis, gest. 1167, begraben in seinem Profeßkloster Châlis.

Gall. Chr. X, 1401. 1508. G. 628. H. 67. Jan. 44. Jong. I, 49. Mart. Cist. 1. März. Purp. 87.

Ambrosius de Flandinis, Neapolitaner, Prof. der Theologie, 22. 4. 1517 Tit. Ep. Lamosen., Weihbischof von Mantua. Eubel weist ihn den Augustiner Eremiten zu, was richtig sein dürfte, Sartorius aber den Cisterciensern.

Eubel III, 234.

67. Amedeus de Clermont, Sohn des Amedeus, Herrn zu Hauterive, später Mönch zu Bonnevaux, geb. c. 1110 auf dem Schlosse Chatte bei Saint-Antoine in der Dauphiné, 1125 Mönch in Clairvaux, 1135 Abt von Hautecombe, 21. 1. 1145 zum Bischof von Lausanne konsekriert, gest. 27. 8. 1159. Der Orden feiert sein Fest am 28. Januar.

Ann. Pont. 1905 p. 574. Bolland. sept. VII, 352. Chev. 191. Gall. Chr. XV, 346. XVI, 480. Gremoud bei Migne T. 188, 1277—1298. H. 9. Jan. 35. KL. I, 670. Purp. 83.

Amedeus de Saluzzo, Neffe des Gegenpapstes Klemens VII, war Abt von Savigny und wurde, obwohl nur Kleriker und erst 22 Jahre alt, 1383 |[29]Bischof von Die und Valence und Kardinal. Dieses Savigny war aber ein Benediktiner Kloster, das in der Diözese Lyon lag. Dasselbe gilt von Amedeus de Rousillon, der 1275 Bischof von Valence wurde.

Eubel I, 26. 542. Gall. Chr. IV, 266. XVI, 316. 327.

68. Anastasius Venantii, der 1215 auf den Cistercienser Gualdericus als Bischof von Penne und Atri folgte und schon 1216 starb, war nach H. und Jong. Cistercienser. Allein weder Eubel noch Ughelli bezeichnen ihn als solchen.

Eubel I, 413. Purp. 67. Ugh.-Col. I, 1132.

69. Ancherus, Mönch von Clairvaux, soll nach dem Chronicon Clarevallense mit dem Erzbischofe Herbert nach Sardinien gezogen, Bischof von Sora und nach Herberts Tode (1178) Erzbischof von Torres (Sassari) geworden sein.

Migne t. 185., 1248. Cist. Chr. XXI, 234.

70. Andreas de Paris, 1156 Abt von Vaux-de-Cernay, 1161 Bischof von Arras, gest. 1173.

Cartulaire de l'abbaye des Vaux-de-Cernay. T. I, 20 ff. Gall. Chr. III, 327. Jan. 97. Jong. I, 42. Morize, Etude archéol. sur V. de C. p. 31. Purp. 93.

71. Andreas, Abt von St. Stephano di Bosco, 1299 Bischof von Mileto, Süditalien, gest. um 1311 oder 1312.

Eubel I, 357. G. 897. Jan. 124. Moroni VI, 91. XLV, 88. Ugh. I, 1035 (955).

72. Andreas of Buchan, 1271 Abt von Cupar, 17. 12. 1296 Bischof von Caithness, Schottland, gest. 1305.

Chev. 720. Eubel I, 183. G. 237. Rental Book of Cupar-Angus. I, 15—29.

73. Andreas de Antiqua Villa O. Cist., wurde am 23. 11. 1418 Bischof von Ardjisch. Nach Eubel wurde der Benediktiner Johann de Antiqua-villa, ein Ungar, unter dem genannten Datum Bischof von Ardjisch.

Eubel I, 105.

74. Andreas Meraviglia von Mailand, 1421 Abt von Ciaravalle bei Mailand, und zwar der letzte auf Lebenszeit gewählte, 1433 Bischof von Ugento (?), Süditalien.

Fehlt bei Eubel und Gams. Jong. VII, 71. Purp. 75. Ugh IV, 200.

75. Andreas Lagogne, Mönch, dann Abt von Clarté-Dieu, 21. 8. 1515 Tit. Bischof von Croya und Weihbischof von Tours, gest. 30. 6. 1525.

Eubel III, 198.

76. Andreas de Fuen-Salida, Abt von Val-Verde (bei Jong. Abt von La Vega), Kastilien, 29. 10. 1539 Bischof von Tripolis und Weihbischof von Messina.

Eubel III, 339. 361. Jong. VI, 23. Purp. 106.

77. Andreas Durie, 6. 5. 1525 Abt von Melrose, 22. 8. 1541 Bischof von Withern-Galloway, Schottland, gest. im Sept. 1558 als letzter katholischer Inhaber dieses Bistums.

Brady I, 159. 199. Eubel III, 165. Keith 278. Ross 57. Walc. 226.

|[30]78. Andreas Richer, Mönch von Vauluisant, 9. 1. 1542 Tit. Bischof von Chalcedon und Weihbischof von Sens.

Eubel III, 179. 363. Jong. I, 43. Purp. 89.

79. Andreas (Duninspot) Dunin Szpot, war zuerst Abt von Wanchok (Camina), dann von 1547—59 Abt von Mogila, 23. 3. 1547 Tit. Bischof von Laodicea und Weihbischof von Krakau, gest. 23. 8. 1559. Nach Eubel wäre er Abt von Jedrzejow gewesen.

Cist. B. 210. Eubel III, 235. Purp. 125. Warminski, Urkundl. Gesch. d. Cist. Klosters Paradies S. 96. Winter III, 164. Xenia Bernhardina P. III, 307.

80. Andreas Cid Fernadez de S. Pedro aus Junquera de Ambia, Mönch von Sobrado, studierte in Salamanca und wurde später General seiner Kongregation. Im J. 1728 wurde er Bischof von Orense, nahm 12. 2. 1729 Besitz von seinem Bistum, starb aber schon am 8. 6. 1734. Er war ein ausgezeichneter Prälat.

Esp. Sagr. XVII, 196.

81. Andriolus, Abt von Chiaravalle bei Mailand, 17. 9. 1442 Tit. Ep. Vodiensis. Ihm wurden aus den Einkünften des zur Kommende degradierten berühmten Klosters Chiaravalle, dessen Nutznießer damals Kardinal Landriano war, 500 fl. zugewiesen.

Eubel III, 8. 296.

82. Angelus Manrique, Mönch von Huerta, berühmter Ordenshistoriker, Verfasser der Annales Cistercienses, geb. c. 1577 zu Burgos, 1645 Bischof von Badajoz, gest. 1649.

G. 11. KL. VIII, 626.

83. Angelus Maldonado, Bischof von Honduras, Amerika, wurde 1702 Bischof von Antequera, Mexico, gest. 17. 4. 1728.

G. 139.

84. Anton, 1335 Abt von Fontfroide, 1. 10. 1341 Bischof von lombez, Frankreich, gest. c. 1348.

Eubel I, 323. Gall. Chr. XIII, 323. G. 568.

85. Anton de Rossi, Abt von Poncio, 18. 5. 1392 Bischof von Sessa, Süditalien, 13. 10. 1400 Bischof von Gravina, 1402 Bischof von Isola. Nach Eubel und Moroni starb er 1402 als Bischof von Sessa und wurde nicht Bischof von Gravina und Isola. Wir müssen deshalb einen andern Antonius als Bischof dieser zwei Sitze um die genannte Zeit annehmen.

Eubel I, 278. 296. 492. G. 921. Jong. VII, 21. Moroni LXIV, 254. Purp. 74. Ugh. VI, 682 (VII, 120).

86. Anton, 13. 10 1400 (?) Bischof von Gravina, 1402 Bischof von Isola. (Siehe den vorgenannten Anton Rossi.)

87. Anton de Balsac, 1470 (Kom..?) Abt von Gimont, 1. 5. 1474 Bischof von Valence, gest. 13. 11. 1491.

Chev. 417. Eubel II, 287. Gall. Chr. XVI, 330.

88. Anton Balustrari aus Siena, Sohn des Americus B., Dr. Theol., 24. 11. 1486 letzter Regularabt des nun durch Kommendataräbte zu langsamer |[31]Zerstörung verurteilten herrlichen Klosters San Galgano, Generalprokurator des Ordens in Rom, 15. 6. 1513 Erzbischof von Amalfi, resignierte 1516 und starb bald darauf in Rom.

Eubel III, 118. G. 848. Jong. VII, 82. Purp. 63. Ugh. VII, 334 (246).

89. Anton Petrus Vicomte de Narbonne, Mönch, dann Abt von Fontfroide, 1474 Abt von Grandselve, 24. 4. 1486 Bischof von Vabres, gest. 22. 7. 1499, liegt in Fontfroide begraben. Sein Bruder Ludwig wurde sein Nachfolger als Bischof.

Eubel II, 286. Gall. Chr. I, 280; XIII, 138. G. 646. Moroni LXXXVII, 69. Purp. 88.

90. Anton de Paula, Mönch und Abt von Curazzo, 18. 5. 1518 Bischof von Nicastro, Süditalien, 24. 8. 1523 Bischof von Catanzaro. Er resignierte 1530 zu Gunsten seines Neffen. Wenn er, wie Eubel berichtet, vor seiner Wahl zum Bischof von Nicastro Thesaurarius der Domkirche zu Catanzaro gewesen wäre, so könnte er nicht, wie Moroni und Ughelli behaupten, Cistercienser gewesen sein. Ughelli aber nennt ihn ausdrücklich Mönch und Abt von Curazzo.

Eubel III, 173. 273. G. 874. 906. Jong. VII, 78. Moroni XLVI, 304. Purp. 69. 72. Ugh. IX, 516. 564 (407).

91. Anton de Vienne, Mönch von La Ferté, 1503 Abt von Mazières, 1515—49 Kommendatarabt von La Ferté, Balerne und Molesme (O. S. B.), 23. 2. 1532 Bischof von Châlon-sur-Saône, starb 8. 2. 1552 in hohem Alter plötzlich zu Molesme und wurde im Kapitel daselbst beraben.

Cist. Chr. VII (1895) 327. Eubel III, 158. Gall. Chr. IV, 740. 1026. G. 533. Purp. 81.

92. Anton, Mönch, dann Abt von Vauluisant, 23. 11. 1534 Tit. Bischof von Sidon und Weihbischof von Paris.

Eubel III, 318. 361. Jong. I, 43. Purp. 10.

93. Anton Garcia, Abt von Piedra, Spanien, 22. 3. 1565 Tit. Bischof von Utica und Weihbischof von Saragossa.

Eubel III, 345. 361. Jong. VI, 15. Purp. 106.

94. Anton Bareiros, wird, erst 26 Jahre alt, am 20. 7. 1575 Bischof von Bahia, Brasilien; gest. c. 1596.

Eubel III, 308.

95. Anton Wolfrath (Wolfraedt), geb. 9. 7. 1581 zu Köln, trat in Clairvaux in den Cist. Orden, 1604 Profeß in Heiligenkreuz, nachher studienhalber in Rom bis 1608, wurde 1612 Abt von Wilhering, 1613 mit päpstl. Dispens Abt von Kremsmünster (O. S. B.), 1631 erster Fürstbischof von Wien, gest. 1. 4. 1639.

Cist. B. 92. 510. G. 322. Hopf-Maurer, 1891. KL. XII, 1744. Jong. IV, 16. Purp. 96. 97. Steinhuber, Gesch. des Colleg. Germ.-Hung. 362. 364 f. Watzl, Die Cistercienser von Heiligenkreuz 61.

Anton Filardi, der am 12. 8. 1538 Bischof von Veroli wurde und 1560 starb, war Abt von Casamari, jedenfalls aber nur Kommendatar, da er auch Abt von S. Erasmo in Veroli war. Casamari resignierte er zu Gunsten seines Neffen Fulvius. Er selbst war Neffe jenes Ennius Filonardi, der 4. 8. 1503 Bischof von Veroli wurde und als päpstl. Nuntius in der Schweiz eine nicht unbedeutende Rolle spielte, 15. 1. 1537 Kardinaldiakon von S. Angelo in Pescheria wurde und als Kardinalbischof von Albano 19. 12. 1550, 83 J. |[32]alt, starb. Als Nuntius hatte Ennius 1517 die Klosterkirche und 10 Altäre zu Wettingen konsekriert.

Cist. Chr. XIV, 70. Luigi de Persiis, La Badia Trappa di Casamari 138. Ugh. I, 1398.

96. Anton Brandao, Portugiese, 1675 Patriarch von Goa in Ostindien. gest. 6. 7. 1678.

G. 115.

97. Armand de Montmorin, "monachus strictioris observantiae ord. Cist.'2 wurde am 17. 1. 1687 Bischof von Die, am 10. 4. 1694 Erzbischof von Vienne, gest. 6. 10. 1713, 70 Jahre alt. Nach obiger Bezeichnung gehörte er zur Etroite-Observance, nicht zu den Fuliensern, wie wir früher anzunehmen geneigt waren.

Gall. Chr. XVI, 132. 529. G. 545. 655.

98. Arnald Amauri, Abt von Rio-Seco, Kastilien, 1196 Abt von Poblet, Katalonien, 1198 Abt von Grandselve, 1201 von Cîteaux, 1204 Inquisitor und Legat, 12. 3. 1212 Erzbischof von Narbonne, gest. 29. 9. 1225 in Fontfroide. Er wurde in Cîteaux begraben, wo ein von seinen Diözesanen errichtetes prachtvolles Grabmal seine Gebeine bedeckt.

Chev. 319. Bal. 232. Cist. Chr. III, 176. Eubel I, 373. Gall. Chr. IV, 990. XIII, 133. G. 583 u. Kirchengesch. v. Span. III, 1. 126. H. 246. Jonh. I, 8. VI, 14. Manrique I, 475. Mart Cist. 30. Juli. Migne T. 185, 1628. 216, 137. Purp. 78. Revue practique-apologétique t. I, 508—11. Ugh. I, 164.

99. Arnald (de Serralonga), Abt von Poblet, Tit. Bischof von Ägina, dann Bischof auf Kreta, 1223 Bischof von Elne (Perpignan) Südfrankreich.

Eubel I, 248. Jong. VI, 14.

100. Arnald Gallart, 1235 Bischof von Agen, Frankreich, soll vor seiner Erhebung Abt in Poblet gewesen sein. Daß er Ordensmann war, ist sicher. Gest. 12. 9. c. 1247.

Eubel I, 75. Gall. Chr. II, 917. G. 479. Ramoń Salas Ricomá, Guia histor. y artist. del mon. de Poblet 94.

101. Arnald Roger, 1238 Abt von Bonnefont, 1241—60 Bischof von Comminges.

Eubel I, 215. Gall. Chr. I, 1097. 1116. G. 539.

102. Arnald Bordach, Mönch von Santas, Creus, Spanien, Abt von Poblet, Tit. Ep. Creturiensis, dann Egenensis, 5. 10. 1355 Erzbischof von Torres (Sassari), Sardinien, gest. 1360.

Eubel I, 532. Moroni LXI, 231.

103. Arnefastus, 1259—64 Bischof von aarhuus, Dänemark.

Eubel I, 111. G. 329.

104 Arnold, Bischof von Semgallen, weihte 1247 die St. Kunibertuskirche in Köln und einen Altar in Marienstatt (jetzt St. Robert-Altar) und war 7. 9. 1253 Mitkonsekrator der Klosterkirche in Morimund.

Eubel II, 305. Cölner Schemat. 1905. S. XXXV.

105 Arthur Mac' Gennis, 1539 Bischof von Dromore, Irland, 11. 3. 1547 Bischof von Down und Connor. Er war Neffe des Generals O' Neill und |[33]starb c. 1575 auf der Flucht, indem eine aus einem Parlamentsschiffe geworfene Bombe das Fahrzeug des Bischofs traf. Als Bischof von Down-Connor wird er von Eubel nicht mitgezählt.

Bellesh. Irl. II, 252. Eubel III, 204. G. 217.

106. Athanasius Calceofilo, Abt von Arcu, Sizilien, 21. 10. 1461 Bischof von Gerace, Süditalien, gest. 4. 11. 1497.

Eubel II, 176. Ugh-Col. IX, 396.

Attilianus hl., 990 Bischof von Zamora, Spanien, war Prior in dem damals natürlich noch nicht dem Cist. Orden angehörenden Moreruela.

Purp. 105.

107. Attilius Pietra Santa, vornehmer Mailänder, Abt von S. Ambrogio in Mailand und Präses der italienischen Kongregation, wurde im Juni 1659 Bischof von Vigevano, Norditalien, gest. 23. 11. 1666 in Rom, begraben in S. Croce in Gerusalemme.

G. 827. Moroni C, 110. Ugh.-Col. IV, 824.

108. Augustin, Decr. Dr., 11. 5. 1450 Bischof von Famagusta, Cypern, gest. 1455.

Eubel II, 168. Purp. 75.

109. Augustin Church, Abt von Thame, England, 2. 5. 1488 Tit. Bischof von Lydda, 1488—1511 nacheinander Weihbischof von Salisbury, Exeter und Lincoln, stets mit Beibehaltung seiner Abtei.

Eubel II, 196. 303.

110. Augustin Ferrerio, 29. 11. 1506 Bischof von Nizza, 17. 9. 1511 B. von Vercelli, gest. 1536. Er war Abt von Casalvolone, wahrscheinlich aber nur Kommendatar, und Bruder der Kardinäle Joh. Stephan und Bonifatius Ferrerio.

Eubel III, 274. 351. Ugh. IV, 122.

111. Augustin Wessel, Bischof von Livland, 1733 Bischof von Caminiecz, Polen, gest. 11. 2. 1735.

G. 343. 359.

112. Augustin Vasquez Valera, 1793 Bischof von Solsona, Spanien, gest. 11. 2. 1794.

G. 76.

113. Augustin Marre, geb. 16. 11. 1853 in Glassac, Diöz. Rodez, trat 1876 in das Kloster Sainte Marie du Désert. 1881 Prior, 1886 Abt des 1875 wiederhergestellten Klosters Igny O. C. R., 8. 8. 1900 Tit. Bischof von Constanza und Weihbischof von Reims, 8. 10. 1904 Tit. Abt von Cîteaux und General der Reformierten Cistercienser.

Péchenard, Hist. de l'abbaye d'Igny p. 544. Status Ordinis 1894.

114. Balduin, geb. in Exeter, wo er Archidiakon war, wurde später Mönch und Abt in Ford-Abbey, 10. 8. 1180 Bischof von Worcester, 2. 12. 1184 Erzbischof von Canterbury, nachdem er schon 1179 zur Kardinalswürde |[34]vorgeschlagen worden war, gest. 16. 10. 1193 (nach Gams 19. 11. 1190) in Syrien während der Belagerung von St. Jean d'Acre.

Chal. 332. Chev. 471. Cist. Chr. XX, 212. 213. H. 337. 351. Hurter, Nomencl. IV, 133. Jan. 41. Jong. VIII, 6. KL I, 1883. Mart. Cist. 16. okt. Migne T. 204, 402. Purp. 107. 111.

115. Balduin, Mönch von Aulne, Belgien, 28. 1. 1232 Bischof von Semgallen, vom Papste selbst konsekriert, 3. 10. 1232 anwesend bei der Weihe der Cist. Kirche von Doberan, weihte 1237 Altäre zu Heisterbach und zu St. Severin in Köln, gest. 1243. Ihm war die volle geistliche Verwaltung von Livland, Gothland, Esthland, Semgallen und Kurland übertragen.

Berlière, Le Moine Baudoin d'Aulne. Louvain 1889. Chev. 475. Cölner Schemat. 1905. XXXIV. Eubel I, 468. G. 311. Jan. 108. KL. VII, 1260. Purp. 108. Winter I, 254.

116. Balthasar de Figueroa y Guinea O. Cist., starb als Bischof von Santiago de Cuba im september 1684 vor Besitznahme des Bistums.

G. 146.

117. Bartholomäus de Vir (de Jura), 1113 Bischof von Laon, resigniert 1151 und wird Mönch in Foigny, das er 1121 gegründet hatte, gest. 26. 6. 1157.

Chal. 222. Chev. 446. Gall. Chr. IX, 523. G. 559. H. 207. Jan. 10. Jong. I, 39. Mart. Cist. 26. Juni. Piette, Hist. de l'abb. de Foigny 217 ff. Purp. 83.

118. Bartholomäus, Mönch von Fossanova, 17. 3. 1249 Bischof von Hebron. Er fertigte 30. 8. 1257 in Pforte und 8. 9. 1257 in Georgenthal Ablaßbriefe, letzteren zu Gunsten jener, die am Jahrtage der Weihe der Klosterkirche und der St. Elisabethkapelle vor dem Tore sowie an gewissen Festen diese Orte besuchen.

Baethke, Der Georgenthaler Indulgenzbrief des B. Barthol. v. H. in Mitteil ... f. Gothaische Gesch....1909/10. Böhme, Urkundenb. von Pforte I, 178. 179. Eubel I, 283.

119. Bartholomäus O' Flannagan, 'in utroque jure peritus", Abt von Samarium (Astrath), 27. 5. 1457 Bischof von Derry, Irland, gest. c. 1463.

Eubel II, 159. G. 215. Purp. 115.

120. Benedikt, Abt von Landstraß (Fons Mariae), Krain, 6. 8. 1535 Tit. Bischof von Santorin.

Eubel III, 309.

121. Benventus, Mönch von Morimondo Milanese, 1297 Bischof von Accia (nicht Asti) auf Korsika, gest. 1332.

Eubel I, 66. G. 767. Jong. VII, 72. Moroni XLIII, 10. Purp. 67. Ugh. IV, 1257 (908).

Bernhard, 1115 (!) Bischof von St. Davids, England, gest. 1148, wird von Jongelin den Cisterciensern beigezählt. Vor der Wahl war er natürlich nicht Cistercienser; es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß er sich wie viele andere Bischöfe im Alter in ein Cist. Kloster zurückgezogen hätte.

G. 186. Purp. 110.

S. Bernardus wurde an vielen Orten zum Bischof begehrt, wir nennen nur Mailand (1134), Châlons, Langres (1138) und Reims (1138).

Vacand. I, 461. 462. II, 35. 46.

122. Bernhard, Kanoniker in Nantes, dann Mönch in Clairvaux, 1147 Bischof von Nantes, gest. 23. 3. 1169. "Vir magnae liberalitas et benignitas".

Chal. 114. Gall. Chr. XIV, 816. G. 583. H. 83. Mart. Cist. 22. März. Purp. 85.

|[35]123. Bernhard, Abt von Hautecombe, 1153. Bischof von S. Jean de Maurienne, gest. 27. 3. 1158.

Gall. Chr. XVI, 627. G. 830. H. 362. Mart. Cist. 26. Okt. Purp. 71.

124. Bernhard oder Berard, 1186 Bischof von Nepi, Mittelitalien.

G. 708. Purp. 72. Ugh. I, 1103 (1029).

125. Bernhard von der Lippe, geb. c. 1140, berühmter Kriegsheld, Erbauer der Stadt Lippstadt, trat mit Einwilligung seiner Gattin, Sophie von Arnsberg, 1199 in das von ihm gegründete Kloster Marienfeld in Westfalen, wurde Abt von Dünamünde und Priester. Im J. 1211 zog er nach Livland, wo er früher als Ritter große Heldentaten vollbracht hatte, wurde 1215 Bischof von Selonien (Semgallen). Sein eigener Sohn Otto, seit 1215 Bischof von Utrecht (getötet 1. 8. 1228), erteilte ihm die bischöfliche Weihe zu Oldenzaal, beide aber konsekrierten 1219 den zweiten Sohn, Gerhard, zum Erzbischof von Bremen. Wie die anderen Bischöfe von Livland amtete auch Bernhard als Weihbischof von Köln, Münster und Paderborn. Er starb zu Selburg, seinem Bischofsitze, 84 Jahre alt, am 30. 4. 1224 und erhielt seine Ruhestätte in Dünamünde. Von seinen übrigen Kindern war Hermann der Stammhalter, Dietrich, Propst zu Deventer, Bernhard, Propst zu Emmerich und 1228—47 Bischof von Paderborn, vier Töchter wurden Äbtissinnen, nur zwei gingen Ehen ein.

Chev. 557. G. 311. H. 25. Jan. 185. Mart. Cist. 23. Jan. Moroni XXXIX, 81. LVI, 57. LVII, 241. 242. Purp. 124. Scheffer-Boichorst, Herr Bernhard von der Lippe...Münster 1871. Sträter, Heer Bernh. van der Lippe. Winter I, 213. 239. 308.

126. Bernhard, Abt von Sambucina, gest. 1216 im Rufe der Heiligkeit als Bischof von Cerenza, Süditalien. Jongelin nennt noch einen anderen Abt von Sambucina, der 1212 als Bischof von Gerona gestorben sein soll. Es liegt unzweifelhaft eine Verwechslung mit dem vorgenannten vor. In seiner Purpura zählt er richtig nur einen Bernhard von Sambucina als Bischof und zwar von Cerenza auf.

Eubel I, 271. G. 869. Jong. VII, 20. Ugh. IX, 702 (500).

127. B. Bernardus Calvus, in den Orden getreten 1214, 1226 Abt von Santas Creus, 10. 10. 1233 Bischof von Vich, Spanien, gest. 26. 10. 1243 im Rufe der Heiligkeit "spiritu apostolico plenus ac insignibus miraculis praeclarus."

Chal. 341. Chev. 544. Eubel I, 557. G. 90. Jong. VI, 14. Mart. Rom. 24. Okt. Mart. Cist. 16. Okt. Purp. 102. Ramón S. Ricomá, Guia hist. y. artist. del monast. de Santas Creus, p. 111.

Bernhard, der 1250 Bischof von Atri und Penne gewesen sein soll, wird, wohl von Jongelin, nicht aber von Eubel, Gams und Ughelli aufgezählt.

Purp. 67.

128. Bernhard Tricardo, S. Theol. mag., Profeß im Kloster Valmagne, 7. 10. 1342 Bischof von Bergamo, 23. 10. 1349 B. von Brescia, gest. 15. 3. 1358.

Eubel I, 152. 415. G. 778. 780. Ugh.-Col. IV, 479. 554.

129. Bernhard, Cistercienser von La Bussière, Burgund, durch Benedikt XII Abt des Benediktinerklosters S. Abondio in Como, wurde 3. 10. 1352 Bischof in Como, 27. 2. 1357 B. von Ferrara, gest. c. 1376.

Eubel I, 225. 258. G. 695. 787. Jan. XLVII. Jong. VII, 23. Purp. 69. Ugh. II, 585. V, 309 (1351).

|[36]130. Bernhard, Abt von Fontfroide, Mag. Theol., 17. 11. 1354 Bischof von Aire, Frankreich, 18. 6. 1361 B. von Tarbes, gest. 1374.

Eubel I, 71. 500. Gall. Chr. I, 1160. G. 480.

131. Bernhard von Sachsen Lauenburg, 23. 3. 1519 Tit. Bischof von Accon (Ptolemais, Jean d'Acre) bis 1536 als Weihbischof von Münster tätig, gest. 1539 im Cist. Frauenkloster Gravenhorst.

Eubel III, 105. 367.

132. Bernhard d'Ornesan, Abt von Benisson-Dieu, Gascogne, 1528 Bischof von Lombez, Frankreich, gest. c. 1552. Da er außer Benisson-Dieu auch Fulium innehatte und zur Zeit seiner Bischofswahl Pfarrer in Sorranto war, dürfte er wohl nur Kommendatarabt gewesen sein.

Eubel III, 244. Gall. Chr. XIII, 326.

133. Bernhard Emanuel von Lenzburg, geb. 29. 11. 1723 zu Freiburg in der Schweiz, 4. 9. 1761 Abt von Hauterive, 2. 11. 1782 zugleich Bischof von Lausanne. Über seine Verdienste um die Niederlassung der Trappisten unter Augustin de Lestranges in Valsainte siehe Nomasticon Cist. p. 649. ff. Dem Abte Sebastian Steinegger von Wettingen schrieb er nach seiner Wahl, daß er wohl gezwungen worden sei, das Bischofskleid zu tragen, daß aber sein Herz dem Orden treu bleiben werde.

Gall. Chr. XV, 378. 419. Genoud, Hauterive (Rev. de la Suisse cath. XVII, chap. 7.) Mülinen I, 23. 180.

134. Bernhard Boll, Dr. Theol., geb. 7. 6. 1756 zu Stuttgart, zuerst (1772) Novize bei den Jesuiten, nach der Aufhebung der Gesellschaft Jesu Novize in Salem, 1776 Profeß daselbst, 28. 9. 1780 Priester, 1779 Professor der Theologie, 1792 des kanon. Rechts in Salem, 1797—1801 Professor im Kloster Thennenbach. Bei der letzten Abtwahl in Salem hatte er anfänglich gleich viele Stimmen wie Kaspar Öchsli. 1805 wurde Boll Professor der Theologie in Freiburg i. B., 1809 Münsterpfarrer, 1810 bischöflicher Kommissär und Dekan. Am 21. 5. 1827 zum ersten Erzbischof von Freiburg ernannt, erfolgte seine Konsekration am 21. 10. 1827, gest. 6. 3. 1836. Sein Grab fand er in seiner Domkirche.

Freib. Diöz.-Archiv XI (1877) 319. G. 275. KL. IV, 1950.

135. Berno, Mönch von Amelungxborn, 1155 erster Bischof von Schwerin, geweiht von Hadrian IV, Apostel der Obotriten. 21. 7. 1178 weihte er den Altar SS. Petri et Pauli in Eberbach. Gest. 14. 1. 1191.

Chev. 573. G. 310. Jan. 38. Jong. III, 26. KL. II, 447. Kirsch-Luksch, III. Gesch. d. kath. Kirche S. 316. Leuckfeld, Chronologia abbatum Amel. p. 47. Purp. 95. 97. F. Schlie, Kunst- und Gesch.-Denkm. des Großh. Mecklenburg-Schwerin 3. Bd. 553. Winter I, 67. 82.

136. Berthold von Neuenburg, 1122 Bischof von Basel, 1123 Mitstifter des Klosters Lüzel, resignierte 1134 nicht ganz freiwillig auf das Bistum und wurde Mönch in Lüzel, wo er 1136 starb.

Martène III, 1437. Mülinen I, 2. Vaufrey, Hist. des évêques de Bâle I, 146.

137. Berthold, Abt von Loccum, dann Missionar in Livland, 1196 in Bremen zum zweiten Bischofe für Livland geweiht, getötet 24. 7. 1198 im Kampfe gegen die Livländer.

Chal. 338. H. 356. Jong. III, 26. Mart. Cist. 21. Okt. Purp. 121. Winter I, 218 ff. Weidemann-Köster, gesch. von Loccum S. 14.

|[37]138 Berthold, 3. 7. 1345 Tit. Bischof von Porphyria und Weihbischof von Konstanz, gest. c. 1349. Er weihte am 23. 9. 1347 in Gegenwart der Königin Agnes von Ungarn die Stiftskirche in Zurzach, am 5. 11. 1347 Chor und Hochaltar in Schwyz, am 7. d. M. Kapelle, Altar und Friedhof der Franziskanerinnen in Muotathal.

Geschichtsfreund VI, 136 ff. Freib. Diöz. Arch. VII (1873) 217. Mone, Zeitschr. XII, 282.

139. Blasius de Luco, Abt von St. Vito e Salvo, 12. 8. 1353 Bischof von Chiussi, gest. 1357. "Doctor ss. scripturarum et legum, vir eloquens et sapientissimus."

Chev. 608. Eubel I, 202. G. 753. Jan. 247. Ugh.-Col. III, 641.

140. Blasius Fernandez, Abt von Salzeda, Portugal, 19. 4. 1507 Tit. Bischof von Byblos.

Eubel III, 148. Purp. 105.

141. B. Bonifatius, geb. 1173 (1188?) in Brüssel, 1222—29 Magister daselbst, dann Scholastikus zu Köln, 11. 3. 1231 Bischof von Lausanne, resignierte 15. 7. 1239, zog sich in das Cistercienserinnen Kloster Ter Cameren (Camera B. V. M.) zurück und funktionierte von da aus als Weihbischof von Cambrai, Lüttich und Utrecht, gest. 19. 2. 1258 (1260). Daß und wo er Cistercienser geworden, wird nirgends ausdrücklich gesagt. Die Cistercienser zählten ihn freilich immer zu ihrem Ordensgenossen und nahmen sein Fest in ihr Brevier auf. Wir selbst möchten sehr bezweifeln, daß er zu uns gehört, denn sonst hätte er sich nach seiner Resignation in ein Männerkloster des Ordens zurückziehen müssen, abgesehen davon, daß er unmittelbar vor seiner Wahl Scholastikus in Köln gewesen ist, somit ein Amt innehatte, das ein Ordensmann nicht bekleiden kann. Wenn das Martyrol. Cist. (19. Februar) sagt, Bonifatius habe im genannten Frauenkloster (!) das Ordenskleid genommen, so ist das nach unserer Ansicht ein Beweis mehr, daß er kein eigentlicher Cistercienser war, wenn er auch mit Cisterciensern in steter Verbindung stand. Seine Ruhestätte fand er in Ter Cameren, nicht in Cambron; dort befanden sich seine Reliquien bis zur Revolution. Dann wurden sie 1797 heimlich nach Brüssel gebracht und später der Kirche N. D. de la Chapelle übergeben, wo sie noch sind.

Chal. 77. Chev. 646. Eubel I, 309. Gall. Chr. XV, 357. G. 284. H. 57. Kieckens S. J., Etude hist. sur S. Boniface. Bruxelles 1892. Purp. 84. Stimmen aus M. Laach 50, 10 ff., 139 ff. Stückelberg, Gesch. d. Reliquien i. d. Schweiz II, 138. Zeitschr. f. Schweiz. Kirchengesch. III (1909) 236.

142. Bonaventura, Mönch von Clairvaux, Episcopus Lucensis, (?) kehrte nach seinem Kloster Clairvaux zurück, starb 1294 und fand in der Sakristei daselbst sein Grab.

Chal. 385. Jong. I, 28. Mart. Cist. 15. Dez. Migne 185. 1562. Purp. 69.

143. Bontatus (Batherus), Abt von Klaarkamp in Friesland, 3. 7. 1345 Tit. Bischof von Tripolis, Weihb. von Utrecht.

Eubel I, 526. II, 310.

144. Bonus aus Siena, Mönch von S. Galgano, 1189 Bischof von Siena, gest. 1. 5. 1216. — nach Eubel 25. 10. 1215 —, begraben in der Kathedrale. Ugh.-Col. bestreitet die Zugehörigkeit des Bonus zum Cist. Orden.

Eubel I, 469. Jan. 295. Purp. 65. Ugh. III, 629 8552).

|[38]Branda Castiglioni aus Mailand, geb. 1415, Abt von Morimondo Coronato, 8. 10. 1466 Bischof von Como, 16. 7. 1687 gest. in Rom. Seine Zugehörigkeit zum Orden scheint uns mehr als zweifelhaft.

Chev. 802. Eubel II, 157. G. 787. Jong. VII, 75. Ugh.-Col. IV, 149. V, 313.

145. Bruno Graf von Berg, 1191 Erzbischof von Köln, 24. 5. 1192 konsekriert, resignierte 1193 "cum propter senectutem et tam corporis et sensus debilitatem ad tantae ecclesiae regimen minus sufficerit", wurde Cistercienser in der Stiftung seiner Familie, in der Abtei Altenberg; gest. 23. 4. 1200. Der hl. Erzbischof Engelbert war sein Neffe.

Gall. Chr. III, 683. Jong. II, 16. Mart. Cist. 24. April. Purp. 90.

Brunwald, 1192—1238 B. von Schwerin, soll Mönch von Amelunxborn gewesen sein.

G. 310. Purp. 17.


146. Caducanus (Martin Cadogan), Cistercienser zu Dora, wurde im Juni 1215 Bischof von Bangor, resignierte 1236 und kehrte in sein Kloster zurück, gest. 18. 6. (nach Eubel 11. 4.) 1241. Vgl. Einleitung S. 10.

Chev. 744. Eubel I, 130. Mart. Cist. 18. Juni. Purp. 110.

147. Caesar de Gricto (Caetani), Abt von S. Stephano al. Corno, 15. 6. (1. 10.?) 1463 Bischof von Mileto, Süditalien, gest. 1473.

Eubel II, 212. G. 897. Moroni XLV, 89. Ugh.-Col. I, 958.

148. Caramuel y Lobkowitz Johann, Belgier, in Madrid geboren, Mönch zu Spina, Spanien, dann im Dünenkloster, Belgien, Tit. Abt von Melrose und Disibodenberg, Weihbischof von Mainz, 4. 7. 1657 Bischof von Satriano-Campagna, Süditalien, 25. 9. 1673 B. von Vigevano, Piemont, Abt von Emaus in Prag O. S. B., gest. 8. 9. 1682 in Vigevano. Er war ein ungewöhnlich produktiver Schriftsteller (77 Bde. in Fol.), als Moralist aber vom hl. Alfons princeps laxistarum genannt.

G. 827. 865. Jong. VIII, 15. KH. I, 841. KL. II, 1934. Migne, Dictionnaire de Biographie chrét. I, 841. Moreri II, 585. Moroni C, 11. Nouv. Biog. VIII, 665. Ugh.-Col. IV, 824. VII, 460. Visch 178—200.

149. Carus O'Tarpa, Abt von Mellefont, Bischof von Achonry, Irland, gest. 25. 1. 1226.

Eubel I, 68. G. 204. Jong. VIII, 2.

150. Carus, Abt von Altofonte, Sizilien, soll nach Jongelin 1390 Erzbischof von Monreale geworden sein. Allein weder bei Eubel noch bei Gams ist um jene Zeit Platz für einen Erzbischof dieses Namens, dagegen haben beide 1189—1215 einen Erzb. Carus, den Gams jedoch irrig den Benediktinern zuteilt. Bei Jongelin handelt es sich offenbar um einen Druckfehler, da er selbst in seiner Purpura sagt, daß Carus 1189 Erzb. geworden und 3. 8. 1222 gestorben sei.

Eubel I, 68. G. 204. Jong. VIII, 21.

151. Casimir Syczuka, 5. 10. 1693 zum Bischof von Culm nominiert, gest. 30. 6. 1694, wird zwar nur Kommendatarabt von Paradies genannt, allein wir dürfen annehmen, daß er, wie die meisten polnischen Kommendatare, |[39]nach der geltenden Vorschrift und Bedingung das Ordenskleid genommen und Profeß abgelegt hat.

G. 347. KL. III, 1230.

152. Caspar de Montpezat, Mönch von Bonnefont, dann von L'Escale-Dieu (Scala Dei), 19. 1. 1518 Bischof von Rieux, Frankreich, gest. 1522.

Eubel III, 304. Gall. Chr. XIII, 192. G. 610.

153. Caspar Beluer, Mönch von Valdigna, Spanien, 27. 8. 1541 Tit. Bischof von Nikopolis und Weihbischof von Huesca.

Eubel III, 275. Jong. VI, 16. Purp. 106.

Caspar Gesckau, 38. Abt von Oliva, gest. 7. 4. 1584, war Administrator der Diözese Pomesanien, es wird aber nicht gesagt, daß er bischöfliche Weihe hatte.

Kretzschmer, Cist. Abtei Oliva. S. 67—71. Purp. 124.

154. Christian O'Conarchy, Schüler des hl. Bernhard, 1142 erster Abt von Mellifont, 1150 Bischof von Lismore und Waterford, Irland, nach des hl. Malachias Tod Legat für Irland, resigniert 1171, gest. 18. 3. 1186 begraben im Cist. Kloster Adorney (Kyrie Eleison). Nach H., Jong. und Mart. Cist. wären zwei Äbte von Mellifont namens Christian Bischöfe geworden, davon einer B. von Down.

Bellesh. Irland I, 363. 381. 382. 387. Chal. 107. 352. Cist. Chr. XXI, 272. G. 228. H. 371. Jan. 70. Jong. VIII, 21. 24. Mart. Cist. 3. Nov. Purp. 113. 116. Vacand. II, 395.

155. Christian aus dem Kloster Lekno-Wongrowitz, nicht Oliva, 1215 erster Bischof von Preußen, gest. 4. 12. 1245. Nach Metzner wäre Christian identisch mit dem Abte Gottfried von Lekno und soll von Innozenz III den Ehrennamen Christianus erhalten und unter diesem Namen fortgewirkt haben, aber Gottfried starb bereits c. 1210.

Chal. 376. Chev. 913. Eubel I, 442. H. 226. KL. III, 226. Mart. Cist. 4. Dez. Metzner, Beiträge zur Gesch. d. Einfuhr d. Christnet. in Preußen. Plinski, Joh., Die Probleme hist. Kritik in d, Gesch. des ersten Preußenbischofs. (Kirchengeschichtl. Abhandlungen, herausg. von Dr. M. Sdralek. Breslau 1902. I. Bd.) Winter I, 266. 304. III, 356.

Christian, Mönch von L'Aumône, Abt von Toronet, soll Bischof von Toulouse geworden sein. Aber wir finden diesen Namen in keiner Bischofsliste von Toulouse und auch nicht in der Abtliste von L'A. oder T.

H. 423. Mart. Cist. 20. Dez.

Christian (Christof) Berti, 26. 8. 1437 Bischof von Foligno, soll nach Ughelli Cistercienser gewesen, aber Benediktiner-Abt geworden sein und zwar nach H. von S. Abondio in Como, das aber Janauschek nicht zu den Cist. Klöstern zählt; nach Eubel war er Mönch des Benediktiner Klosters S. Savinus.

Eubel II, 173. Purp. 79. Ugh. I, 759.

156. Christophorus Perez de Lazarraga, 21. 7. 1639 Bischof von Chiapa, Südamerika, 25. 11. 1640 B. von Cartagena, gest. 18. 2. 1648.

G. 141. 142.

157. Claudius d'Estavayer aus der Schweiz, Mönch von Hautecombe, 24. 5. 1508 Bischof von Belley, gest. 28. 7. (12.) 1534 in Romont und in der dortigen Pfarrkirche begraben. Die Abtei behielt er als Kommende.

Eubel III, 145. Gall. Chr. XV, 632. XVI, 483. G. 513.

|[40]158. Claudius de Ruffier aus Provins en Brie, Dr. der Sorbonne, Mönch zu Châlis, Generalvikar für die Abteien des Ordens in Languedoc und der Provence, dann 15 Jahre lang Generalvikar seines Onkels Nikolaus de la Grille, Bischofs von Uzès, wurde Claudius am 31. 5. 1657 vom Könige zum Bischof und Grafen von St. Paul-Trois-Chateaux ernannt, 1658 von seinem Onkel unter Assistenz des Bischofs Hektor d'Ouvrier von Nîmes und des frühern Bischofs von St. Paul, Jacques d'Adhémar, in Uzès konsekriert. Am 15. (16.) März 1674 während der hl. Messe vom Schlage gerührt, starb der fromme und seeleneifrige Bischof am darauffolgenden Tage und wurde am 19. d. M. begraben, wobei Bischof Alexander Fabri von Orange die Trauerfeierlichkeit hielt. Sein Leichnam wurde nach 15 Jahren unversehrt gefunden. Um keinen Preis wollte er das Ordenskleid ablegen, und als die Bischöfe ihm vorstellten, daß das Kleid der Bischöfe einheitlich sein müsse und dem Volke mehr Achtung einflöße als das Ordenskleid, gab er zur Antwort: "Hochwürdigste Herren! Das Kleid des hl. Bernhard wird das eurige nicht entehren":

Annal. de l'abbaye d'Aiguebelle I, 383—85. Gall. Chr. I, 733. Gall. Chr. novissima (1909) I, 604—18. G. 620.

159. Clemens Smith O. C. R., Abt von New-Melleray, Nordamerika, wurde am 3. 5. 1857 zum Bischof von Dubuque geweiht und starb 22. 9. 1865.

G. 173. The Irish Cistercians, past et present, 65.

160. Constantin de Sampaio, Bischof von S. Salvador oder Bahia, Brasilien, gest. c. 1773 vor Empfang der Bischofsweihe.

161. Cornelius, Abt von Boyle (Buellium), 15. 10. 1449 Bischof von Achonry, Irland, gest. 1472.

Eubel II, 89. Purp. 115.

Cosmas Roger, Fulienser, 1672 Bischof von Lombez, gest. 20. 12. 1710-

Gall. Chr. XIII, 221. 328. G. 568.

162. Cuno, Profeß von Altenberg, 1339 Tit. Bischof von Megara, Weihbischof von Lüttich, gest. Ende Sept. 1366 in Altenberg.

Cöln. Schemat. 1905. XXXVII. Eubel I, 348. Anmerk. II, 387. Purp. 98.

163. Daniel, Mönch von Tamié, 6. 11. 1270 Bischof von Oristano, Sardinien.

Eubel I, 102. Fehlt bei Gams.

David, soll um das Jahr 1140 Erzbischof von St. Andrews, Schottland, gewesen sein, resigniert haben und Cistercienser geworden sein. So Jongelin, aber in der Bischofsliste von Gams ist dafür kein Beleg zu finden. Der sel. Cist. Laienbruder Alexander von Foigny soll sein Bruder gewesen sein. Beide entstammten dem königl. Geschlechte Schottlands.

Cist. Chr. XIII, 5. H. 196 Purp. 111.

164. David O'Brogan, 1240 Bischof von Clogher, Irland, gest. 1267. Sein Bruder Nehemias war 1227—1240 sein Vorgänger im bischöflichen Amte. Auf letzteren bezieht sich wohl die bezüglich der nicht ganz kanonischen Wahl des Priors von Mellifont zum Bischof von Clogher von Gregor IX 21. 7. 1237 angeordnete Untersuchung.

Eubel I, 199.

|[41]165. David Mac' Carwel, 1254 Erzbischof von Cashel, Irland, gest. 1289 im Cist. Ordenskleid und beigesetzt in dem von ihm gestifteten Kloster Hore Abbey (Rupes).

Bellesh. Irl. I, 443. Eubel I, 177. G. 208. Jong. VIII, 30. Purp. 114.

166. David Dandini aus Siena, Mönch von S. Galgano, 15. 10. 1272 Bischof von Soana, Mittelitalien, gest. 1283 im Rufe der Heiligkeit, begraben in S. Galgano.

Chev. 1158. Eubel I, 491. Purp. 74. Ugh. III, 822 (741).

167. David O' Cusny (O' Casy), 25. 6. 1275 Bischof von Emly, Irland, gest. 4. 6. 1281.

Eubel I, 295.

168. David O' Brandog (Brendog, Prendug, Prendergast), 24. 9. 1423 Bischof von Clonmacnois, Irland, resignierte 1424, gest. 1423?

Brady I, 244. Eubel I, 201. G. 213. Purp. 115.

169. David ap Yorwerth (nicht Gorwerth), Abt von Llanegwast (Vallis Crucis), nach Jongelin Abt von Strat-Marzel (Strata Marcella) und Aberconwey, 8. 1. 1500 Bischof von St. Asaph, England, gest. 1503. Er behielt seine Abtei bei und darf mit seinem unmittelbaren Nachfolger David ap Owen, nicht verwechselt werden.

Brady I, 85. 119. Eubel II, 109. III, 134. Jong. VIII, 10. Purp. 109.

170. David ap Owen, Abt von Aberconwey, Dr. Decr., folgte am 18. 12. 1503 seinem gleichnamigen Ordensbruder als Bischof von Asaph, gest. 1513. Brady zählt ihn nicht zu den Cisterciensern und Jongelin vereinigt die beiden David von Asaph irrtümlich zu einer Person.

Brady I, 85. Eubel III, 134. Purp. 109.

171. Delfinus de Gozzadinis, Abt von Casanova, 28. 12. 1420 Bischof von Atri, 1432 B. von Fossombrone. Gams nennt ihn irrtümlich einen Kartäuser, ebenso Ughelli.

Eubel I, 414. G. 698. 912. Ugh.-Col. II, 833.

172. Demetrius (Mitrus) Gastinel von Aix, 1420 Regularabt von Toronet, 1427 von Fossanova, Ordensprokurator in Rom, 6. 3. 1437 Bischof von Sisteron, Frankreich, gest. Ende 1440.

Eubel II, 263. Gall. Chr. I, 498. noviss. I, 741. G. 631. Purp. 126.

173. Desiderius, 1169 Bischof von Therouane, Bretagne, stiftete 1186 das Cist. Frauenkloster S. Columba in Blandeck, Niederlande, resig. hochbetagt 1191 und zog sich in die Cist. Abtei Camberon im Henegau zurück, wo er am 2. 9. 1194 starb. Jongelin hat daselbst noch dessen Grab gesehen.

Gall. Chr. X, 1549. Moroni LXXIV, 149. Purp. 81.

174. Didacus (Diego) de Azebas (Azevedo), 11. 12. 1201 Bischof von Osma, Spanien, nahm, als er mit dem hl. Dominicus in Cîteaux weilte, das Ordenskleid. Wie den übrigen Bischöfen des Ordens bewilligte ihm das Generalkapitel Mönche und Laienbrüder. Gestorben 30. 12. 1207.

Eubel I, 401. H. 45. G. 56. Purp. 104.

|[42]Didacus (Diego) de Bell, Christusritter, wurde nach Jongelin 8. 8. 1520 Tit. Ep. Auriensis, dessen Wahl aber, wie Eubel sagt, noch an demselben Tage kassiert wurde. An Stelle des Didacus kam der Dominikaner Wilhelm How.

Eubel III, 139. Purp. 89.

175. Dionysius, Abt von Barbery (Barberium), 20. 6. 1537 Tit. Bischof von Abelon, Weihbischof von Séez, Frankreich, mit Beibehaltung seiner Abtei. Gest. 1551.

Eubel II, 363. III, 103.

176. Dionysius Cimbron, 1651 Bischof von Concepcion de Chile, gest. 19. 1. 1661.

G. 144.

177. Dithmar, Abt von Volkenrode, 1319 Tit. Bischof von Gabala, Weihbischof von Bamberg, Halberstadt, Hildesheim, Magdeburg, Mainz und Minden.

Eubel I, 267. II, 304. 307. Gall. Chr. V, 553. Purp. 98. Winter III, 53. Zaun, Beiträge zur Gesch. des Landkapitels Rheingau. Wiesbaden, 1879.

178. Dodo, 1137 (1150?) Bischof von Rieti, Mittelitalien, gest. 1181.

G. 720. Purp. 74. Ugh. I, 109 (1198).

179. Dominicus de Azagra, Mönch von Piedra, 1223 Bischof von Segorve, Spanien, gest. 1234 und begraben in Piedra.

Cist. Chr. XVII (1905) 20. Eubel I, 466. G. 68. Jong. VI, 15. Purp. 104.

180. Dominicus d'Anglona, Mönch, dann Abt von Trefontane, 21. 3. 1411 Abt von S. Sebastiano ad Catacumbas, 19. 10. 1411 Bischof von Sutri, 28. 2. 1429 B. von Montefiascone. An letzterer Stelle nennt ihn Eubel einen Dominikaner und Gams einen Benediktiner, gest. 1432.

Eubel I, 364. 494. G. 706. 730. Jan. 162. Jong. VII, 17. Moroni XLVI, 221. LXXI, 17. Purp. 69. 72. Ugh. I, 192. 1062 (986. 1276).

Dominicus, Abbas Miniacensis (?), 27. 1. 1449 nach Purpura Erzbischof von Monreale, Sizilien, von dem Jongelin selbst gesteht, daß man von ihm weiter nichts wisse, kennen Eubel und Gams nicht. Nach Jongelin war er Abt von Nuara.

Purp. 65.

181 Dominicus Xarth, 10. 1. 1452 Bischof von Girgenti, Sizilien, im Feb. 1471 gest. in Rom.

Eubel II, 94. G. 943. Purp. 67.

182. Dominicus Willi, Dr. Theol., geb. 20. 4. 1844 zu Ems bei Chur, 13. 11. 1862 Profeß in Wettingen-Mehrerau, 12. 5. 1867 Priester, 8. 12. 1889 Abt von Marienstatt, 15. 6. 1898 Bischof von Limburg, 8. 9. d. J. konsekriert.

Album Wettingense S. 201. Cist. Chr. X (1898) 213—18.

Donald Campbell aus der Familie der Earls of Argyl, 1526 Kommendatar-Abt von Cupar, 1558 Bischof von Brechin, Schottland, wurde aber nicht bestätigt, weil der Häresie verdächtig. Er starb 1562, ungefähr 70 Jahre alt.

Bellesh. Schottl. I, 425. G. 237. Keith 165. Rental Book of Cupar-Angus p. 100—113 Stud. XXX, 610. Walc. 272.

|[43]183. Donatus (Donchaldus) O'Lanarghan, „nostri monachatus comes“, 1206 Erzbischof von Cashel, Irland, gest. 1223 in Rom. Er wurde mit noch drei andern Bischöfen — Peter von Puy, Robert von Châtillon und Robert von Chalon-sur-Sâone — in Cîteaux begraben.

Bellesh. irl. I, 431. 439. Eubel I, 176. G. 208. Jong. I, 14. Migne 185, 1627. Purp. 114.


Ediluwaldus, Bischof von Lindisfarne, war Abt von Melrose (724), also lange bevor es dort Cistercienser gab.

Chal. 11. G. 187.

S. Edmundus Rich, geb. zu Abingdon, England, Erzbischof von Canterbury, 1234 konsekriert, gest. 16. 11. 1240, 1274 heilig gesprochen. Im Widerspruch mit der Ordenstradition können wir den hl. Edmund nicht zu den Cisterciensern zählen. Er empfing wohl in Pontigny das Ordenskleid, hat aber die Gelübde wohl nicht abgelegt; diese aber, nicht das Kleid, machen den Mönch. Edmunds unverwester Leib ruht noch jetzt hinter dem Hochaltar der ehemaligen Klosterkirche von Pontigny.

Chev. 1274. Eubel I, 168. G. 183. Martène III, 1751—1923. Massé, Vie de S. Edme. Purp. 108. Wallace Wilfrid. London 1893.

184. Eduard (Odoardo), 1245 Bischof von Calvi, Süditalien. Der energische Bischof starb im Gefängnisse, in das ihn Friedrich II geworfen hatte.

Eubel I, 164. G. 864. Moroni LXXIII, 29. Purp. 68. Ugh. VI, 601 (477).

185. Eduard, um das Jahr 1250 Bischof von Brechin, Schottland, war vorher Mönch in Cupar. Fehlt bei Eubel und Gams.

Keith 160. Walc. 119.

Elias, Abt von Trois-Fontaines, 5. 7. 1448 Tit. Bischof von Tripolis. genanntes Kloster lag in der Diözese Aix und gehörte dem Benediktiner Orden an, während die Cist. Abtei dieses Namens in der Diözese Châlons-sur-Marne lag.

Eubel II, 281.

Elzear de Rastel (Elias de Rastellis), geb. 1530, 4. 9. 1577 Bischof von Riez, Frankreich, war nur Kommendatarabt von Sénanque und La Ferté, gest. 28. 10. 1596.

Eubel III, 302. Gall. Chr. noviss. I, 633. G. 611. Moyne, L’abbaye Sénanque 207—11. Purp. 86.

186. Emanuel, soll nach Ughelli, dem Gams und Moroni folgen, Profeß von S. Bernard in Adwert, Holland, gewesen, 1167 Bischof von Cremona geworden und 27. 2. 1168 gestorben sein. P. U. Berlière macht in der Revue Bénédictine mit Recht darauf aufmerksam, daß die angeführten Daten schon deshalb unrichtig sind, weil S. Bernard in Adwert erst 1192 gegründet wurde. Nach seinen Angaben war Emanuel Archidiakon von Cremona, 1177 Lektor an der Universität Paris und fiel dessen bischöfliche Amtstätigkeit in die Zeit von Ende 1190 bis Ende 1195, worauf er sich nach Adwert zurückzog und dort am 1. 10. 1198 im Rufe der Heiligkeit starb. Die Adwerter Mönche betrachteten ihn als ihren Ordensbruder und zogen ihren Antrag auf dessen |[44]Heiligsprechung nur in Rücksicht auf die großen Kosten zurück. Abt Johann de Cirey von Cîteaux zählt ihn unter die Cistercienser Heiligen.

Archivio storico Lombardo 1909 p. 167. Chal. 85. Denifle, Chart. Univ. Paris I, 542. G. 789. Mart. Cist. 27. Febr. Moroni XVIII, 181. Purp. 69. Revue Bénédictine XXVI (1909) 96—98. Ugh. IV, 821 (605).

Emanuel Thumbé, geb. 15. 4. 1712, Profeß in Hauterive 1730, 1. 4. 1754 Abt daselbst, lehnte 1758 die auf ihn gefallene Wahl zum Bischof von Lausanne ab, gest. 22. 8. 1761 in Fille-Dieu.

Cist. Chr. XI, 126. Genoud, Hauterive (Rev. de la Suisse cathol. XVII, ch. 7)

187. Erasmus Ciolek (Vitellius) von Krakau, 1552—46 Abt von Mogila, 14. 11. 1544 Tit. Bischof von Laodicea, Weihbischof von Krakau, gest. 6. 12. 1546.

Cist. B. 210. Eubel III, 235. Purp. 125. Xenia Bernhardina P. III, 307.

188. Erhard von Redwitz, Mönch in Langheim, 14. 2. 1494 Tit. Ep. Venecampensis, Weihbischof von Mainz, gest. 30. 9. 1502, begraben in der Dominikanerkirche zu Mainz.

Cist. Chr. IX, 357. Eubel II, 289. Gall. Chr. 558. Purp. 99.

189. Eskill, kam mit 12 Jahren an die Domschule zu Hildesheim, 1134 Bischof von Roeskilde, 1138 Erzbischof von Lund, Dänemark, großer Verehrer des hl. Bernhard und Stifter mehrerer Cist. Klöster, resignierte 1178 und starb 6. 9. 1182 als Mönch in Clairvaux.

Chev. 1360. Exordium Magn. 1. 3. c. 25. G. 330. H. 116. Hist. pol. Bl. Bd. 144, S. 144, 149 f., 152. Bd. 146. S. 785 f. KH. I, 1351. KL. IV, 902. Jong. VIII, 32. Mart. Cist. 10. April. Purp. 127.

Eustachius. Das Generalkapitel des J. 1192 beschließt, daß dem Bischofe von Ely geschrieben werde, er möge die Freiheit unseres Ordens lieben und ihn auch gegen Bedrückungen von seiten anderer beschützen und verteidigen. Dem Abte von Fountains wird aufgetragen, diesen Beschluß zur Ausführung zu bringen. Aus dem Wortlaute dieses Statuts möchte man schließen, daß Bischof Eustachius selbst dem Orden angehörte. Es ist das jedoch nicht der Fall, da er vor seiner Wahl Dekan der Kirche von Salisbury und Kanzler des Königs war.

Cartul. Abbatiae de Rievalle 308. Martène IV, 1274.

190. Eximius (Ximenus), den Jongelin und Balaguer Simon Semeno nennen, war der 17. Abt von Poblet und wurde 1245 Bischof von Segorve und Albaracino, Spanien.

Bal. 232. Eubel I, 466. G. 68. Purp. 104. Ramón Salas Ricomá, Guía hist. y art. de Poblet 94.

191. Eyringus, vorher Mönch in Ebrach, von wo er eine Pension von 42 fl. bezog, Tit. Bischof von Navarzan (Anarvacensis), 1431—37 Weihbischof von Bamberg und Würzburg, gest. 25. 4. 1439 in Ebrach, woselbst er in der St. Bartholomäus Kapelle beigesetzt wurde. Diese Eyringus darf mit Heinrich aus Ebrach, der 1372—75 Tit. B. von Navarzan war, nicht verwechselt werden.

Cist. Chr. XIV, 171. Eubel I, 87. II, 306. Purp. 97. Reiniger, Weihbischöfe von Würzburg 66—69.


|[45]192. Faramundus (Florimundus), Mönch von Casamari, 2. 10. 1160 von Alexander III in Veroli zum Bischof von Veroli konsekriert, gest. 1181, in Casamari begraben.

G. 738. Jong. VII, 82. Moroni XCIV, 72. 99. Purp. 75. Ugh. I, 1392.

193. Felix O’Dullany, 1178 Bischof von Ossory, Irland, gest. 24. 1. 1202. Er war früher Abt von Geripont, in dessen Kirche, und zwar beim Hochaltare er auch seine Ruhestätte fand.

Chal. 41. H. 26. Jong. VIII, 26. Mart. Cist. 24. Jan. Purp. 117. Triumphalia chronologica monast. S. Crucis in Hibernia, ed. by D. Murphy (Dublin 1891) 239.

194. Felix O’Ruadan (O’Rooney), Cistercienser, 1201 Erzbischof von Tuam, Irland, resign. 1233 und zieht sich in das Marienskloster bei Dublin Zurück. Gest. 1238 und daselbst in der Abteikirche im Presbyterium „ad gradum altaris in sinistra parte“ begraben.

Bellesh. Irl. I, 478. Eubel I, 528. G. 232. Jong. VIII, 20. Purp. 114. Triumphalia 241.

195. Ferdinand von Aragonien, Komtur von Calatrava und Montesa, dann Mönch in Piedra, Abt von Veruela, 20. 3. 1539 Erzbischof von Saragossa, gest. 29. 1. 1577, 78 Jahre alt, begraben in der St. Bernhardskapelle zu Piedra.

Bal. Piedra 17. Cist. Chr. XVII, 22. Jong. VI, 12. 15. Purp.

Ferdinand Ughelli, unser vielverdienter Kirchen- und Ordenshistoriker, geb. 21. 3. 1595 in Florenz, trat daselbst in den Orden, studierte in Rom, 1635—38 Abt von Settimo bei Florenz und von da an Abt von Trefontane bei Rom, gest. 19. 5. 1670 und in genannter Abteikirche begraben. Wiederholt boten ihm die wohlwollenden Päpste Alexander VII und Klemens IX Bistümer an. Allein der Gelehrte lehnte mit Hinweis auf seine schwache Gesundheit stets ab. Seinem hohen Ansehen und seiner Beliebtheit verdankte er, daß ihm die damals noch ängstlich behüteten röm. Archive offen standen.

Italia Sacra 2. Aufl. Vorrede. KL. XII, 183. Moroni LXXXIII, 8.

196. Finnus, Abt von Newry, 1152 Bischof von Kildare, Irland, gest. 1160.}}

Jan. 136.

197. Florentius Mac’ Riagan o Mulrony, gest. 1195 als Bischof von Elphin, Irland.

G. 219.

198. Fortunatus da S. Bonaventura Olivaros, Mönch von Alcobaça, Historiker, 24. 4. 1832 Erzb. von Evora, Portugal, und Minister. Nach Vertreibung des Königs Don Miguel zog er sich nach Rom zurück, wo er am 12. 12. 1843 starb. Seine Grabschrift in S. Bernardi alle Terme lautet: „Hic resquiet D. Fortunatus a s. Bonaventura Olivaros Ord. Cist. Archiepiscopus Eboracensis sub Michaele I Rege Lusitaniae regni minister, pietate religione ac doctrina clasrissimus obiit die XII mensis Decembris MDCCCXLIII. aetatis suae LXVII. In pace sit anima eius.“ Über sein Profeßkloster Alcobaça gab er mehrere geschichtliche Werke heraus. Nach Moroni, der ihn persönlich kannte, trug der Erzbischof stets den Cistercienser Habit.

G. 100. Moroni XLII, 153. LIV, 277.

199. Francischinus I, Abt von Follina (Sana Vallis), Venetien, 1339 Erzbischof von Athen.

Eubel I, 116. G. 430. Ugh. V, 207 (181).

|[46]200. Francischinus II, gleichfalls Abt von Follina und 1400 Erzbischof von Athen, gest. 1409.

Eubel I, 117. Jong. VII, 23. Purp. 63.

201. Franz Petri, Mönch von S. Galgano, 7. 9. 1394 Bischof von Alessio, Epirus. Wegen seiner Armut werden ihm 3. 6. 1395 die Taxen erlassen.

Eubel I, 83.

202. Franz de Titignani aus Todi, Mönch von S. Galgano, 1400 Bischof von Lesina, Süditalien, resign. 23. 9. 1405, gest. 1416 in Perugia. Sein Grab fand er in dem noch bestehenden Cist. Frauenkloster S. Giuliana zu Perugia. Ughelli bestreitet, daß er mit dem vorgenannten Bischof identisch sei, wie man vermuten könnte.

Ugh.-Col. VIII, 310.

203. Franz Brancia aus Amalfi, 7. 7. 1452 Bischof von Nicotera, Süditalien, gest. c. 1475. Nach Eubel war 1452—79 ein Franciscus Albranchá Bischof von Nicotera. Wenn dieser, der mit Franz Brancia augenscheinlich identisch ist, vor seiner Wahl Kanonikus in Amalfi war, so könnte er selbstverständlich den Cisterciensern nicht beigezählt werden, wie es Ughelli ausdrücklich tut.

Eubel II, 224. G. 906. Moroni XLVIII, 28. Ugh. IX, 576 (614).

204. Franz, Abt von alla Cava, Diöz. Cremona, 3. 10. 1489 Tit. Erzbischof von Caesarea Palaestinae, mit Beibehaltung seiner Abtei.

Eubel II, 127.

205. Franz de la Tour, Mönch von Relec (de Reliquiis), 26. 8. 1573 Bischof von Quimper und Kommendatarabt von Coëtmaloën (Silva melonis), 20. 12. 1574 konsekriert, 14. 10. 1583 B. von Treguier, gest. 1593, nachdem er nach wiederholten Schlaganfällen 1587 auf sein Bistum resigniert hatte. Ein Drittel der bischöfl. Mensa war ihm als Pension zugewiesen.

Eubel III, 195. 337. Gall. Chr. XIV, 88. 908. 1133. Purp. 83. 88.

206. Franz Rois, 1668 Bischof von Badajoz, Spanien, 1673 Erzbischof von Granada, gest. 16. 3. 1677.

G. 12. 35.

207. Franz de Ribera, Ritter von Calatrava, 17. 12. 1586 Bischof von Segovia, Spanien, gest. 15. 9. 1587.

Eubel III, 314.

208. Franz Thomas Czapski, 9. 12. 1702 Abt von Pelplin, 1. 7. 1726 Bischof von Diana und Koadjutor von Culm, 5. 1. 1731 V. von Culm, gest. 23. 4. 1733, 55 Jahre alt, liegt begraben in Pelplin.

Frydr. III, 459.

209. Franz Dorda, Mönch, dann 14. 9. 1704 — 14. 9. 1708 Abt von Poblet, 1710 Bischof von Salsona, Spanien, gest. 3. 12. 1716.

Bal. 232. 264. G. 75.

210. Franz Garcia Casa-Rubios y Melgar, 27. 9. 1824 Bischof von Ceuta, 19. 12. 1825 B. von Tuy, gest. 28. 12. 1855.

G. 25. 85.

|[47]211. Franz Laurenz Mauermann, geb. 19. 1. 1780 in Neuzelle, seit 1797 Mitglied dieses Klosters. Er war 1813 Kaplan im Cist. Frauenkloster Marienstern in Sachsen, nach Aufhebung von Neuzelle (1817) in Leipzig, seit 1824 in Dresden tätig, zugleich Kanonikus von Bautzen, folgte 1841 seinem jüngeren Bruder Ignaz Bernhard, der 2. 2. 1786 in Neuzelle geboren, Weltpriester, Apostol. Vikar von Sachsen und Tit. Bischof von Pella war, als Apostol. Vikar von Sachsen und Tit. Bischof von Ramata, gest. 5. 10. 1845.

Mitteil. des hochw. Herrn Apost. Vikars, Dr. Alois Schäfer.

212. Friedrich, erster Abt von Baumgartenberg (1142), soll Bischof in Ungarn geworden sein.

Cist. B. 16. Jan. 69

213. Friedrich von Leuchtenberg, Mönch von Waldsassen, Abt zu Langheim und Ebrach, 11. 4. 1328 Bischof von Eichstätt, gest. 5. 9. (27. 3. 1329) 1334 im Schlosse Holenstein, ohne in den Besitz der Bischofstadt gelangt zu sein. Sein Leichnam wurde zuerst in Ebrach, dann 1346 in Waldsaeen beigesetzt.

Chal. 289. Cist. Chr. XIV, 167. Eubel I, 253. H. 299. Jong. II, 81. KH. II, 558. KL. IV, 249. Mart Cist. 4. Sept. Purp. 93.

S. Froilanus, 900 Bischof von Leon, war Abt von Moreruela, ehe aber dieses Kloster zum Cist. Orden übergegangen war.

G. 40. Purp. 103.

214. Fulko, 1170—74 Abt von Thoronet, 1174—92 Bischof von fréjus. Die Gall. Chr. novissima (1909) bestreitet die Existenz eines Bischofs Fulko von Fréjus, dagegen gab es um jene Zeit (1170—88) einen Fulko de Therouane, Bischof von Marseille. Daß er Cistercienser gewesen, wird jedoch nicht gesagt.

Archives de la France monastique VII, 34. Gall. Chr. I, 450. 648. nov. I, 86. 344. G. 551. Purp. 85.

215. Fulko de Marseille, 1196 Mönch in Grandselve, 1201 Abt von Thoronet, dann in Grandselve, 1205 Bischof von Toulouse, gest. 25. 12. 1231, begraben in Grandselve.

Chal. 392. Chev. 1536. Eubel I, 515. Gall. Chr. I, 450. G. 638. H. 246. 428. Jong. I, 62. KL. IV, 2098. Mart. Cist. 25. Dez. Moroni LXXVII, 51. XIII, 21. Purp. 79. 85.


216. Gabriel, Abt von Privallo, 4. 6. 1460 Tit. Bischof von Beirut, Weihbischof von Novara.

Eubel II, 117.

217. Gabriel Serra, Abt von Veruela, Spanien, 13. 1. 1472 Erzbischof von Cagliari, Sardinien, gest. 1484.

Eubel II, 128. G. 836. Jong. VI, 12. Purp. 63.

218. Gabriel de Almeida, 1671 Bischof von Funchal, gest. 12. 7. 1674.

G. 471.

219. Galganus, Mönch von S. Galgano, 1244 Bischof von Volterra, gest. 1251 und in der Kirche seines Profeßklosters begraben.

G. 763. Ugh. I, 362 (1428).

|[48]Gallicus, nach Jongelinus Komm. Abt von Aulnay (Alnetum), starb 1611 als Epp. Sagiensis. Allein weder in der Abtliste von Lannoy (gleichfalls Alnetum) noch in jener von Aulnay kommt ein Abt Gallicus vor, wohl aber in jener von Aulnay ein am 8. 6. 1611 gestorbener Komm. Abt Johann Bertaut, der 1607 Bischof von Séez (Sagien.) geworden war, also derselbe, den Jongelin Gallicus nennt.

Gall. Chr. XI, 445. G. 626. Jan. 99. 103. Jong. I, 45.

Garmundus, 6. Abt von Pontigny, war 1181 zum Bischof von Auxerre gewählt worden. da seine Wahl auf Widerspruch stieß, überließ er die Entscheidung dem Hl. Stuhl. Bevor aber diese fiel, starb er 15. 11. 1182 in Rom.

Gall. Chr. XII, 297. 443. Martène III, 1239. Mart. Cist. 17. Nov. Purp. 81.

220. Garnerius de Rochefort, Mönch von Longwy, 1180 Abt von Auberive, 1188 von Clairvaux, 1193 Bischof von Langres. Nach langwierigem Streite mit seinem Domkapitel resignierte er 1199 auf Wunsch des Hl. Stuhles und zog sich nach Clairvaux zurück, wo er c. 1200 starb. Eine Neuwahl ordnete Innozenz III 14. 3. 1200 an.

D’Arbois de Jubainville, Etudes 175. Chev. 1156. Eubel I, 320. Gall. Chr. IV, 591. G. 558. Jan. 45. Jong. I, 25. 28. 50. Purp. 84.

221. Gaufrid de la Roche, Vetter des hl. Bernhard, 1118 erster Abt von Fontenay, 1127 Prior in Clairvaux, 1139 Bischof von Langres, 1147 Kreuzfahrer, resignierte 1161 (1163?) und kehrte nach Clairvaux zurück, wo er 8. 11. 1164 (1166?) starb.

D’Arbois, Etudes 186. Chal. 354. Chev. 1705. Gall. Chr. IV, 492. 575. G. 558. H. 237. Jan. 8. Jobin, S. Bernard et sa famille 181—285. Jong. I, 28. Mart. Cist. 19. Juli. Purp. 84. Vacand. I, 520. II, 35. Wurm, Gottfrid, B. von Langres, Würzb. 1886.

222. Gaufrid, 1185 Bischof von Senlis, wird 1213 Mönch in Châlis, nachdem er wegen hohen Alters und „corpulentia ponderosa“ auf sein Bistum resigniert hatte.

Chal. 377. Gall. Chr. 1405. H. 404. Jong. I, 49. Mart. Cist. 5. Dez. Purp. 87.

Gaufrid de Leves, 24. 1. 1116 (!) Bischof von Chartes, gest. 24. 1. 1149, wird von Henriquez bestimmt für die Cistercienser in Anspruch genommen, aber von Gallia Chr. ebenso bestimmt als Cistercienser abgelehnt, da er zum Klerus von Chartres gehörte und ohnehin zu einer Zeit Bischof wurde, als Cîteaux eben erst seine ersten Tochterklöster gründen konnte. Tatsache aber ist, daß dieser G. mit dem hl. Bernhard sehr befreundet war.

Chal. 377. Gall. Chr. X, 1405. H. 404. Jong. I, 49. Mart. Cist. 5. Dez. Purp. 87.

223. Gaufrid de Melna, Mönch von Clairvaux, 1171 Bischof von Sorra, Sardinien, gest. 14. 10. 1178 in Clairvaux und daselbst neben Gottfried von Langres begraben. Am 16. Sept. d. J. hatte er in der Klosterkirche von Cîteaux einen Altar geweiht.

Chal. 356. Exordium M. I. 3. c. 21. G. 840. Jong. I, 28. Mart. Cist. 14. Okt. Purp. 74.

224. Gauthier, Mönch von Clairvaux, c. 1220 Bischof von Aire, Frankreich.

Gall. Chr. I, 1155. G. 480.

Gedeon des Fosses oder Van der Gracht, 1551 Kommendatarabt des zeitweise zur Kommende verurteilten berühmten belgischen Klosters Cambron. |[49]Er war Karmelit, nach Eubel Augustiner Eremit, und erhielt die Abtei zur Entlohnung seiner als fürstlicher Beichtvater erworbenen Verdienste (!). Am 10. 1. 1536 war er mit Legitimitäts-Dispens Tit. Bischof von Castoria und Weihbischof von Lüttich geworden. Er starb 15. 10. 1554 und wurde im Kapitelhause zu Cambron begraben.

Eubel III, 172. Gall. Chr. III, 174. Jong. IX, 41. Purp. 99.