Bilimek, Anton

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Anton Bilimek

Anton Bilimek

Abt des Stiftes Neukloster 1836–1839

* 21. März 1793 Neutitschein, Mähren [Nový Jičín, Tschechien]
† 12. Mai 1839 Wiener Neustadt, Niederösterreich

Anton Bilimek, Taufname Benedikt, wurde 1793 in Neu-Titschein in Mähren geboren. Von 1804 bis 1809 absolvierte er die humanistischen Studien am neugegründeten Gymnasium des Zisterzienserstifts Neukloster in Wiener Neustadt und die philosophischen Studien von 1809 bis 1811 in Wien. Am 26. Oktober 1811 in das Noviziat des Klosters eingetreten, studierte er Theologie im nahegelegenen Kloster Heiligenkreuz.

Während seiner Studienzeit erbat Bilimek seine Entlassung aus dem Kloster, weil er Soldat werden wollte. Nach einem Monat bereute er den Schritt und bat um Wiederaufnahme, die ihm der Benediktsregel entsprechend in ultimo gradu, d.h. unter Verlust seines durch das Eintrittsalter begründeten Platzes in der Rangordnung, gewährt wurde.[1] Am 29. August 1816 legte er die Profess ab und feierte am 21. September 1816 seine Primiz.

Von 1815 bis 1830 unterrichtete er am Stiftsgymnasium und war von 1830 bis 1836 Gymnasialpräfekt. 1833 wurde er Kooperator im Stift, 1835 Novizenmeister und 1836 Stiftsadministrator. Als solcher wurde er nach dem Tod des Abtes Anton Wohlfarth zum Nachfolger gewählt.

Nach den langen Krankheitsjahren seines Vorgängers Wohlfarth wurden in Abt Bilimek große Hoffnungen auf Neuerung gesetzt, jedoch machte sein früher Tod am 12. Mai 1839 seinem Wirken nach kaum drei Jahren ein jähes Ende. Besonders wichtig scheint ihm die Verbesserung der materiellen Lage der Landseelsorger gewesen zu sein. Zu seinem Nachfolger wurde der Pfarrer von St. Laurenzen, P. Bernhard Schwindel, gewählt.

gge, Feb. 2018

  1. Er wurde dadurch lediglich seinem jüngeren Mitnovizen Joseph Winter nachgesetzt.

Daten:

Prof.: 29. Aug. 1816; Sac.: 21. Sep. 1816; Abbas: el. 20. Juli 1836.

Literatur:

Strommer, Alberich: Anton Wohlfarth. 1801 bis 1836 Abt des Neuklosters in Wiener Neustadt, ein Repräsentant des Spätjosephinismus. Ein Beitrag zur Geschichte des seit 1881 mit dem Stift Heiligenkreuz vereinigten Neuklosters (Heiligenkreuzer Studienreihe, Bd. 3). Heiligenkreuz 1984, S. 37, 187 · Kluge, Benedikt: Das Neukloster in Wiener-Neustadt, in: Sebastian Brunner (Hrsg.): Ein Cistercienserbuch, Wien, Woerl, 1881, S. 220–279 (hier: 270–271) · Ders.: Neukloster, in: Beiträge zur Geschichte der Cistercienser-Stifte. (=Xenia Bernardina III). Wien : A. Hölder, 1891, S. 113–135 (hier: 127–128).

Zitierempfehlung: Bilimek, Anton, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 26.2.2018, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Bilimek,_Anton