Brack, Kaspar

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Kaspar Brack

Kaspar Brack

37. Abt des Zisterzienserklosters Ebrach 1615–1618

06. Mai 1618 Ebrach

Kaspar Brack aus Gerolzhofen trat nach dem Besuch des Jesuitenkollegs in Bamberg in die fränkische Zisterzienserabtei Ebrach ein. Abt Hieronymus Hölein schickte ihn zum Studium nach Rom, wo er am Collegium Germanicum zum Doktor der Theologie promoviert wurde.

Nach Ebrach zurückgekehrt, wurde er Pfarrvikar im Klosterdorf Burgebrach und als solcher nach dem Tod Abt Höleins um den 26. November 1615 zum Abt gewählt und am 2. Februar 1616 vom Würzburger Bischof Julius Echter von Mespelbrunn benediziert.

Als Abt konnte er nicht lange wirken. Da Fürstbischof Julius 1617 starb, ist anzunehmen, dass er an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnahm. Am 2. März 1618 leitete er die Wahl des Abtes Georg Kihn im Tochterkloster Bildhausen. Er starb nach zweieinhalbjähriger Regierung am 6. Mai 1618 im Kloster Ebrach. Sein Nachfolger Johannes Dressel ließ 1619 ein Grabmal für ihn errichten, dass ihn kniend vor dem Gekreuzigten zeigt.

gge, Mai 2018


Daten:

Abbas: el. 26. Nov. 1615; ben. 2. Feb. 1616.

Literatur:

Kaspar, Adelhard: Chronik der Abtei Ebrach. Münsterschwarzach 1971 · Wirth, Josef: Die Abtei Ebrach. Zum achthundertjährigen Gedenken. 1127–1927. Gerolzhofen 1928 · Jäger, Johannes: Series abbatum et religiosorum exempti monasterii Ebracensis, Ord. Cisterc., a tempore 1126 beati Adami I abbatis, usque ad annum 1803, in: Cistercienser Chronik 14 (1902), S. 129–143, 161–174, 193–209, 225–240, 257–273, 289–308, 321–326 (hier: S. 232).

Zitierempfehlung: Brack, Kaspar, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 18.6.2018, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Brack,_Kaspar