Bretagne, Jean

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Jean de Bretagne

Jean de Bretagne

Abt von Pontifroid und Villers-Bettnach 1642–1669

† 9. Okt. 1699

Jean de Bretagne wurde 1634 in der Zisterzienserabtei Pontifroid (Pons frigidus) bei Metz eingekleidet und im September desselben Jahres zum Priester geweiht. Am 18. Januar 1642 ernannte ihn sein Vorgänger Abt Edme Tiraqueau zum Koadjutor in Villers-Bettnach und Abt von Pontifroid. Papst Urban VIII. bestätigte ihn mit Datum 25. Juli 1642.

Abt Jean erhielt am 21. Juni 1642 von Herzog Karl von Lothringen eine Sauvegarde (Schutzwache) für das Kloster. Am 3. August 1646 überließ er gegen eine jährliche Zahlung von 100 Gulden dem Trierer Erzbischof und Kurfürsten das Priorat Saint-Mare. 1644 konnte das Tochterkloster Eußerthal in der Pfalz mit Gaspar Jongelincx (1596–1669) als Abt für den Orden zurückgewonnen werden, fiel aber 1648 wieder an den protestantischen Kurfürsten.

Am 3. Juli 1652 trat Abt Jean zugunsten von Fr. Racle aus der Abtei Clairvaux zurück, jedoch wurde diese Ernennung nicht akzeptiert. Eine Bulle Papst Alexanders VII. vom 7. Oktober 1658 ernannte Charles de Bretagne, Abt Jeans Neffen, zum Koadjutor, der am 6. Januar 1665 von Herzog Karl von Lothringen naturalisiert wurde. 1669 übergab Abt Jean die Abtei Pontifroid seinem Neffen Charles.

Lt. Dupriez starb er am 9. Oktober 1699, lebte also noch dreißig Jahre.[1]

gge, Feb. 2019

  1. Wenn es sich nicht um einen Schreibfehler handelt und der 9. Oktober 1669 gemeint ist.

Daten:

Vest.: 1634; Sac.: 1634; Abbas: nom. 18. Jan. 1642, conf. 25. Juli 1642.

Literatur:

Gallia christiana 13 (1785), Sp. 947 · Dupriez, Raymond: Notice historique sur l’ancienne abbaye de Viller-Betnach, in: Mémoires de l’académie de Metz, Jahrgang 1877–1878. Nancy: Impr. de Réau, 1879, S. 285f.

Zitierempfehlung: Bretagne, Jean, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 14.2.2019, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Bretagne,_Jean