Canabelin, Claude-Gaspard

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Claude-Gaspard Canabelin

Claude-Gaspard Canabelin

44. Abt der Primarabtei La Ferté 1761–1777

* um 1704 Dijon
† 1777

Claude-Gaspard Canabelin stammte wie sein Vorgänger François Filzjean aus Dijon und war Prokurator und Cellerar der Zisterzienserabtei La Ferté. Zum Abt gewählt, wurde er am 13. Juli 1761 von Papst Clemens XIII. im Konsistorium präkonisiert.

Die Abtei stand unter seiner Leitung, die er unter Mitarbeit seines Priors, Cellerars und späteren Nachfolgers Antoine-Louis Desvignes ausübte, wirtschaftlich gut da; die Weine erzielten gute Preise, die Abgaben gingen regelmäßig ein. Die Gebäude waren in gutem Zustand. Die Bibliothek wurde vergrößert und eine mineralogische und naturwissenschaftliche Sammlung angelegt. 1768 betrugen die jährlichen Einkünfte 39.000 Livres; die Konventstärke betrug zwölf Mönche. Beim Generalkapitel desselben Jahres trat Canabelin als Sprecher der Protoäbte auf, die sich gegen die behauptete Autokratie des Abtes von Cîteaux, François Trouvé, wandten.

Er starb in der ersten Jahreshälfte 1777 im 73. Lebensjahr.

gge, Feb. 2019


Daten:

Abbas: präcon.: 13. Juli 1761.

Literatur:

King, Archdale Arthur: Cîteaux and her elder daughters. London: Burns & Oates, 1954, S. 141–142 („Joseph Canabelin“) · Bazin, J.-L.: Notice historique sur l’abbaye de La Ferté-sur-Grosne, in: Mémoires de la Société d’histoire et d’archéologie de Chalon-sur-Saône, Band VIII, 1895, S. 1–70.

Zitierempfehlung: Canabelin, Claude-Gaspard, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 28.2.2019, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Canabelin,_Claude-Gaspard