Chambon, Benoît

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Benoît Chambon

Benoît Chambon OCSO

Gründungssuperior von Acey 1873–1888; Generalprokurator der Zisterzienser der strengeren Observanz 1894–1908; Titularabt

* 19. Feb. 1837 Avignon
† 19. Feb. 1912 Montjoyer, Dép. Drôme,

Benoît Chambon, Taufname Claude, geboren 19. Februar 1837 in Avignon, trat nach der Reifeprüfung in das Priesterseminar in Avignon ein, absolvierte dort die theologischen Studien und wurde dann Lehrer am dortigen Knabenseminar. 1896 wurde er zum Priester geweiht und trat sechs Jahre später in die Zisterzienserabtei strengerer Observanz Aiguebelle ein.

Bald nach seiner Profess (20. Aug. 1867) wurde er Novizenmeister, dann Subprior. 1873 schickte ihn Abt Gabriel Monbet als Titularprior in die Neugründung Acey, die er fünfzehn Jahre, bis 1888, leitete.[1] Danach kehrte er nach Aiguebelle zurück, wo er u.a. Gastpater war.

1893 wurde der neue Generalabt Sébastien Wyart bei seiner ersten Visitation in Aiguebelle auf ihn aufmerksam und nahm ihn als seinen Sekretär mit nach Rom. Schon im folgenden Jahr, auf dem Generalkapitel in Tilburg im September 1894, wurde er zum Definitor und Generalprokurator gewählt und versah dieses schwierige Amt vierzehn Jahre, bis ihn sein schlechter Gesundheitszustand im September 1908 zur Demission zwang. In dieser Funktion arbeitete er auch an der Redaktion der neuen Ordenskonstitutionen mit.

Das Generalkapitel 1896 übertrug Chambon den Titel eines Abtes von Cherlieu (ehem. Mutterabtei von Acey). Die Benediktion empfing er am 25. Juli 1897 in Tre Fontane durch Kardinal Mazella.

Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Aiguebelle, wo er am 19. Februar 1912, seinem 75. Geburtstag, starb.

gge, Feb. 2014, rev. März 2017

  1. 1880 gab es durch die Vertreibung der Mönche durch den französischen Staat eine Unterbrechung.

Daten:

Prof.: 20. Aug. 1867; Abbas: ben. 25. Juli 1897; Dev.: Inter cruces spes immobilis.

Literatur:

Cte. de Saint-Saud: Armorial des prélats français du XIXe siècle. Paris : Daragon, 1906, S. 326 · Hermans, Vincent: Notes historiques sur le Procureur Général des l’Orde de Cîteaux. ACi 24 (1968), S. 143–152, zu Chambon: S. 150 · Schneider, Bruno: Der Versuch der Trappisten, Santa Croce in Gerusalemme in Rom als Kloster des Generalabtes zu erwerben (1894–1898). Geschichte und Dokumente. ACi 40 (1984) 107–149, zu Chambon S. 119, FN 50 · Ordenschronik (Titularabt Dom Benedikt Chambon OCistRef †), In: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige 33/NF 2 (1912), S. 787–788.
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Zitierempfehlung: Chambon, Benoît, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 29.7.2017, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Chambon,_Beno%C3%AEt