Charayron, Bonaventure

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Bonaventure Charayron

Bonaventure Charayron

Chareyron

Abt von Aiguebelle 1852–1854

* 27. Aug. 1808 Montélimar, Dép. Drôme
† 13. Juli 1854 Montjoyer, Dép. Drôme

Dom Marie-Bonaventure Charayron, Taufname Louis, geboren am 27. August 1808 in Montélimar im Tal der Rhône, war vor seinem Eintritt in Aiguebelle Direktor des Priesterseminars der Diözese Valence gewesen. Nach seiner Profess war er Novizenmeister, Konversenmagister, Beichtvater der Trappistinnen in Maubec, Prior in Aiguebelle, Titularprior der kurzlebigen (1842–43) Tochtergründung Roquereyne in der Diözese Albi und Beichtiger der Trappistinnen in La Cour-Pétral (heute in Clairefontaine).

Am 2. Juli 1852 (in Abwesenheit) unter dem Vorsitz des Pater Immediat Fulgence Guillaume (Abt von Bellefontaine) endgültig[1] zum Abt gewählt und am 22. Juli durch den Generalpräses des Zisterzienserordens, Tommaso Mossi, bestätigt, erhielt er am 5. Oktober in Aiguebelle durch Bischof Pierre Chatrousse von Valence die Benediktion.

Dom Charayrons Regierung war kurz, aber fruchtbar. Er konsolidierte die von seinem Vorgänger Orsise Carayon begonnene Neugründung Notre-Dame-de-Neiges, die am 13. Dezember 1852 als Priorat kanonisch errichtet wurde, und gründete im Dezember 1852 das Kloster Notre-Dame-du-Désert in der Diözese Toulouse. Darüberhinaus war er 1852 als Vaterabt an der Niederlassung der Trappistinnen von Maubec in Blagnac (bei Toulouse) beteiligt (1939 nach Rivet verlegt).

Schon länger sehr krank, musste Dom Bonaventure Anfang Januar 1854 die Leitung der Abtei seinem Prior Augustin Charignon überlassen; auch die Regularvisite der Tochterabtei Staoueli in Algerien delegierte er an den Titularprior von Neiges, Dom Gabriel Monbet. Er starb am 13. Juli 1854 in Aiguebelle und wurde auf dem Klosterfriedhof beigesetzt. 1859 wurden seine Gebeine exhumiert und, zusammen mit denen seines Vorgängers Etienne Malmy, in die Äbtegruft übertragen.

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  1. Die erste Wahl 1847, als Charayron noch Beichtiger in Maubec war, war am Widerstand des Bischofs von Valence gescheitert, der den Rücktritt des Vorgängers Orsise Carayon (wegen Kompetenzstreitigkeiten mit dem Orden) nicht akzeptieren wollte und die Wahl annulliert hatte.

Daten:

Abbas: el. 2. Juli 1852, ben. 5. Okt. 1852.

Werke:

Notices sur les Frères Convers de l’Ordre de Cîteaux, par Dom Bonaventure.

Literatur:

Annales de l'abbaye d'Aiguebelle, Vol 2, Valence : Jules Céas & fils, 1863 · Saint-Saud, comte de [Aymard]: Armorial des prélats français du XIXe siècle. Paris : H. Daragon, 1906, S. 321 · L’abbatiat de Dom Bonaventure Chareyron (1852–1854), in: Huit siècles de vie monastique : L'Abbaye de Notre-Dame d'Aiguebelle, 1978, S. 59–60.

Zitierempfehlung: Charayron, Bonaventure, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 19.4.2016, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Charayron,_Bonaventure