Rosario Díaz de la Guerra
Äbtissin der Zisterzienserinnenabtei Las Huelgas in Burgos 1947–1972, Gründerin und erste Generaläbtissin der Föderation von Las Huelgas 1955–1985
* 17. Juni 1902 Cóbreces (Cantabria)
† 25. Okt. 2006 Burgos
María del Rosario Díaz de la Guerra, Taufname Amalia, wurde 1902 in Cóbreces als fünftes Kind einer kinderreichen christlichen Familie geboren (15 Geschwister) und wuchs sozusagen im Schatten der 1907 dort gegründeten Zisterzienserabtei Viaceli auf. Deren Mönche betreuten auch die Schule der Barmherzigen Schwestern, die Amalia besuchte.
Im März 1930 trat sie in die Zisterzienserinnenabtei Las Huelgas in Burgos ein, deren Gemeinschaft gerade zu dieser Zeit ihre Strukturen grundlegend gewandelt und den bis dahin üblichen hochherrschaftlichen Prunk abgelegt hatte[1] Um dieses Vorhaben zur Reife zu bringen und den Weg der evangelischen Demut einzuschlagen, hatte die Äbtissin Esperanza Mallagaray 1929 Pater Pío Heredia, Prior der Abtei Viaceli und späteren Anführer der Märtyrer von Viaceli, für die Exerzitien berufen.
Am 12. September 1930 erhielt Amalia Diaz das Ordensgewand und nahm den Namen María del Rosario an. Nach dem Noviziat und der Profess übernahm sie verschiedene Dienste für die Gemeinschaft, bis hin zu den Ämtern der Sekretärin und der Novizenmeisterin, und wurde am 5. Oktober 1947 für drei Jahre als Nachfolgerin der zurückgetretenen Esperanza Mallagaray zur Äbtissin gewählt und in den folgenden Jahrzehnten immer wieder in diesem Amt bestätigt (viermal für drei Jahre, dann für jeweils sechs Jahre).
In diesem Amt modernisierte sie die Abtei, indem sie (durch Kurse und Studienwochen) für eine bessere Ausbildung der Schwestern sorgte und die Ökonomie auf eigene Füße stellte. Sie war auch die treibende Kraft hinter der Gründung der sog. Föderation von Las Huelgas, zu deren erster Präsidentin sie 1955 gewählt wurde und der sie bis 1985 vorstand.
Sie starb am 25. Oktober 2006 im Alter von 103 Jahren.
gge, Sep. 2026
- ↑ Die Schwestern legten jeglichen Prunk ab. Man verzichtete freiwillig auf das prunkvolle Auftreten der Äbtissinnen, auf die langen Schleppen an den Chormänteln oder die Dienstmädchen, die jeder Nonne zur Verfügung gestanden hatten.
Daten:
Vest.: 12. Sep. 1930; Prof.: 4. Okt. 1931, 6. Okt. 1934; Abbatissa: 5. Okt. 1947, 5. Okt. 1950, 10. Okt. 1953; res. 1972.Literatur:
Alonso Abad, María Pilar: Rvda. M. Mª del Rosario Díaz de la Guerra: Vida de una abadesa y su proyección en el Real Monasterio de Sta. Mª la Real de las Huelgas de Burgos, in: Cistercium: Revista cisterciense 245 (2006), S. 575–586 · Yáñez Neira, Damián: María del Rosario Díaz de la Guerra, in: Diccionario Biográfico electrónico (DB~e) de la Real Academia de la Historia, o.D.Vorlage:Page.name: Diaz, Maria OCSO (1902–2006) – Biographia Cisterciensis