Dutter, Fabien

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Fabien Dutter OCSO
Fabien Dutter OCSO im November 1932

Fabien Dutter OCSO

Titularabt von Verger und Auxiliarabt in Cîteaux; Generalprokurator der Zisterzienser der strengeren Observanz 1932–1933

* 11. Okt. 1872 Stotzheim, Elsass
07. Aug. 1933 Bricquebec, Manche

Joseph Charles Dutter war ein Verwandter[1] Edmond Obrechts und wurde wie dieser im elsässischen Stotzheim geboren. Er studierte Theologie am Großen Seminar in Saint-Dié (1891–93) und arbeitete dann zunächst als Erzieher, bis er 1896 in die Abtei Sept-Fons eintrat. 1898 wechselte er in das neuerworbene Kloster Cîteaux. Von 1899 bis 1904 studierte er in Rom, wo er 1904 zum Doktor der Theologie promoviert wurde. Die Priesterweihe hatte er schon im Jahr zuvor erhalten.

Als Edmond Obrecht 1905 zum Apostolischen Administrator der Abtei Mariannhill ernannt wurde, begleitete Dutter ihn als Sekretär (1905–1907) und ging nach seiner Rückkehr als Sekretär des Generalabts Augustin Marre wieder nach Rom (1908–1923). Seit 1913 war er als Vertreter der Klöster französischer Zunge auch Mitglied des Generaldefinitoriums.

Nach Frankreich zurückgekehrt, wurde er als Nachfolger Robert Lescands zum Vorsteher der Abtei Cîteaux ernannt und am Fest Kreuzerhöhung 1925 zum Titularabt von Verger geweiht. Als Stellvertreter des in seiner Funktion als Generalabt in Rom residierenden Abtes Jean-Baptiste Ollitrault de Kéryvallan leitete Dutter die Abtei bis 1932 und wechselte dann als Generalprokurator nach Rom. Im August 1933 kam er auf der Rückfahrt von der Präsentation des neuen Abtes von Bricquebec, Dom Raphaël Gouraud, beim Bischof von Coutances durch einen Autounfall ums Leben[2]. Er war seit 1925 Ehrendomherr in Dijon und Straßburg.

Stationen

Mönch in Sept-Fons 1896–1898
Mönch in Cîteaux 1898–1899
Studium in Rom 1899–1904
Sekretär des Apost. Administrators von Mariannhill 1905–1908
Sekretär des Generalabts 1908–1923
Generaldefinitor 1913–1923
Vorsteher von Cîteaux (Supérieur auxiliaire) 15. Sep. 1923 – 17. Sep. 1932
Generalprokurator 1932–1933

gge

  1. Blatz (1987) bezeichnet ihn als Neffen, andere als Cousin.
  2. Abt Raphaël Gouraud starb am folgenden Tag an seinen Verletzungen. Der mit im Auto sitzende emeritierte Abt von Port-du-Salut, Berchmans Daveau, wurde schwer verletzt.

Daten:

Prof.: 12. Dez. 1898; Sac: 11. April 1903; Abbas tit.: ben. 14. Sep. 1925.

Bibliographie:

Bénédiction abbatiale du Très Révérend Père Dom Fabien Dutter, abbé du Verger, abbé auxiliaire de Cîteaux. 14 septembre 1925. Dijon : Darantière, 1925 · Die Abtweihe eines elsässischen Trappisten. In: Der Elsässer Nr. 551, 21. Sep. 1925 · Sacerdos Friedrich: Vier elsässische Trappisten-Äbte. In: Odilienkalender (1927) S. 122 · Henri Charrier: Le Très Révérend Père Fabien Dutter, abbé du Verger, Procureur général de l'Ordre des Cisterciens de la Stricte Observance, 1872–1933. In: COCR (1934) 212–215 und (1935) 30–38, 90–97 · Deux abbés trappistes de Stotzheim. In: Ann SHADBO 1 (1967) 56 · Jean-Paul Blatz: Dutter, Joseph Charles. In: Bernard Vogler et. al.: Dictionnaire du monde religieux dans la France contemporaine, Band 2 (L'Alsace). Paris : Beauchesne, 1987 (S. 123)

Zitierempfehlung: Dutter, Fabien, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 26.3.2016, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Dutter,_Fabien