Eijnden, Victor

Victor van den Eijnden

Victor van den Eijnden OCSO

1. Abt der Zisterzienserabtei Lilbosch in Echt 1912–1927

* 03. April 1862 Dommelen, Provinz Noord-Brabant
† 27. Jan. 1928 Echt, Provinz Limburg

Victor van den Eijnden (Eynden), Taufname Cornelius, geboren am 3. April 1862 in Dommelen in Nordbrabant, war das siebte von zehn Kindern aus der Familie von Marcel van den Eynden und Marie Verberne. Sein Vater war Zimmermann und, wie damals üblich, auch Nebenerwerbslandwirt.

Schon sehr früh zeigte sich bei Cornelis die Neigung zum Priesteramt, wozu seine häufigen Besuche in der Zisterzienserabtei strengerer Observanz Achel („Achelse Kluis“) wesentlich beitrugen. Jedoch wurde er, nachdem er die Schule beendet hatte, von seinen Eltern dazu bestimmt, seinem älteren Bruder Peerjan in der Wollmühle zu helfen. Erst 1887, mit 25 Jahren, konnte er in Achel eintreten, wo er am 6. Juni 1887 als Novize eingekleidet wurde.

1889 legte er als Bruder Victor die zeitliche Profess ab und wurde am 15. Mai 1890 von Abt Bernardus van der Seyp in das einige Jahre zuvor von Anselmus Judong gegründete Tochterkloster Lilbosch in Echt geschickt. Am 16. Juli 1892 legte er die feierliche Profess ab und wurde am 19. März 1893 in Roermond zum Priester geweiht. Danach wurde er zum Beichtvater der Klostergemeinde und zum Subprior ernannt. Der 1901 zum Titularprior gewählte P. Guido Brox ernannte ihn zum Cellerar, der die Urbarmachung des Geländes Het Broek zu leiten und sich um den Viehbestand zu kümmern hatte. In dieser Funktion erwarb er sich große Verdienste, u.a. durch die Einführung moderner Produktionsmethoden wie den Einsatz von Kunstdünger.

Nach dem Tod Dom Guidos wurde er am 3. Oktober 1911 zu dessen Nachfolger als Titularprior und nach der Erhebung Lilboschs zur Abtei im folgenden Jahr, am 3. Oktober 1912 zum ersten Abt gewählt, woraufhin er am 26. desselben Monats eingesetzt und am 27. benediziert wurde.

In Dom Victors Abbatiat fiel die Zeit des Ersten Weltkriegs. Während dieser Zeit lebten in Lilbosch holländische, deutsche und aus Belgien geflohene belgische Ordensleute. Dass unter diesen schwierigen Umständen der klösterliche Friede und die Eintracht trotz der unterschiedlichen Nationalitäten nicht nennenswert gestört wurde, ist zu einem sehr großen Teil der taktvollen Führung Dom Victors zu verdanken. Mehrere Patres und Brüder wurden zum Militärdienst einberufen, ebenso viele Lehrer des deutschen Abteikollegs, das trotz des Krieges (mit Einschränkungen) aufrechterhalten werden konnte. Erst die Weltwirtschaftskrise und die daraus folgende Inflation führten zu einem Fernbleiben der deutschen Schüler und zur schrittweisen Umwandlung in ein niederländisches Kolleg, das bis 1942 Bestand hatte.

1927 zerstörte ein schwerer Brand die Gebäude des Bauernhofs. Im selben Jahr hielt Dom Victor die Zeit für gekommen, beim Generalkapitel seine Resignation einzureichen, die ihm am 15. September 1927 gewährt wurde. Schon länger (an Gallensteinen) leidend, starb er am 27. Januar 1928 im Kloster. Sein Nachfolger wurde sein Neffe Anselmus van Hoof. Nach beiden ist in Valkenswaard je eine Straße benannt.

gge, Nov. 2025


Daten:

Vest.: 6. Juni 1887; Prof.: 1889, 16 Juli 1892; Sac.: 19. März 1893; Abbas.: el. 3. Okt. 1912, ben. 27. Okt. 1912, res. 15. Sep. 1927; Dev.: Fide vincere.

Literatur:

Giesberts, Augustinus: Gedenkbundel bij het 50 jarig bestaan van de klooster/abdij Lilbosch 1883 tot 1933. Feestdag OLV Visitatie 1933. Herausgegeben von RJM Rutten, Januar 2011 [1] · Sterbebild.

Zitierempfehlung: Eijnden, Victor, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 28.11.2025, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Eijnden,_Victor

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