Erolzheim, Justina

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Justina von Erolzheim

Justina von Erolzheim

letzte Äbtissin den Reichsstifts Gutenzell 1776–1803

* 28. Febr. 1746 Pleinfeld
† 10. April 1809

Maria Justina, Freiin von Erolzheim, legte 1765, mit 19 Jahren, die Profess im Adeligen Reichsstift Gutenzell im Oberamt Biberach im schwäbischen Reichskreis ab. Mehrere Jahre war sie als gelernte Apothekerin im Kloster tätig, bis sie am 27. April 1776 zur Äbtissin gewählt wurde.

Durch den Reichsdeputationshauptschluss wurde Gutenzell mit seinen Weilern dem Grafen Joseph August von Toerring als Ersatz für seine verlorene linksrheinische Herrschaft Gronsveld zugesprochen. Am 9. März 1803 ergriff er von seiner neuen Reichsgrafschaft Besitz, die aber schon 1806 im neuen Königreich Württemberg aufging. Die Klosterfrauen durften ihr gemeinsames Leben fortsetzen, kamen aber unter die Leitung eines weltlichen Pfarrers, gegen den sich Äbtissin Justina protestierend zur Wehr setzte.

Sie starb am 10. April 1809.

gge, Jan. 2020


Daten:

Prof.: 1765; Abbatissa: el. 27. April 1776.

Literatur:

Alte Klöster - neue Herren: die Säkularisation im deutschen Südwesten 1803. Ausstellungskatalog. Thorbecke, 2003, S. 1081 · Lancizolle, Karl Wilhelm von: Uebersicht der deutschen Reichsstandschafts- und Territorial-Verhaeltnisse vor dem französischen Revolutionskriege, der seitdem eingetretenen Veränderungen und der gegenwaertigen Bestandtheile des deutschen Bundes und der Bundesstaaten. Dümmler, 1830.

Zitierempfehlung: Erolzheim, Justina, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 15.1.2020, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Erolzheim,_Justina