Friedrich von Leuchtenberg

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Friedrich von Leuchtenberg als Bischof von Eichstätt, mit Klerikern, Seite mit Miniatur aus dem Pontificale Gundekarianum, 14. Jh.

Friedrich von Leuchtenberg

Abt zu Langheim 1304–1306 und Ebrach 1306–1328; nom. Bischof von Eichstätt 1328–1329

† 27. März 1329 Burg Holnstein bei Berching

Der älteste Sohn des Landgrafen Friedrich II. von Leuchtenberg († 1284) wurde Zisterzienser in Aldersbach, dann Abt in Langheim und 1306 in Ebrach. Papst Johannes XXII. setzte ihn – gegen das Wahlrecht des Domkapitels – am 11. April 1328 zum Bischof von Eichstätt ein.

Da Klerus und Volk dem Bischof den Einzug in die Stadt verwehrten, hielt Friedrich sich – untätig und abwartend – auf der Burg Holnstein bei Berching auf. Dort erreichte ihn noch am 15. März 1329 eine direkte Aufforderung Johannes’ XXII., den neu bestellten Metropoliten Heinrich in Mainz anzuerkennen, den das dortige Domkapitel ebenfalls nicht zuließ.

Friedrich starb aber schon kurz darauf, ohne die Weihe erhalten zu haben und ohne in den Besitz seiner Bischofstadt gelangt zu sein. Sein Leichnam wurde zuerst in Ebrach, dann 1346 in der Familiengruft der Landgrafen von Leuchtenberg in der Klosterkirche Waldsassen beigesetzt. Der heute nicht mehr vorhandene Grabstein wurde noch im 16. Jahrhundert von Kaspar Brusch und Wiguleus Hund beschrieben.

Eine Illumination im Pontifikale Gundekarianum zeigt Friedrich im Zisterzienserhabit, auf einem Faldistorium sitzend, mit Mitra und Bischofsstab.

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Genealogie:

V.: Friedrich II., Landgraf von Leuchtenberg († 1284); M.: Elisabeth († 1275), Tochter des Pfalzgrafen Rapoto von Ortenburg; G.: Heilwig († 1299), verh. mit Konrad VI. von Lupburg († 1299), Gebhard V., Landgraf von Leuchtenberg (†1296).

Literatur:

Das Bistum Eichstätt I: Die Bischofsreihe bis 1535. (= Germania Sacra NF 45) Hg. von Alfred Wendehorst. Berlin, New York 2006. S. 157–158. · CistC 14 (1902) 167–168.

Zitierempfehlung: Friedrich von Leuchtenberg, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 21.7.2011, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Friedrich_von_Leuchtenberg