Futterer, Edmund

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Edmund Futterer

Edmund Futterer OCSO

1. Abt der Klöster Our Lady of the Valley und St Joseph’s, Spencer 1945–1961

* 27. Jan. 1901 Albany, New York, USA
† 27. Juli 1984 Azul, Buenos Aires, Argentinien

Edmund Futterer, Taufname Joseph Spensley, wurde als Sohn von Edward und Anna Futterer in Albany, New York, geboren. Nach dem Abschluss an der katholischen Niagara-Universität 1919 wurde er zum Priester des Paulistenordens geweiht, wechselte dann zu den Passionisten und trat schließlich 1932 in das Zisterzienserpriorat strengerer Observanz Our Lady of the Valley in Valley Falls, Cumberland, Rhode Island, ein. 1943 wurde er dort Superior und 1945, nach Erhebung des Priorats zur Abtei, zum Abt gewählt.

Dom Edmunds Abbatiat war einerseits geprägt von einer enormen, durch den großen Zulauf an Mönchen in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg unausweichlichen Expansion (alle Tochterklöster Spencers stammen aus dieser Zeit), andererseits von dem großen Klosterbrand vom 21. März 1950, der die Abtei in Cumberland völlig zerstörte und die 140 Personen zählende Klostergemeinde obdachlos machte.

Die erste Tochtergründung wurde 1948 vorgenommen. Der Konvent zählte damals 137 Mitglieder (Chormönche, Novizen und Konversen), von denen 34 zur Gründung des Klosters Our Lady of Guadalupe bei Santa Fe in New Mexico gesandt wurden (1955 nach Lafayette, Oregon, verlegt). 1949 brachte Dom Edmund zusammen mit Kardinal Cushing, Erzbischof von Boston, das erste trappistische Frauenkloster in die USA: die Mount Saint Mary's Abbey in Wrentham, Massachusetts, besetzt mit Trappistinnen aus Glencairn in Irland. 1950 folgte das Männerkloster Berryville in Virginia (Holy Cross Abbey), 1956 Snowmass in Colorado (Saint Benedict's Abbey), 1958 Azul in Argentinien (Abadía Nuestra Señora de los Angeles) und 1960 Nuestra Señora de los Andes in Santiago, Chile (1966 von Gethsemani übernommen, heute Miraflores).

Für den ausgebrannten Konvent von Valley Falls, Cumberland, wurde 1950 die schon 1949 geplante, durch die Katastrophe nun dringend gewordene Verlegung nach Spencer, Massachusetts, in Angriff genommen (Das Gelände in Spencer hatte die Abtei schon vor dem Brand gekauft). Im Dezember 1950 nahmen die verbliebenen achtzig Mönche die Alta Crest Farms in Spencer in Besitz und bauten dort in wenigen Jahren die heutige Abtei St Joseph’s auf.

Am 1. August 1961 legte Edmund Futterer sein Amt, nach einer Visitation durch Abt James Fox von Gethsemani, auf Anweisung des Vatikans nieder und zog sich, nachdem er einen Nervenzusammenbruch überstanden hatte, in das Kloster Calvaire in Rogersville, New Brunswick, Kanada, zurück, da ihm der Aufenthalt in einem Kloster seiner eigenen Filiation verboten worden war. 1966 ging er nach Azul, wo er bis zu seinem Tod 1984 lebte und auch begraben wurde.

gge, Sep. 2015


Q.:

Spencer Abbey.

Zitierempfehlung: Futterer, Edmund, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 9.11.2018, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Futterer,_Edmund

In anderen Sprachen