Göldlin, Nikolaus

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Nikolaus Göldlin von Tiefenau

Nikolaus Göldlin, Edler von Tiefenau

Abt von Tennenbach und Wettingen

* 12. Jan. 1625 Luzern
† 15. Feb. 1686 Wettingen

Der Spross einer bekannten Luzerner Patrizierfamilie und Sohn eines Offiziers in französischen Diensten absolvierte das Jesuitenkolleg in seiner Heimatstadt Luzern und trat in die Abtei Wettingen ein. Nach der Priesterweihe 1649 studierte er drei Jahre lang die Rechte in Freiburg i.Br. und wurde 1652 Pfarrer in Dietikon, dann Beichtvater in Frauenthal. Von 1664 bis 1679 war er (33.) Abt des Klosters Tennenbach im Schwarzwald. 1676 als Abt nach Wettingen zurückberufen, wurde er 1677 zum Generalvikar der oberdt. Zisterzienserkongregation ernannt.

Im Tennenbacher Münster ließ Göldlin eine neue Orgel einbauen, außerdem ließ er den vom Dreißigjährigen Krieg in Mitleidenschaft gezogenen großen Tennenbacher Hof in Freiburg samt Scheune neu erbauen. In Wettingen versuchte er, die Rechts- und Besitzverhältnisse des Klosters zu klären. Außerdem ließ er über dem Sommerrefektorium (Speisesaal) einen großen Studiensaal für die Kleriker errichten.

Abt Nikolaus Göldlin wurde in Wettingen beigesetzt, weshalb er der einzige der 42 Tennenbacher Äbte ist, dessen Grab sich bis heute erhalten hat.

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Bibliographie:

Arnold, Adalrich: Nikolaus Göldlin von Tiefenau, Abt zu Tennenbach-Wettingen (1625–1686), Bregenz, 1933 (Separatdruck aus CistC 45 (1933), S. 1–11, 44–48, 77–84, 105–113).

Normdaten:

GND: 1012266923 · BEACON-Findbuch

Zitierempfehlung: Göldlin, Nikolaus, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 27.8.2012, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/G%C3%B6ldlin,_Nikolaus