Glutz, Ulrich

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Ulrich Glutz

Ulrich Glutz

Abt des Zisterzienserklosters St. Urban 1687–1701

~ 4. Sep. 1648 Solothurn
† 2. Juli 1701 St. Urban

Ulrich Glutz entstammte der bekannten Patrizierfamile Glutz in Solothurn, wo er als Sohn des Grossrats Nikolaus Glutz-Ruchti und der Maria Tscharandi geboren und am 4. September 1648 auf den Namen Josef Christoph getauft wurde. 1665 legte er in der Zisterzienserabtei St. Urban die Profess ab und wurde am 24. September 1672 zum Priester geweiht. Später war er Statthalter in Herderen. Am 26. Dezember 1687 als Nachfolger des verstorbenen Karl Dulliker zum Abt gewählt, wurde er am 22. Februar 1688 benediziert. 1699 nahm er am Generalkapitel teil und wurde zum Generalvikar der schweizerisch-elsässischen Ordensprovinz bestellt.

Während seiner Regierungszeit wurde die mittelalterliche St.-Ulrichskapelle (die Laienkapelle vor der Nordpforte der Abtei) abgebrochen und 1690 auf der Nordseite der Klosterkirche eine neue, barocke St. Ulrichskapelle geweiht.

Zu seinem Nachfolger als Abt wurde Josef Zurgilgen gewählt, im Generalvikariat folgte ihm Antoine de Reynold von Hauterive/Lützel.

gge, Dez. 2018


Daten:

Prof.: 1665; Sac.: 24. Sep. 1672; Abbas: el. 26. Dez. 1687, ben. 22. Feb. 1688.

Literatur:

St. Urban, in: Helvetia Sacra III/3, S. 419 (Hans Wicki) · Häfliger, Alois (Hrsg.): Sankt Urban 1194–1994. Ein ehemaliges Zisterzienserkloster. Bern: Benteli, 1994.

Zitierempfehlung: Glutz, Ulrich, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 20.12.2018, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Glutz,_Ulrich