Guimond, Maurice

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Maurice Guimond OCSO

Maurice Guimond OCSO

3. Abt von Notre-Dame-du-Calvaire in Rogersville, Kanada 1995–2002

* 01. Juni 1945 St. Léonard, New Brunswick, Kanada
† 29. Nov. 2015 Dieppe, New Brunswick, Kanada

Maurice Guimond wurde am 1. Juni 1945 in Saint-Léonard, Madawaska County, als Sohn von Henri Guimond und Yvonne (Martin) Guimond geboren. Er hatte sieben Geschwister. Als Internatsschüler besuchte er das Collège Saint-Louis in Edmundston. Dort kam er als Dreizehnjähriger in Kontakt mit dem Abt der Zisterzienserabtei strengerer Observanz Notre-Dame-du-Calvaire, Alphonse Arsenault, der dort einen Vortrag über das Leben in einem Trappistenkloster hielt. Brieflich behielt er den Kontakt aufrecht und trat am 8. September 1972 in das Kloster ein. Am 20. August 1978 legte er die feierliche Profess ab, studierte Theologie in der Benediktinerabtei Notre-Dame-du-Lac und wurde am 11. November 1979 von Bischof Donat Chiasson zum Priester geweiht.

Nachdem er im Kloster in verschiedenen Funktionen tätig gewesen war (u.a. als Gästepater, Chorleiter und Organist), ging er 1985 als Novizenmeister in die Mutterabtei[1] Mistassini. Nach Rogersville zurückgerufen, wurde er dort Klaustralprior und nach dem Rücktritt des Abtes Adrien Bordage 1993 zunächst Superior ad nutum, dann am 24. April 1995 selbst zum (dritten) Abt gewählt. Die Benediktion empfing er am 8. Mai 1995 durch Erzbischof Chiasson von Moncton, als erster der drei Äbte in der Abteikirche[2].

Als Oberer ließ er die Klosterkirche und Teile der Klostergebäude renovieren. Am 21. November 2002 trat er aus gesundheitlichen Gründen zurück und zog sich zunächst nach Quebec zurück. Ins Kloster zurückgekehrt, war er dort in der Buchhaltung tätig. Seit Ende 2013 lebte er im Pflegeheim Résidence Notre-Dame du Sacré-Cœur in Dieppe (New Brunswick).

Er starb am 29. November 2015 und wurde am 4. Dezember 2015 auf dem Klosterfriedhof beigesetzt.

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  1. Die ursprüngliche Mutterabtei war Bonnecombe in Frankreich, die aber 1965 geschlossen wurde.
  2. Die ersten beiden Äbte waren noch in der Pfarrkirche von Rogersville benediziert worden.

Daten:

Vest.: 1. Nov. 1972; Prof.: 8. Dez. 1974, 20. Aug. 1978; Sac.: 11. Nov. 1979; Abbas: el. 24. April 1995, ben. 8. Mai 1995, res. 21. Nov. 2002; Dev.: Ne rien préférer à l'amour du Christ (Regula Benedicti).

Werke:

Petite histoire de la communauté Notre-Dame du Calvaire, in: La Société historique acadienne, Les Cahiers, Vol 28, Nr 2 und 3, juin-septembre 1997, p. 134–144.

Literatur:

Chronik ND-du-Calvaire · Pichette, Robert: Il est heureux que nous soyons ici : les Cisterciens en Acadie : 1902–2002. Québec : Publications MNH, 2002 · Nekrolog

Zitierempfehlung: Guimond, Maurice, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 8.12.2015, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Guimond,_Maurice

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