Gummersbach, Gottfried

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Gottfried Gummersbach, Grabplatte im Altenberger Dom

Gottfried Gummersbach

Abt des Klosters Altenberg 1662–1679

* um 1600 Köln
† 30. Okt. 1679 Köln

Gottfried Gummersbach wurde um 1600 in Köln geboren. In die Zisterzienserabtei Altenberg eingetreten, war er 1626 Vizekustos und wurde 1633 Kellner (Cellerar). Als solcher wurde er am 4. März 1650 von der Klosterpforte weg von einer niederländischen Streifschar nach Orsoy verschleppt. Später wurde er Beichtvater (Confessar) im Zisterzienserinnenkloster St. Apern in Köln.

Am 17. Juli 1662 wurde er unter dem Vorsitz des Abtes Gottfried Broichhausen von Heisterbach als Nachfolger des verstorbenen Johannes Blanckenberg zum Abt gewählt, am 10. September bestätigt und am 29. Oktober benediziert. Während seiner gesamten Amtszeit war er auch Generalvikar des Ordens für Niederdeutschland und das Rheinland.

Da er 1672 wie die meisten Äbte dieser Gebiete wegen des herrschenden Krieges nicht zum Generalkapitel nach Cîteaux reisen konnte, wurde sein Bericht über den Zustand seiner Ordensprovinz dort verlesen. Aus demselben Grund nahm er im selben Jahr auch die Einkleidung von Novizinnen für das Kloster Hoven in Köln vor, weil eine Reise nach Zülpich zu gefährlich war. Am 17. November 1673 jedoch visitierte er mit Abt Vinzenz Weimers (Wenner) von Hardehausen dessen Tochterkloster Marienfeld bei Harsewinkel im Münsterland.

Dem Chronisten zufolge erwies sich Abt Gottfried in der Verwaltung seines eigenen Klosters als glücklich und umsichtig. Schwieriger und unangenehmeer waren die Aufgaben als Generalvikar in den adeligen Frauenklöstern Hoven und Benninghausen. Auch der Schwierigkeiten im Kloster Eberbach, in dessen innere Angelegenheiten sich der Mainzer Kurfürst eingemischt hatte, vermochte er nicht Herr zu werden.

Er starb am 30. Oktober 1679, achtzigjährig, im Altenberger Hof in Köln. Er hinterließ fragmentarische Aufzeichnungen über seine Amtsführung und die ihm zugeflossenen Gelder. Sein Nachfolger wurde Ägidius Siepen.

gge, Mai 2018


Daten:

Abbas: el. 17. Juli 1662, ben. 29. Okt. 1662.

Literatur:

Mosler, Hans: Das Erzbistum Köln 1: Die Cistercienserabtei Altenberg (Germania Sacra Neue Folge 2), Berlin/New York: De Gruyter, 1965, S. 175–177.

Normdaten:

GND: 17333394X · BEACON-Findbuch · GSN: 010-01379-001

Zitierempfehlung: Gummersbach, Gottfried, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 23.5.2018, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Gummersbach,_Gottfried