Maximilian Heim OCist
68. Abt von Heiligenkreuz 2011–2026; Präses der österreichischen Zisterzienserkongregation 2016–2025
* 14. April 1961 Kronach, Bayern
Maximilian (nach Maximilian Kolbe) Heim, Taufname Heinrich Josef, geboren 1961 in Kronach in Bayern, studierte nach dem Abitur in Kulmbach zunächst ab 1981 Theologie in Augsburg, ab 1982 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Heiligenkreuz. 1983 trat er ins Stift ein. Nach der Priesterweihe 1988 zunächst als Kaplan in Wiener Neustadt tätig, wurde er noch im selben Jahr mit drei Mitbrüdern zur Klostergründung nach Bochum entsandt.
Im 1989 gegründeten Priorat Stiepel war er als Kaplan und Kantor tätig und zeichnete verantwortlich für den Ausbau der Klostergründung. Zugleich nahm er an der Bochumer Ruhr-Universität ein Doktoratsstudium in katholischer Theologie auf. 1996 nach Heiligenkreuz zurückberufen, war er dort zunächst Kantors und Novizenmeister, zuständig auch für die wiederbelebten tschechischen Klöster Hohenfurt und Osek. 1999 wurde er Prior des Stiftes Heiligenkreuz. Zum 1. Oktober 2004 kam es schließlich zu einem Tausch: P. Christian Feurstein, bis dato Prior in Stiepel, wurde zum Prior und Novizenmeister von Heiligenkreuz ernannt, P. Heim zeitgleich als Prior nach Stiepel entsandt.
2004 promovierte er am Institut für Moraltheologie und Dogmatik der Universität Graz über die Ekklesiologie Joseph Ratzingers und wurde 2007 zum ordentlichen Professor für Fundamentaltheologie und Dogmatik (Ekklesiologie) an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz berufen. Eine besondere Rolle in Heims akademischem Profil spielt seine Beschäftigung mit Joseph Ratzinger. 2009 wurde er in den erweiterten Schülerkreis von Joseph Ratzinger / Benedikt XVI. berufen. 2011 erhielt Heim für sein Werk über Ratzingers Theologie den erstmals vergebenen Ratzinger-Preis der Vatikanischen Stiftung Joseph Ratzinger - Benedikt XVI.
Abtwahl unter der Leitung von Abtpräses Wolfgang Wiedermann (Zwettl) und Installation erfolgten am 10. Februar 2011. Damit verbunden war das Amt des Großkanzlers (lat. Magnus Cancellarius) der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz. Am 19. April 2011 erhielt er die österreichische Staatsbürgerschaft, am Ostermontag 2011 in einem von Kardinal Schönborn geleiteten Pontifikalamt die Benediktion durch Generalabt Mauro-Giuseppe Lepori.
Abt Maximilian übernahm einen Konvent mit Personalhöchststand (seit dem 15. Jahrhundert): 84 Mitglieder (63 feierliche und 14 zeitliche Professen, dazu 7 Novizen und mehrere Kandidaten). Während Heims Amtszeit setzte sich der Aufschwung von Kloster und Hochschule fort. Der Konvent wuchs auf mehr als 100 Mönche. 2015 wurde ein Erweiterungsbau für die Hochschule eröffnet. Hinzu kamen weitere Bildungsangebote und ein Studentenheim. 2018 wurde das Priorat Neuzelle in Brandenburg gegründet.
Am 26. Mai 2016 wählte ihn das Kongregationskapitel der österreichischen Zisterzienserkongregation als Nachfolger des altersbedingt zurückgetretenen Wolfgang Wiedermann zum Abtpräses. Dieses Amt legte er im August 2025 nieder, um sich auf die laufende Visitation des Stiftes fokussieren zu können (mit Wirkung 8. Oktober 2025 mit der Annahme durch das Kongregationskapitel). Gleichzeitig befand sich Heim wegen Herzproblemen vorübergehend in Spitalsbehandlung.
Am 14. September 2026, dem Fest der Kreuzerhöhung, legte Abt Maximilian sein Amt nieder.
gge, Feb. 2011
Daten:
Sac.: 30. April 1988 in Heiligenkreuz; Abbas: el. 10. Feb. 2011, ben. 25. April 2011, res. 14. Sep. 2026; Dev.: Cor ad cor loquitur (Das Herz spricht zum Herzen).Q.:
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