Heinrich, Bruno

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Bruno Heinrich OCist

Bruno Heinrich OCist

Abt des Zisterzienserstiftes Stams 1968–1970

* 30. Juni 1908 Altstadt, Sachsen
03. Feb. 1992 Bruck a.d. Leitha

Bruno Heinrich, Taufname Richard, wurde 1908 als achtes von neun Kindern in Altstadt in der Oberlausitz geboren. Sein Vater war dort Stellmacher und Bürgermeister. Nach der Schulzeit erlernte er das Tischlerhandwerk bei der Firma Müller in Rusdorf. 1927 ging er nach Österreich, legte am Aufbaugymnasium Horn sein Abitur ab und trat 1934 in das Zisterzienserkloster Stams in Tirol ein. Das Noviziatsjahr verbrachte er in Mehrerau, Philosophie und Theologie studierte er in Stams und Heiligenkreuz.

1937 wechselte Heinrich zur personellen Verstärkung des dortigen Konvents nach Stift Lilienfeld (NÖ), empfing 1939 im Dom zu St. Pölten die Priesterweihe und wurde Kaplan in Annaberg und Josefsberg. Dorthin kehrte er 1945 nach der Entlassung aus der russischen Kriegsgefangenschaft zurück. Von 1948 bis 1960 war er Prior in Lilienfeld und als Leiter des Bauamtes (1946–1959) für den Wiederaufbau der stark zerstörten Stiftsgebäude zuständig.

Am 21. November 1960 nach Stams zurückgekehrt, wurde er Prior in Meran-Untermais. 1968 zum Abt gewählt und von Generalabt Sighard Kleiner benediziert, trat er schon nach zwei Jahren zurück und arbeitete fortan in der Pfarre Neukloster in Wiener Neustadt (NÖ) mit. 1976 übernahm er die Pfarre Göttlesbrunn bei Bruck an der Leitha, wo er bis zu seinem Tod 1992 tätig war. Dort ist der Abt-Bruno-Heinrich-Platz nach ihm benannt, an dessen Rand er in einem kleinen Mausoleum beigesetzt ist.

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Daten:

Vest.: 6. Okt. 1934; Prof.: 7. Okt. 1935 (Stams), 25. Sep. 1938 (Lilienfeld); Sac.: 19. März 1939; Abbas: el. 9. Juli 1968, ben. 14. Sep. 1968, res. 2. Nov. 1970.

Auszeichnungen:

Konsistorialrat der Diözese St. Pölten (1952) · Ehrenbürger von Göttlesbrunn-Arbesthal (1988).

Literatur:

Dittrich, Michael: Abt Bruno Heinrich und Prior Eugen Müller: Zwei Zisterzienser aus St. Marienthal, in: Ora et Labora, Informationsblatt der Freunde der Abtei St. Marienthal, 44, Weihnachten 2011, S. 20–21 · Müller/Bertsch: Biographische Darstellung der Zisterzienser des Stiftes Lilienfeld 1891–1977. Lilienfeld 1977, S. 115 · Müller, Eugen: Profeßbuch des Zisterzienserstiftes Lilienfeld, St. Ottilien 1996, S. 413–414.

Zitierempfehlung: Heinrich, Bruno, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 4.1.2016, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Heinrich,_Bruno