Haydecker, Andreas

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

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Andreas Haydecker

Andreas Haydecker

Abt des Klosters Aldersbach 1579–1586

*   Wiesensteig, Lkrs. Göppingen
† 10. Aug. 1587

Andreas Haydecker oder Heydecker aus Wiesensteig war Professe des Zisterzienserklosters Kaisheim und Oberbursar ebenda als er 1577 als Administrator nach Aldersbach geholt wurde, um den wirtschaftlichen Niedergang der nach der Pestepidemie personell kaum noch existenten Abtei aufzuhalten. Außerdem sollte er – mit einem Kaisheimer Mitbruder – die klösterliche Liturgie erneuern. Nach dem Tod seines Vorgängers Bartholomäus Madauer 1579 wurde er dort Abt.

Er entließ mehrere Konventualen, den Schulmeister und den Torwächter, der ihn daraufhin als Konkubinarier verleumdete. Er nahm neue Religiosen auf und schickte einige zum Studium nach Ingolstadt, um wieder gelehrte Patres im Kloster zu haben. Er erwarb einen neuen silbernen Stab, ein Rauchfaß, ein Lavabo und andere liturgische Geräte. Er wurde Landtagsverordneter und Visitator der bayerischen Zisterzen. Als er älter und schwächer wurde, nahm er den gelehrten Mönch Johann Dietmayr vom Tochterkloster Fürstenfeld als Administrator auf und resignierte am 15. Oktober 1586.

Er starb am 10. August 1587; sein Epitaph befindet sich in der Klosterkirche.

gge, Okt. 2019


Daten:

Abbas: 1579, res. 15. Okt. 1586.

Literatur:

Lindner, Pirmin: Monasticon Metropolis Salzburgensis antiquae. Salzburg, 1908, S. 333 · Härtl, Michael: Zur Geschichte des Klosters Aldersbach IV, in: Verhandlungen des Historischen Vereins für Niederbayern 15 (1870), S. 85ff.

Normdaten:

· GSN: 019-01262-001

Zitierempfehlung: Haydecker, Andreas, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 24.10.2019, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Haydecker,_Andreas