Johnson, Bernard

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Bernard Johnson OCSO

Bernard Johnson OCSO

Abt der Zisterzienserabteien Vina 1968–1970 und Conyers 1990–2000; Generalprokurator OCSO 1977–1990

* 15. Juli 1925 Las Animas, Colorado, USA
† 21. Feb. 2017 Vina, Kalifornien, USA

Henry Albin Johnson wurde am 15. Juli 1925 auf dem Militärstützpunkt Fort Lyon in Las Animas, Colorado, geboren und wuchs in St. Louis, Missouri, auf. Seine Eltern hatten im Ersten Weltkrieg in der Armee gedient, der Vater als Kavallerist, die Mutter als Krankenschwester. Nach dem Abschluss an der High School trat Henry Johnson am 1. Juli 1943 in die US-Marine ein und begann im Herbst mit dem Studium an der Southeast Missouri State University, die er bis zum Herbst 1944 besuchte. Für seinen Einsatz im Zweiten Weltkrieg erhielt er mehrere Kriegsauszeichnungen.

Henrys Stiefbruder Neal war im September 1937 als fr. Placid in die Zisterzienserabtei strengerer Observanz Gethsemani in Kentucky eingetreten. Bei den Familienbesuchen dort lernte Henry Johnson den Abt Frederic Dunne kennen, der seine Berufung unterstützte. Im Mai 1946 ehrenhaft aus der Navy entlassen, bat er am 11. Juli 1946 – in Uniform – in der Zisterzienserabtei strengerer Observanz Holy Spirit[1] in Conyers, Georgia, um Aufnahme, wo er den hl. Bernhard von Clairvaux zum Namenspatron erhielt. Die feierliche Profess legte er am 7. Oktober 1951 ab und wurde am 28. November 1954 von Erzbischof Gerald P. O’Hara von Savannah zum Priester geweiht.

1958 begann er ein Postgraduiertenstudium in Rom und erhielt 1960 einen Magistergrad (Lizentiat) in Kirchenrecht an der Päpstlichen Universität Gregoriana. Nach Conyers zurückgekehrt übernahm er dort die Aufgaben des Studiendekans und des Cellerars. Im März 1967 wurde er in die Abtei New Clairvaux in Vina, Kalifornien, geschickt, um ein Seminar über Kirchenrecht zu halten, und wurde dort am 22. Februar 1968 zum (zweiten) Abt gewählt. 1970 zum Definitor für die englischsprachigen Klöster gewählt, legte er sein Amt nieder und ging 1971 nach Rom, wo er im Mai 1977 von Vincent Hermans das Amt des Generalprokurators übernahm. Als Kirchenrechtler arbeitete Johnson an der Ausarbeitung der neuen Konstitutionen des Zisterzienserordens strengerer Observanz mit, die 1990 vom hl. Stuhl approbiert wurden.

Am 12. Juli 1990 wurde er zum Abt seines Professklosters Conyers gewählt (mit damals noch 65 Mönchen) und stand ihm zehn Jahre lang vor. Nach Ablauf seiner Amtszeit übertrug er seine Stabilität (Klosterzugehörigkeit) wieder nach Vina, wo er siebzehn Jahre, bis zu seinem Tod, lebte.

Bernard Johnson starb am 21. Februar 2017 im Alter von 91 Jahren in New Clairvaux und wurde am 24. Februar auf dem Klosterfriedhof begraben.

gge, Jan. 2013, rev. Feb. 2017

  1. Damals noch unter dem Namen Holy Ghost.

D:

Prof.: 7. Okt. 1951; Sac.: 28. Nov. 1954; Abbas: el. 22. Feb. 1968, res. 1970 (Vina), el. 12. Juli 1990, res. 2000 (Conyers).

L:

Six to be Honored with Distinguished Service Award, www.semo.edu · Silver and Golden Jubilees at New Clairvaux, in: Gesta Monastica, News from the Abbey of New Clairvaux, Vol. 5, Issue 1, Winter 2005. · Keiser, Gretchen: Conyers' Abbot Grateful For Monastic Predecessors, in: The Georgia Bulletin, August 2, 1990 · Bulletin OCSO · Death of Dom Bernard Johnson, fifth abbot of Our Lady of the Holy Spirit Monastery (1925–2017), Necrology, Holy Spirit Abbey, Conyers, February 22, 2017.

Zitierempfehlung: Johnson, Bernard, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 29.7.2017, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Johnson,_Bernard

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