Klaschka, Udalrich

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Udalrich Klaschka OCist

Udalrich Klaschka OCist

Prior und Administrator der Abtei Hohenfurt

* 09. Juni 1901 Komarschitz, Böhmen [Komářice]
† 12. Mai 1987 Enzenbach, Steiermark

Udalrich Klaschka, Taufname Alois, wurde am 9. Juni 1901 in Komarschitz in Südböhmen als Sohn der Eheleute Franz Klaschka und Marie Woisetschläger geboren und in der Pfarre Driesendorf (Střížov) getauft. Am 1. August 1921 als Novize im Zisterzienserstift Hohenfurt eingekleidet, legte er am 9. August 1925 die feierliche Profess ab und wurde am 4. Juli 1926 von Bischof Dr. Šimon Bárta in der Kathedrale von Budweis zum Priester geweiht.

Nach der Priesterweihe war er zunächst Tschechischlehrer und Präfekt im Juvenat des Klosters und Kaplan in Driesendorf [Střížov], Payreschau [Boršov] und Malsching [Malšín]. Nach dem Studium der Landwirtschaft an der Universität für Bodenkultur in Wien wurde er 1931 Waldinspektor des Stiftes. Nach dem Anschluss der deutschen Randgebiete der Tschechoslowakei zum Deutschen Reich im Herbst 1938 musste er als Tscheche das Kloster verlassen.

Bis 1944 war er Pfarrer in Chanowitz (Chanovice). Mehrere Monate war er im Franziskanerkloster Sasmuk (Zásmuky) inhaftiert und erlebte das Kriegsende als Kaplan der Kirche St. Ludmilla in Weinberge [Vinohrady] in Prag. 1945 wurde er Stiftspfarrer in Hohenfurt. Er war die rechte Hand des Abtes Tecelin Jaksch beim Wiederaufbau des Konventes. Nach der Vertreibung des Abtes übernahm er die Leitung des Klosters als Administrator. Nach der Aufhebung des Kosters 1950 wirkte er kurz als Pfarrer in Hohenfurt und später als Waldarbeiter in St. Thoma [Sv. Tomáš] bei Hohenfurt. Am 26. Dezember 1950 flüchtete er über die Grenze nach Österreich, wo er sich im Stift Rein den anderen, ebenfalls geflohenen Hohenfurter Zisterziensern anschloss. Dort übernahm er (bis zuletzt) das Amt des Bursars (Rentmeister) und betreute vom Stift aus die Pfarren St. Pankrazen (1959–1964) und seit 1964 Stübing (1964–1967). Von 1967 bis 1979 hatte er das Amt des Subpriors inne.

1979 verlor er wegen Krankheit ein Bein, ging aber bis zuletzt seinen Tätigkeiten in der Pfarre Stübing nach. Er starb am 12. Mai 1987 im Krankenhaus Enzenbach und wurde am 16. Mai 1987 auf dem Ortsfriedhof Groß-Stübing beerdigt.

Klaschka hinterließ ein maschinengeschriebenes Manuskript mit Erinnerungen, das im Stiftsarchiv Rein aufbewahrt wird.

gge, April 2007, rev. Dez. 2017


Daten:

Vest.: 1. Aug. 1921; Prof.: 9. Aug. 1925; Sac.: 4. Juli 1926 (Budweis, Bf. Dr. Šimon Bárta).

Literatur:

P. Udalrich Alois Klaschka †, in: Glaube und Heimat, 1987, Nr. 7, S. 6.

Zitierempfehlung: Klaschka, Udalrich, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 22.12.2017, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Klaschka,_Udalrich