Kocik, Eustachy

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Eustachy Kocik OCist

Eustachy Kocik OCist

Abt von Wąchock 1996–2006, Präses der polnischen Zisterzienserkongregation 2000–2006

* 15. Jan. 1930 Janowice, Tarnów
† 20. März 2014

Eustachy Kocik, Taufname Gerard, geboren am 15. Januar 1930 in Janowice bei Tarnów, trat am 17. September 1951 in die Zisterzienserabtei Mogiła in Krakau ein und legte am 19. September 1952 die Profess ab. Nach dem Studium an der Jagiellonen-Universität in Krakau wurde er am 12. Dezember 1954 zum Priester geweiht und ging 1956 in das 1951 von Mogila aus wiederbegründete Kloster Wąchock. Am 11. März 1972 wurde er von der Katholischen Universität Lublin zum Doktor der Christlichen Philosophie promoviert. Im Oktober 1978 zog er in die USA, wo er bis 1996 in Marianna, Florida, Diözese Pensacola-Tallahassee, in der Gemeindearbeit tätig war. Er organisierte dort Pfarreien und baute Kirchen. Er hatte die polnische und die amerikanische Staatsbürgerschaft.

Von September 1996 bis November 2006 stand er dem Kloster Wąchock als Abt vor. Während seiner Amtszeit leitete er dort verschiedene Bau- und Restaurierungsarbeiten: Austausch der Dachkonstruktion und Dachkupfer, Umbau und Erweiterung der Elektroinstallation, Innenrestaurierung der Klosterkirche. Er war außerdem von 2000 bis 2006 Präses der polnischen Zisterzienserkongregation und vertrat als solcher die polnischen Zisterzienser auch auf nationaler und internationaler Ebene. 2006 trat er wegen Überschreitens der Altersgrenze zurück.

Für sein Wirken erhielt er mehrere in- und ausländische Auszeichnungen und Ehrungen, u.a. verlieh ihm das polnische Ministerium für Kultur und Nationalerbe 2006 die silberne Medaille Gloria Artis für Verdienste um die Kultur. Die Stadt Wąchock verlieh ihm die Ehrenbürgerwürde. Ein Nachruf würdigt ihn als Mann der Tat, klug, freundlich, unkompliziert, redegewandt und voller Sinn für Humor.

Er starb am 21. März 2014 nach langer Krankheit und wurde am 24. März 2014 auf dem Pfarrfriedhof beigesetzt.

Sein Bruder Lukas Kocik CSsR arbeitet als Missionar in Brasilien.

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Daten:

Vest.: 17. Sep. 1951; Prof.: 19. Sep. 1952; Sac.: 12. Dez. 1954; Abbas: el. 14. Sep. 1996, ben. 13. Okt. 1996; res. 24. Nov. 2006.

Bibliographie:

Ingenio et humilitate : studia z dziejów zakonu cystersów i Kościoła na ziemiach polskich : dedykowane Ojcu Opatowi dr. Eustachemu Gerardowi Kocikowi OCist / redakcja, Andrzej M. Wyrwa. Poznań-Katowice-Wąchock: Biblioteka Śląska, 2007 [Festschrift zum 75. Geburtstag].

Literatur:

Nachruf.

Normdaten:

GND: 136593402 · BEACON-Findbuch

Zitierempfehlung: Kocik, Eustachy, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 27.3.2014, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Kocik,_Eustachy