Die Zisterzienserkongregation San Bernardo, span. Congregacion Cisterciense de San Bernardo, lat. Congregatio Monialium Cisterciensium de S. Bernardo (CCSB), ist ein Zusammenschluss mehrerer spanischer Zisterzienserinnenklöster. Die Kongregation wurde 1994 gegründet und ist dem Orden der Zisterzienser der strengeren Observanz (OCSO) angeschlossen. Sie ist nicht zu verwechseln mit der kastilischen Kongregation vom Hl. Bernhard, die zum Zisterzienserorden der allgemeinen Observanz (OCist) gehört.
Geschichte
Rund 20 spanische Zisterzienserinnenklöster, die seit 1898 dem Zisterzienserorden der strengeren Observanz (OCSO) verbunden waren, jedoch unter bischöflicher Jurisdiktion standen, schlossen sich am 12. Dezember 1954 – vier Jahre nach Veröffentlichung der Apostolischen Konstitution „Sponsa Christi“ vom 21. November 1950 – zur Federación de Monjas Cistercienses de la Regular Observancia de San Bernardo en España zusammen, nach dem führenden Kloster Las Huelgas in Burgos landläufig auch Föderation von Las Huelgas genannt. Am 30. November 1955 fand im Kloster Las Huelgas die erste Versammlung statt, an der Generalabt Gabriel Sortais sowie alle spanischen Äbte teilnahmen. Dabei wurde Rosario Díaz de la Guerra zur ersten Föderationspräsidentin gewählt und vom Generalabt bestätigt und eingeführt.
Das erste Generalkapitel fand am 8. Dezember 1955 statt. Dabei wurde das Dekret des Heiligen Stuhls verlesen, mit dem die Statuten genehmigt wurden. Am 20. Januar 1956 ernannte der Heilige Stuhl einen Mönch des spanischen OCSO zum Assistenten der Föderation.
Auf ihrem neunten Generalkapitel 1985 wählte die Föderation María Jesús Fernández Estalayo zur Präsidentin. Bei dieser Gelegenheit war Generalabt Ambrose Southey anwesend. 1992 wurde die Präsidentin der Föderation als Mitglied mit eigenem Stimmrecht in die spanische Regionalkonferenz des Ordens aufgenommen. Es kam jedoch nicht zu einer Eingliederung, sondern durch Dekret der vatikanischen Ordenskongregation vom 8. Dezember 1994 zur Erhebung der Föderation in den Status einer selbständigen Kongregation, die dem OCSO assoziiert ist und deren Kongregationsoberin der Spanischen Klosterregion der Strengeren Observanz angehört. Am 27. August 1995 leitete Generalabt Bernardo Olivera die Wahl der ersten Äbtissin-Präsidentin der Kongregation: M. Maria Jesús Fernández. Als Zeugen waren Dom Benito Ramos und D. Armand Veilleux anwesend.
Gegenwart
Die Kongregation umfasste bei ihrer Gründung 27 Klöster, von denen heute nur noch 23 bestehen; 22 in Spanien[1], eine in Peru (Lurín). Sie steht unter der Leitung einer Äbtissin Präses, seit 2026 Pilar Avellaneda Ruiz.
Präsidentinnen der Föderation bzw. Kongregation
- Rosario Díaz de la Guerra (Las Huelgas) 1955–1985
- María Jesús Fernández Estalayo 1985
- Angelines de Frutos Benito (Las Huelgas) 2013–2026
- Pilar Avellaneda Ruiz (La Encarnación, Córdoba) seit 2026
gge, Sept. 2026
- ↑ Vier davon befinden sich in Burgos: das Kloster Santa María la Real de Las Huelgas, das Kloster San Bernardo, das Kloster Villamayor de los Montes sowie das Kloster der Zisterzienserinnen von Calatrava.