Konrad von Bayern

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Konrad von Bayern

Konrad von Bayern

Zisterzienser der Abtei Morimond, später Clairvaux

* um 1105 Bayern
† 17. März 1154/55[1] Modugno b. Bari, Italien

Konrad war ein Sohn Herzog Heinrichs IX., des Schwarzen, von Bayern und der Wulfhilde, Tochter des sächsischen Herzogs Magnus Billung. Zur geistlichen Laufbahn bestimmt, wurde er dem Erzbischof von Köln zur Erziehung und Ausbildung übergeben. Nach dem Studium folgte er ohne Wissen seiner Familie Abt Arnold von Morimond, der sich zur Gründung des Klosters Kamp im Rheinland aufhielt, nach Frankreich und trat in Morimond ein.

1124 gehörte er zu der Gruppe wohl vorwiegend deutscher Mönche, die mit Abt Arnold eigenmächtig Morimond verließen, um ein Kloster im Hl. Land zu gründen. Nachdem Bernhard im Namen Stephan Hardings die Pilgerfahrt untersagt hatte und Arnold 1125 in Flandern gestorben war, kehrte Konrad zunächst in sein Elternhaus zurück (Eberl/Zisterzienser 97). Nach einem Aufenthalt in Clairvaux zog er um 1151 doch noch als Eremit ins Hl. Land. Er starb auf der Rückreise 1154/55 in Süditalien. Seine Reliquien werden in der Kathedrale zu Molfetta aufbewahrt.

Gregor XVI. bestätigte Konrads Verehrung 1834. Sein Gedenktag im Orden ist der 14. Februar.

gge


Bibliographie:

Adolf Dietrich: Der selige Konrad von Bayern. In: Cist.Chron. XXVI 1914, S. 33–41, 68–78, 104–109 · Walter Troxler: Art. Konrad von Bayern. In: BBKL IV (1992) Sp. 384–385 · Gerhard B. Winkler: Art. Konrad v. Bayern. In: LThK³ 6 (2006) Sp. 275.

  1. n. L. Grill, F. Gastaldelli schon 1126/27

Zitierempfehlung: Konrad von Bayern, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 17.12.2010, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Konrad_von_Bayern