Löffler, Adrian

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Adrian Löffler

Adrian Löffler

Abt des Klosters Reifenstein 1755–1769

† 2. Feb. 1769 Reifenstein

Adrian Löffler wurde am 25. November 1755 von den 24 wahlberechtigten Kapitularen unter der Führung des Priors Robert Kaufhold und unter dem Vorsitz des kurfürstlichen Kommissars Huth zum Abt des Klosters Reifenstein gewählt und am 5. Januar 1756 von Kurfürst Johann Friedrich Karl von Ostein bestätigt. Auf die Aufstellung eines Inventarverzeichnisses, wie es sonst überlicherweise bei der Erledigung des Abtstuhles durch den Kommissar vorgenommen wurde, wurde diesmal als besondere kurfürstliche Gunst verzichtet.

In Adrian Löfflers Regierungszeit fiel der Siebenjährige Krieg, Wie das ganze Eichsfeld hatte auch Reifenstein unter Einquartierungen, Kontributionen und Brandschatzungen zu leiden. 1763 musste es dem Nonnenkloster Altmünster in Mainz 2646 Taler und 30 Kreuzer leihen. Diese Bedrängnisse beeinträchtigten auch das Fest zum 600jährigen Gründungsjubiläum des Klosters, dass am 22. August 1762 – und noch weitere sieben Tage – gefeiert wurde und zu dem die Sakrementenempfänger einen vollkommen Ablass erhielten. Die Festpredigt hilet der Pfarrer von Geisleden, Johann Friedrich Mande.

Abt Adrian segnete am 2. Februar 1769 das Zeitliche, nachdem er noch kurz vorher mit dem Bau eines neuen Dormitoriums begonnen hatte.

gge, Jan. 2019


Daten:

Abbas: el. 25. Nov. 1755.

Literatur:

Knieb, Philipp: Zur Geschichte des ehemaligen Zisterzienser- Klosters Reifenstein, in: Unser Eichsfeld 9, Heiligenstadt 1914, S. 8–26, 103–119, 191–245.

Zitierempfehlung: Löffler, Adrian, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 17.1.2019, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/L%C3%B6ffler,_Adrian