Lang, Robert

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Robert Lang

Robert Lang

30. Abt des Stiftes Neukloster 1707-1728

* 09. Nov. 1656 Kleinhöflein im Burgenland
† 20. Mai 1730 St. Lorenzen am Steinfeld (Ternitz)

Robert II. Lang wurde am 9. November 1656 im damals zu Deutsch-Westungarn gehörenden Kleinhöflein im Burgenland geboren. 1678 legte er im Zisterzienserstift Neukloster in Wiener Neustadt die Profess ab und feierte am 4. Mai 1681 seine Primiz. Als Prior wurde er am 9. April 1701 unter dem Vorsitz des Vaterabtes Jakob Zwigott von Rein zum Abt gewählt und am 8. Mai 1701 von Generalvikar Gerhard Weixelberger in Heiligenkreuz infuliert. Wahlassistenten waren die Äbte Gerhard Weixelberger und Sigmund Braun von Lilienfeld gewesen.

Schon bald nach seinem Amtsantritt verkaufte Abt Robert am 2. Februar 1708 das alte Stiftshaus in Wien und erwarb stattdessen am 4. Mai den neuen Neustädter Hof ebenda. Im selben Jahr erhielt er von Kaiser Josef I. die Bestätigung der Stiftsprivilegien. 1709 kaufte er ein Haus in Pfaffstätten mit mehreren Grundstücken, um die Weine der Stiftsweingüter selber keltern und lagern zu können 81730 wieder verkauft). Im selben Jahr ließ er den Klostertrakt für die Bibliothek und das Vestiarium neu erbauen und 1712 die Räume der Geistlichen wölben. weitere Bauarbeiten wurden vorerst durch die Ungarnaufstände und die Pestepidemie, die 1713 auch Wiener Neustadt erreichte, unmöglich gemacht, weil die in Ungarn liegenden Stiftsweingärten verwüstet und nicht mehr erreichbar waren. Erst 1719 konnte Abt Robert wieder Grundstücke kaufen, das Klostergebäude neu eindachen und 1723/24 das Prälaturgebäude im nordöstlichen Teil des Klosters errichten lassen, dem sein Nachfolger Benedikt Hell ein Stockwerk hinzufügen ließ.

1728 resignierte Abt Robert aus Altersgründen und zog sich auf den Strelzhof zurück. Später übersiedelte er in den Pfarrhof von St. Lorenzen, wo er am 20. Mai 1730 starb und in der Pfarrkirche bestattet wurde. 1736 wurden seine Gebeine nach Neukloster überführt. Ihm folgte für kurze Zeit Raimund Jungwirth.

gge, Juni 2018


Daten:

Prof.: 1678; Prim.: 4. Mai 1681; Abbas: el. 9. April 1707.

Literatur:

Schwindel, Bernhard: Topographie des Erzherzogthums Oesterreich. 13 (=1/9). Das Cisterzienser-Stift in Neustadt. Wenedikt, Wien 1835 · Kluge, Benedikt: Das Neukloster in Wiener-Neustadt, in: Sebastian Brunner (Hrsg.): Ein Cistercienserbuch. Wien: Woerl, 1881, S. 220–279.

Zitierempfehlung: Lang, Robert, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 28.6.2018, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Lang,_Robert