Leeb, Nivard

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Nivard Leeb

Nivard Leeb

Loew, Lew, Leew

Abt des Klosters Gotteszell Januar bis Juli 1777

* 19. März 1719 Dorfen
† 22. Juli 1777 München

Nivard Leeb, Taufname Joseph Anton, ein Lehrersohn aus Dorfen bei Erding, besuchte das Wilhelmsgymnasium in München (Abschluss 1738) und legte am 15. November 1742 in der niederbayerischen Zisterzienserabtei Gotteszell die Profess ab. Am 9. Mai 1745 feierte er seine Primiz, war dann Chorregent, Pfarrer, Ökonom und zuletzt Prior.

Am 20. Januar 1777 wurde er unter der Leitung des Geheimrates und Geistlichen Ratsdirektors Karl von Bachiery und des geistlichen Rates von Steeb aus München als weltliche Wahlkommissare und des Abtes Theobald Reitwinkler von Aldersbach zum Abt gewählt. Skrutatoren waren die Äbte Lambert Kraus OSB von Metten und Ignaz Krenauer von Niederaltaich.

Zum Zeitpunkt der Wahl hatte das Kloster mit 20 Priestermönchen, vier Klerikerbrüdern und einem Laienbruder wohl seinen Personalhöchststand. Jedoch waren die finanziellen Verhältnisse wenig günstig; die staatlichen Wahlkommissare stellten eine Überschuldung von 6.000 Gulden fest und bemerkten anhand der Rechnungsbücher, dass die Ausgaben der letzten zehn Jahre immer die Einnahmen überschritten haben. Der neugewählte Abt Nivard beantragte deshalb bei der Regierung erfolgreich den Erlass eines Teiles der Wahltaxen.

Er starb schon am 22. Juli desselben Jahres in München, wohin er sich in Klosterangelegenheiten begeben hatte. Sein Leichnam wurde nach Gotteszell überführt und in der Klosterkirche bestattet, wo ein Epitaph an ihn erinnert. Nachfolger wurde Marian Plötz.

gge, Sep. 2019, rev. Nov. 2019


Daten:

Prof.: 15. Nov. 1742; Prim.: 9. Mai 1745; Abbas: el. 20. Jan. 1777.

Literatur:

Lindner, Pirmin: Monasticon metropolis Salzburgensis antiquae : Verzeichnisse aller Aebte und Pröpste der Klöster der alten Kirchenprovinz Salzburg. Salzburg : Pustet, 1908 · Eberl, Anton: Geschichte des ehemaligen Zisterzienserklosters Gotteszell im Bayerischen Wald. Deggendorf : Nothhaft, 1935; erweiterte Neuauflage 2019, bes. S. 92.

Zitierempfehlung: Leeb, Nivard, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 2.12.2019, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Leeb,_Nivard