Lenga, Eugen

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Eugen Lenga

Eugen Lenga

Abt des Zisterzienserklosters Himmelwitz 1714–1731

† 25. Mai 1731

Eugen Lenga, geboren in Rauden, war seit 1707 Beichtvater im Frauenkloster Trebnitz als er am 22. Oktober 1714 zum Abt von Himmelwitz gewählt wurde. Bei seiner Wahl assistierte Abt Bernhard Czernek von Rauden. Die Bestätigung des Ordens gab Generalabt Edmond de La Croix noch im selben Jahr, die kaiserliche Bestätigung folgte 1715. Da eine Reise nach Cîteaux nicht möglich war, erhielt er erst am 30. April 1724 in Heinrichau durch den dazu bevollmächtigten Weihbischof Elias von Sommerfeldt die Benediktion, gemeinsam mit dem dortigen Abt Anton Niklas.

1718 assistierte Abt Eugen bei der Wahl des Raudener Abtes Josef von Strachwitz und hielt auch das Hochamt. Im Mai desselben Jahres nahm er am Landtag in Ratibor teil. 1720 installierte er in Vertretung des erkrankten Abtes Josef den neuen Landeshauptmann Karl Heinrich Graf Sobeck beim Landtag in Oppeln.

Nach der Resignation des Generalvikars Ludwig Bauch von Leubus 1728 ernannte Generalabt Andoche Pernot Abt Eugen zum Nachfolger, was zu Unmut und Protesten bei den Mitäbten führte, die es ablehnten, sich vom Abt der kleinsten und ärmsten schlesischen Zisterze visitieren zu lassen (Grüger Orden der Zisterzienser, S. 132). Abt Eugen bekleidete dieses Amt aber nur zwei Jahre, da er am 25. Mai 1731 starb. Zu seinem Nachfolger wurde der Subprior Ludwig Herde gewählt.

gge


Daten:

Abbas: el. 22. Okt. 1714, ben. 30. April 1724.

Literatur:

Weltzel, Augustin: Das Fürstliche Cistercienserstift Himmelwitz. Breslau 1895, S. 90–103 (Separatdruck aus dem Schlesischen Pastoralblatt XIII 1892, No. 6–21 und XIV 1893, No. 5–20.) · Grüger, Heinrich: Himmelwitz, Zisterzienserabtei, in: Jahrbuch der schlesischen Friedrich-Wilhelm-Universität zu Breslau 22 (1981), S. 50–61 · Ders.: Der Orden der Zisterzienser in Schlesien (1175-1810). Ein Überblick (Schlesisches Klosterbuch, Tl. 8), in: Jahrbuch der schlesischen Friedrich-Wilhelm-Universität zu Breslau 23, 1982, S. 84–145.

Zitierempfehlung: Lenga, Eugen, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 19.1.2017, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Lenga,_Eugen