Lerond, Patrice

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Patrice Lerond

Patrice Lerond OCist

3. Abt von Lérins 1911–1917

* 13. Okt. 1837 Peltre, Moselle, Frankreich
† 24. Juli 1917 Brasilien

Charles Lerond wurde 1837 in Peltre im Bistum Metz geboren und trat nach den philosophischen Studien in das Noviziat der Oblatenmissionare (OMI) des hl. Eugen von Mazenod in Nancy ein (31. Okt. 1859). Von 1860 bis 1862 war er Student in Montolivet und legte am 17. Februar 1861 vor Mgr Hippolyte Guibert, Erzbischof von Tours, die Oblation ab. Am 5. Juli 1863 wurde er in Autun zum Priester geweiht und 1895 in Rom in Kirchenrecht promoviert.

Nach Frankreich zurückgekehrt, war er bis 1877/78 Professor am Priesterseminar von Fréjus, mit Ausnahme während des Deutsch-Französischen Krieges 1870–1871, wo er in Notre-Dame-de-l’Osier im Bistum Grenoble tätig war. Von 1879 bis 1887 war er Professor am Priesterseminar in Ajaccio, dann bis 1894 im Scholastikat in Lüttich. Von 1894 bis 1896 war er Kaplan im Hôpital Saint-Joseph der katholischen Fakultät in Lyon, von 1896 bis 1899 Kaplan am Heiligtum Notre-Dame-de-la-Garde und von 1899 bis 1905 Superior in Vico. 1905 holte ihn der Generalsuperior Cassien Augier nach Rom.

Mit Schreiben vom 14. Oktober 1906 an den neugewählten Generaloberen Lavillardière bat Pater Lerond um Dispensation von seinen Gelübden, um in die Zisterzienserabtei Lérins eintreten zu können, was ihm der Generalrat mit Datum 17. Oktober 1906 gewährte. Am 6. Januar 1907 wurde er als père Marie-Patrice eingekleidet, legte am 6. Januar 1911 die feierliche Profess ab und wurde am 21. August desselben Jahres zum Abt gewählt. Er starb am 24. Juli 1917 in Brasilien, wohin er gereist war, um die Möglichkeiten einer Filialgründung zu sondieren.

Wegen des Ersten Weltkriegs blieb der Abtstuhl von Lérins nach Leronds Tod zwei Jahre vakant. Erst 1919 wurde mit Léonce Granet wieder ein Abt gewählt.

gge


Daten:

Sac.: 5. Juli 1863; Vest.: 6. Jan. 1907; Prof.: sol. 6. Jan. 1911; Abbas: 21. Aug. 1911.

Literatur:

Dictionnaire historique OMI, Bd. 1, 276 [1].

Zitierempfehlung: Lerond, Patrice, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 17.1.2016, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Lerond,_Patrice