Dominique du Ligondès
Abt der Zisterzienserabtei Sept-Fons 1969–1979
* 1. Jan. 1927 Saint-Bonnet-de-Rochefort (Allier)
† 20. Dez. 1979 Sept-Fons, Diou (Allier)
Dominique du Ligondès, Taufname Raoul, stammte aus adeliger Familie. Er wurde am 1. Januar 1927 als Sohn von François du Ligondès (1884–1957) und Marie de Roquefeuil (1894–1982) in Saint-Bonnet-de-Rochefort (Allier) geboren. Nach seiner Schulzeit in Sainte-Marie de Riom trat er am 6. Juli 1945 in die Zisterzienserabtei strengerer Observanz („Trappisten“) Sept-Fons ein.
Am 15. August 1945 wurde er als Novize eingekleidet; am 20. August 1947 legte er die einfache Profess ab, am 20. August 1951 die feierliche Profess; am 24. April 1955 empfing er von Bischof Jacquin von Moulins die Priesterweihe. Nach einem Studienaufenthalt in Rom (Lizentiat in Theologie und Hl. Schrift, 1960–1963) lehrte er im Kloster Heilige Schrift und wurde zum Prior ernannt. Am 27. Februar 1969 wurde er unter dem Vorsitz des Abtes von Cîteaux (Jean Chanut) zum Abt von Sept-Fons gewählt und am 1. Mai 1969 benediziert.
Abt Dominique war ein gebildeter Mann, doch ihm fehlte das Temperament eines Reformers und er verspürte keine Berufung zur Leitung einer Gemeinschaft. Zehn Jahre lang erfüllte er sein Amt „aus Pflichtgefühl“. Interne Spaltungen und eine Welle von Austritten (etwa fünfzehn Personen) traumatisierten den Abt zutiefst; er starb schließlich unerwartet an einem Herzinfarkt, am 20. Dezember 1979.
„Als ein Mann von großer Schlichtheit verstand er es, sich selbst nicht allzu wichtig zu nehmen, und in einer Haltung vollkommener Hingabe erwartete er den Tod, den er bereits seit zwei Jahren hatte kommen sehen“, heißt es im Nachruf.
Nach Dom Dominiques Tod wurde das Kloster zunächst ein Jahr lang von François de Sales Berthet als Apostolischem Administrator geleitet, bis im Dezember 1980 mit Patrick Olive wieder ein Abt aus den eigenen Reihen gewählt werden konnte.
gge, Juli 2026
Daten:
Vest.: 15. Aug. 1945; Prof.: 20. Aug. 1947, 20. Aug. 1951; Sac.: 24. April 1955; Abbas: el. 27. Feb. 1969, ben. 1. Mai 1969.Literatur:
La Documentation catholique Band 51 (1969), S. 386 · Hervieu-Léger, Danièle: Le temps des moines: Clôture et hospitalité. Presses Universitaires de France, 2017, Kapitel 10. L’énigme des « traditionnalistes », S 567–614 · Angaben aus Sept-Fons.Vorlage:Page.name: LIGONDÈS, Dominique OCist – Biographia Cisterciensis
