Lumcer, Justina

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Justina Lumcer

Justina Lumcer OCSO

Äbtissin der Abtei Maria Frieden in Dahlem 1987–1993 und 2004–2008

* 22. Mai 1942 Vsetín, Tschechoslowakei
08. Aug. 2018 Dahlem

M. Justina Lumcerova wurde 1942 in Mähren geboren, wuchs als Einzelkind im Kommunismus auf, studierte in Prag Medizin, promovierte und wurde Fachärztin in einer Lungenklinik. Nach dem Prager Frühling flüchtete sie mit ihrem Mann Edmund aus der Tschechoslowakei in die USA, später nach Deutschland. Sie absolvierte in München die Weiterbildung zur Fachärztin für Lungenheilkunde. Nach dem frühen Tod ihres Mannes gab sie ihre Stellung als Oberärztin in Mainz auf und trat am 26. Februar 1978 in das Kloster Maria Frieden in Dahlem ein.

Sie war in der Paramentenwerkstätte, im Haushalt und in der Krankenabteilung (Infirmarium) tätig, ehe sie im Herbst 1984 zur Oberin ernannt und 1987 zur Äbtissin gewählt wurde. Aus Gesundheitsgründen stellte sie sich 1993 nicht zur Wiederwahl, sondern übernahm nach einer Erholungspause wieder den Dienst als Infirmarin und Subpriorin.

Am 15. Januar 2004 wurde sie unter dem Vorsitz von Abt Bruno Gooskens von Mariawald erneut für sechs Jahre zur Äbtissin gewählt und noch am selben Tag in ihr Amt eingesetzt. Die Benediktion (Äbtissinnenweihe) hatte sie schon zu Beginn ihrer ersten Amtszeit als Äbtissin durch den damaligen Generalabt Ambrose Southey empfangen.

Zum 18. Februar 2008 trat sie wegen schwerer Krankheit (Alzheimer) von ihrem Amt zurück.

gge, rev. Aug. 2018


Daten:

Prof.: sol. 1984.

Q.:

Cistercienser Chronik 2004 · Nachruf, Abtei Maria Frieden.

Zitierempfehlung: Lumcer, Justina, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 25.8.2018, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Lumcer,_Justina