Martin, Edmund

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Edmund Martin

Edmund Martin

42. Abt des Zisterzienserklosters Bildhausen 1770–1786

* 23. Dez. 1718 Neustadt an der Saale
† 17. Sep. 1786 Münnerstadt

Edmund Martin, Taufname Michael, wurde am 23. Dezember 1718 als Sohn bürgerlicher Eltern in Neustadt an der Saale geboren. Er begann am 3. Februar 1741 in der Zisterzienserabtei Bildhausen das Noviziat und primizierte am 16. Mai 1745. Am 3. Juli 1770 zum Abt gewählt, wurde er am 14. Oktober 1770 in der Hofkirche zu Würzburg benediziert.

Abt Edmund war nach dem Klosterchronisten ein liebenswürdiger Mensch, in wirtschaftlichen Dingen aber völlig überfordert. Das zeigte sich vor allem in der planlosen Abholzung der Klosterwälder und der Überschuldung, mit der er die Abtei hinterließ. Einen systematischen Aufforstungs- und Abholzungsplan aufzustellen war in den 1780er Jahren die Aufgabe und das Verdienst seines Kanzleidirektors und Nachfolgers Nivard Schlimbach und des Bursars P. Josef Dettelbacher.

Abt Edmund starb am 17. September 1786 an Schwäche, zu der sich nach einem siebenwöchigen Krankenlager eine Brustentzündung gesellte.

gge, Mai 2018


Daten:

Vest.: 3. Feb. 1741; Prim.: 16. Mai 1745; Abbas: el. 3. Juli 1770, ben. 14. Okt. 1770.

Literatur:

Rost, Johann Wilhelm: Geschichte der fränkischen Cisterzienser-Abtei Bildhausen. Aus handschriftlichen Urkunden. Würzburg 1852 · Schnell, Otto: Personalstand der Cistercienser-Abtei Bildhausen während der Zeit ihres Bestandes, in: Archiv des Historischen Vereins von Unterfranken und Aschaffenburg Bd. 30, Würzburg 1887, S. 135–172.

Zitierempfehlung: Martin, Edmund, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 15.5.2018, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Martin,_Edmund