Molitor, Valentin

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Valentin Molitor

Valentin Molitor

Abt des Zisterzienserklosters Eberbach 1600–1618

* um 1563 Rauenthal
† 19. Jan. 1618[1]

Valentinus Molitor wurde um 1563 in Rauenthal geboren. Sein Werdegang innerhalb des Eberbacher Konvents ist unbekannt. Nach dem Tod des Abtes Philipp Sommer wurde er am 25. Juni 1600 unter dem Vorsitz des Abtes Ambrosius Schneidt vom Kloster Himmerod zum Abt gewählt, bald darauf bestätigt und am 14. Oktober 1601 benediziert.

Während seines Abbatiats erfolgten Visitationen des Erzbischofs und des Generalkapitels. In den Jahren 1608 bis 1613 schenkte er dem Mainzer Erzbischof und dem Herzog Wilhelm von Bayern einige Reliquien, wohl um sich deren Wohlwollen zu erwerben oder zu sichern. Unter seiner Leitung wurden Erneuerungsarbeiten innerhalb der Abtei durchgeführt und u.a. ein neuer Hochaltar aufgestellt, dessen Inschrifttafeln erhalten sind. Eine 1617 einsetzende, nicht näher bekannte Erkrankung führte zu Jahresbeginn 1618 zu seinem Tod. Er wurde im Kapitelsaal bestattet; seine Grabplatte befindet sich heute in der Klosterkirche Eberbach. Sein Nachfolger wurde Leonhard Klunckard.

gge, Nov. 2019

  1. nach Ersch/Gruber, Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste, 1837, am 16. Februar 1618.

Daten:

Abbas: el. 25. Juni 1600, ben. 14. Okt. 1601.

Literatur:

Staab, Josef: Abt Valentinus Molitor aus Rauenthal, in: Rauenthaler Geschichte(n), Band 4, 2013, ISBN: 9783844245677 · Ders.: Valentinus Molitor aus Rauenthal 44. Abt von Eberbach (1600–1618), in: Rheingau Forum, Heft 2/2000, S. 12 ff. · Bär, Hermann: Diplomatische Geschichte der Abtei Eberbach im Rheingau, Band 1, Wiesbaden 1855.

Zitierempfehlung: Molitor, Valentin, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 7.11.2019, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Molitor,_Valentin