Niklas, Anton

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Anton Niklas

Anton Niklas OCist

Abt der Zisterzienserabteien Heinrichau und Zirc 1723–1724

* 11. Juli 1685 Strehlen
† 15. Jan. 1729 Darmstadt

Dr. Anton (Johann Ludwig) Niklas, geboren am 11. Juli 1685 in Strehlen als Sohn des kaiserlichen Rates Georg Franz Niclassi und der Eleonore Christine geb. von Volker (eine Konvertitin), Ausbildung in Strehlen, Neisse, Breslau und bei den Jesuiten in Wien, am 8. Dez. 1706 Profess in Heinrichau.

Theologiestudium in Olmütz, dort Magister und Licentiatus theol.; am 20. Sep. 1710 Priesterweihe, danach Professor der Theologie und Philosophie und fünf Jahre Stiftsprior in Heinrichau; am 20. Jan. 1723 zum Abt gewählt, am 25. Feb. 1723 Abt von Zirc.

Im Sommer 1723 als Visitator in Ungarn, wo er Pápa, das zerstörte Zirc, den Badacsony und die Puszta im Mezöföld besuchte und dort – weil es noch keine Häuser gab – in Erdhöhlen serbischer Viehhirten übernachtete.

Am 12. Sep. 1724 als Abt resigniert, ging er als Mönch in das Zisterzienserkloster (strengerer Observanz) Düsselthal bei Düsseldorf. 1725 konvertierte er in Gießen zum Protestantismus und wurde 1726 Stadtprediger in Darmstadt. Dort starb der Exabt am 15. Januar 1729 und wurde am 17. Januar in der Totenkapelle der Stadtkirche begraben.

Niklas war zweimal verheiratet. Sein Name wurde später auf Anordnung des Generalkapitels aus der Liste der Äbte von Heinrichau und Zirc gestrichen.

gge


Daten:

Prof.: 8. Dez. 1706; Sac.: 20. Sep. 1710; Abbas: el. 20. Jan. 1723, res. 12. Sep. 1724.

Q.:

Grüger, Heinrich: Die Bilder der Äbte von Heinrichau. In: Schlesien 30.3 (1985) 139–147.

Zitierempfehlung: Niklas, Anton, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 14.8.2011, URL: http://www.biocist.org/wiki/Niklas,_Anton