Nimmervoll, Dominik

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Dominik Nimmervoll

Dominik Nimmervoll OCist

72. Abt des Stiftes Stift Wilhering 1977–1991

* 24. Jan. 1939 Zwettl an der Rodl, Oberösterreich

Dominik Nimmervoll, Taufname Josef, wurde am 24. Januar 1939 als ältestes Kind des Landwirtes Ferdinand Nimmervoll (1897–1957) und seiner Ehefrau Anna, geborene Katzmair (1903–1977) in Langzwettl 15, Gemeinde Zwettl an der Rodl, geboren. Er hat drei jüngere Schwestern.

Nach dem Besuch der Volksschule in Zwettl 1946 bis 1949 kam er an das Stiftsgymnasium des Zisterzienserstifts Wilhering, wo er 1957 mit Auszeichnung maturierte. Im selben Jahr trat er in das Noviziat ein. Von 1958 bis 1959 studierte er Theologie im Priesterseminar Linz und von 1959 bis 1963 an der Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck. 1963 wurde er in der Jesuitenkirche zu Innsbruck von Bischof DDr. Paulus Rusch zum Priester geweiht.

Am 9. Oktober 1963 begann er ein Lehramtsstudium der Fächer Deutsch und Englisch an der Universität Wien. Von 1964 bis 1965 studierte er Englisch an der University of Notre Dame in Indiana, USA. Am 19. Dezember 1969 wurde er an der Universität Wien zum Dr. phil. promoviert und legte am 24. November 1970 die Lehramtsprüfung für Deutsch und Englisch als Hauptfächer an Höheren Schulen ab.

Danach unterrichtete er von 1970 bis 1986 am Stiftsgymnasium Wilhering und war von 1970 bis 1977 Kooperator excurrendo in Oberneukirchen und Waxenberg. 1977 wurde er zum 72. Abt von Wilhering gewählt. Vom 15. November 1979 bis zum 1. August 1991 stand er als Abtpräses der Österreichischen Zisterzienserkongregation vor und war, nach der Amtsenthebung des Abtes Paulus Rappold, vom 16. Januar 1986 bis zum 5. Juli 1991 Delegatus Sanctae Sedis für das Stift Rein-Hohenfurt. Am 1. Oktober 1990 erhielt er einen Lehrauftrag für Homiletik an der Katholisch-Theologischen Hochschule Linz.

1991 legte er sein Abtsamt nieder und ist seit dem 1. Juni 1992 Pfarrer in Linz-St. Leopold. Von 1993 bis 1998 war er auch Dechant des Dekanates Linz-Nord und von 1996 bis Ende 2003 Regionaldechant der Region Linz.

gge, März 2018


Daten:

Vest.: 19. Aug. 1957; Prof.: 20. Aug. 1958, 20. Aug. 1961; Sac.: 30. März 1963 (Innsbruck); Prim.: 16. April 1963 (Zwettl a. d. Rodl); Abbas: el. 12. Dez. 1977, ben. 9. Jan. 1978 (Bf. DDr. Franz S. Zauner), res. 5. Sep. 1991.

Werke:

Das Gebetbuch für Albrecht V. (Codex Vindobonensis 2722). Ein Beitrag zur Erforschung des mittelbairischen Sprachzustandes und der religiös-geistigen Welt des 15. Jahrhunderts in Österreich. (= Dissertation der Universität Wien ; 99), Wien: Verband der Wissenschaftlichen Gesellschaften Osterreichs, 1973. · auch in: Jahresbericht des Stiftsgymnasiums Wilhering Bd. 60 (1969/70) S. 74–145 · Die Beschäftigung mit der Medizin im mittelalterlichen Kloster Wilhering. Nach dem Zeugnis der Handschriften, in: Jahresbericht des Stiftsgymnasiums Wilhering Bd. 65 (1974/75) S. 3–27.

Q.:

orden-online.de

Zitierempfehlung: Nimmervoll, Dominik, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 8.3.2018, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Nimmervoll,_Dominik