Nitsche, Balthasar

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Balthasar Nitsche

Balthasar Nitsche

Abt des Zisterzienserklosters Leubus in Schlesien 1692–1696

* 1649 Schlaup [Słup, Polen]
† 14. Juli 1696 Leubus, Niederschlesien [Lubiąż, Polen]

Balthasar Nitsche wurde 1649 in der (heute verfallenen) Grangie Weinberg [Winnica] in Schlauphof geboren. Er trat am 20. Oktober 1672 in die Zisterzienserabtei Leubus ein und legte am 30. November 1673 die Profess ab. Nach seiner Priesterweihe war er Kaplan in Schlaup und später Propst in Seitsch. Als solcher wurde er am 29. August 1692 zum Abt gewählt.

Er legte den Grundstein zum Neubau des riesigen Konventsgebäudes („schlesischer Escorial“) als Ausdruck gegenreformatorischen Triumphes, das unter seinem Nachfolger fertiggestellt wurde. Außer dem Konventsbau ließ Abt Balthasar die Fürstengruft (1696) renovieren, ein neues Steinpflaster in der Klosterkirche legen und eine neue Residenz im Vorwerk Tannwald [Jodłowice], auf dem Weg nach Trebnitz, errichteten. Für jeden der acht in Leubus begrabenen Lebuser Bischöfe ließ er eine Statue aufstellen.

Am 14. Juli 1696 starb der Prälat Nitsche nach einer 17tägigen schweren Krankheit. Zu seinem Nachfolger wurde der Theologieprofessor Ludwig Bauch gewählt.

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Daten:

Vest.: 20. Okt. 1672; Prof.: 30. Nov. 1673; Abbas: 29. Aug. 1692.

Literatur:

Wintera, Laurentius: Leubus in Schlesien, in: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktiner-Ordens und seiner Zweige 25 (1904) S. 502–514, 676–697, hier: 690 · Grüger, Heinrich: Schlesisches Klosterbuch: Leubus, in: Jahrbuch der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Breslau, Band 22, 1981, S. 1–32.

Zitierempfehlung: Nitsche, Balthasar, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 18.12.2016, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Nitsche,_Balthasar