Nolten, Philipp

Philipp Nolten

Philipp Nolten

Klaustralpior und Cellerar der Abtei Bredelar

* 1606 Geseke
† 23. Feb. 1667

Philipp Nolten aus Geseke legte 1629 die Profess in der Zisterzienserabtei Bredelar ab. 1630/31 flüchtete er mit Augustinus Schlüter vor dem Dreißigjährigen Krieg nach Altenberg, wo sie eineinhalb Jahre blieben, und von dort aus nach Clairvaux. Erst 1633 kehrten sie nach Bredelar zurück.

1639 empfing er durch den Paderborner Weihbischof Johannes Pelcking OFMConv die Approbation. Er war Pfarrer und Zehntherr in Giershagen und vertrat 1644 als Prior die Zisterzienserklöster Hardehausen und Bredelar bei den Friedensverhandlungen mit der französischen Königin als Protektorin des Zisterzienserordens und den französischen Gesandten. Von 1640 bis 1644 und 1653 bis 1666 war er Kellner (Cellerar), von 1657 bis 1659 Kaplan bzw. Kapellan, außerdem etwa sechs Jahre lang Sekretär des Abtes Absalon Heuck.

Er starb am 23. Februar 1667 im Alter von 61 Jahren. Nach Mörichen war er von hervorragender Gelehrsamkeit und ein sehr guter Wirtschafter.

gge, Jan. 2020


Daten:

Prof.: 1629.

Literatur:

Müller, Helmut: Das Bistum Paderborn 1: Die Zisterzienserabtei Bredelar (Germania Sacra. Dritte Folge 6), Berlin/Boston: De Gruyter, 2013, bes. S. 338. ISBN 978-3-11-027726-5 · Seibertz, Johann Suibert: Geschichte der Abtei Bredelar, in: Historisch-geographisch-statistisch-literarisches Jahrbuch für Westfalen und den Niederrhein, Band 1 (1817), S. 82–165 · Mörichen, Peter: Catalogus. Nomina reverendissimorum patrum ac fratrum continens qui ab anno 1600 in libero ac exempto monasterio beatae Mariae virginis de Bredelaria S. Cisterciensis ordinis professi sunt.

Normdaten:

· GSN: 010-02105-001

Zitierempfehlung: Nolten, Philipp, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 23.01.2020, URL: http://www.biocist.org/wiki/Nolten,_Philipp

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