Noschitzka, Canisius

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

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Canisius Noschitzka OCist

Zisterzienser von Hohenfurt

* 10. Okt. 1916 Hohenfurt [Vyšší Brod, Tschechien]
† 20. Mai 1997 Aschaffenburg[1]

Leopold Noschitzka wurde 1916 in Hohenfurt als ältestes von sechs Kindern geboren. Er wurde am 1. Aug. 1935 in Hohenfurt eingekleidet und am 15. Dez. 1940 in der Salvatorkirche[2] in Prag vom Prager Erzbischof-Koadjutor Jan Remiger zum Priester geweiht. Während des Krieges war er Pfarrer in der deutschen Sprachinsel Stritschitz/Strýčice (1941–1946) und nach der Vertreibung 1946 Kaplan in Semriach bei Rein.

Am 10. November 1947 wurde er zum Sekretär des Generalprokurators des Zisterzienserordens, Matthäus Quatember, in Rom ernannt. Dort promovierte er an der päpstlichen Universität Gregoriana im Kirchenrecht (Dr. iur. can.). Als Dozent für Moraltheologie und Kirchenrecht kam Canisius Noschitzka 1963 an die theologische Hochschule Heiligenkreuz, gleichzeitig war er Pfarrverweser in Sittendorf. Von 1963 bis 1967 war er Schriftleiter der Ordenszeitschrift Analecta Cisterciensia. 1965 übernahm er als Prior die Leitung des Stiftes Rein-Hohenfurt bei Graz.

Zwei Jahre später trat er in den Dienst der Diözese Rottenburg-Stuttgart ein, wo er am bischöflichen Offizialat für Ehedispenssachen und Eheprozesse zuständig war. Seit seiner Pensionierung 1985 lebte er bei seinen Geschwistern in Kleinostheim im Landkreis Aschaffenburg.

Noschitzka erlebte noch den Fall des Kommunismus in seiner alten Heimat und starb am 10. Mai 1997. Seine letzte Ruhestätte fand er im Grab seiner Eltern in Kleinostheim.

gge, April 2010

  1. n.a.A. in Kleinostheim
  2. n.a.A. im Veitsdom

Genealogie:

V.: Wilhelm Noschitzka (* 29. April 1880; † 8. März 1961); M.: Agnes geb. Scherhaufer (* 17. Jan. 1890; † 13. Juni 1983); G.: ein Bruder, vier Schwestern.

Daten:

Vest.: 1. Aug. 1935; Prof.: 2. Aug. 1936; Sac.: 15. Dez. 1940 (Bf. Jan Remiger).

Werke:

Das Zisterzienserstift Hohenfurth im Böhmerwald (1259–1950). Oberösterr. Kulturzeitschrift Jg. 36 (1986) Heft 2, S. 43–52. · Das Zisterzienserstift Hohenfurth in Böhmen. In: Stift Rein 1129–1979. Rein, 1979, S. 293–307 · Die kirchenrechtliche Stellung des resignierten Regularabtes unter besonderer Berücksichtigung der geschichtlichen Entwicklung im Zisterzienserorden. In: ACi 13 (1957), S. 149–314 · Codex manuscriptus 31 Bibliothecae Universitatis Labacensis. In: ACi 6 (1950), S. 1–124

Normdaten:

GND: 154728209 · BEACON-Findbuch

Zitierempfehlung: Noschitzka, Canisius, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 7.3.2018, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Noschitzka,_Canisius