O’Connell, Celsus

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Celsus O’Connell

Celsus O’Connell OCSO

Abt von Mount St. Bernard 1929–1933 und Mount Melleray 1933–1957

* 1882 Mourne Abbey, Mallow, Co. Cork,
† 13. Nov. 1958 Cork

Celsus O’Connell besuchte die Schule der Abtei Mount Melleray und trat 1902 in das Chornoviziat ein. Am 19. Juni 1910 wurde er in der Kathedrale von Thurles zum Priester geweiht. Schon vor der Priesterweihe am College als Lehrer tätig, unterrichtete er dort weiter, bis er 1912 als Hilfsgeistlicher in die Abtei Stapehill gesandt wurde. Nach Mount Melleray zurückgekehrt, war er Gästepater und wurde 1914 Subprior und Magister der Laienbrüder. Von 1920 bis 1925 war er Generaldefinitor in Rom, von 1925 bis 1927 Prior in Mount Melleray. Im September 1927 bestellte ihn das Generalkapitel zum provisorischen Oberen der Abtei Mount St. Bernard in Leicester, England (Nachfolger von Lewis Carew). 1929 dort zum Abt gewählt, wurde er am 13. November 1929 von Bischof Cotter benediziert und leitete einen Aufschwung ein.

Am 5. April 1933 in der Nachfolge des verstorbenen Stanislaus Hickey zum Abt von Mount Melleray gewählt, wechselte er dorthin. Eine seiner ersten Aufgaben war die 100-Jahr-Feier der Gründung des Klosters in einer mehrtägigen Veranstaltung, beginnend am 15. August 1933 mit einem Pontifikalamt, gehalten von Bischof J. Kinane von Waterford unter freiem Himmel mit 4000 bis 5000 Gästen. 1935 wurde die alte Sakristei abgebrochen und mit dem Bau einer neuen Abteikirche begonnen, 1938 folgte die Grundsteinlegung für die (schon halb fertige) Pfarrkirche St. Philomena. Das Chorgestühl, das 200 Chormönchen Platz bot, wurde von drei Laienbrüdern komplett in Mount Melleray hergestellt. Am Sonntag Gaudete, 15. Dezember 1940, wurde es in Funktion genommen. Am folgenden Sonntag konsekrierte Abt Celsus sechs Altäre. Im Mai 1941 wurde St. Philomena offiziell eröffnet.

Auch andere Bereiche des Klosters wurden wegen des großen Zulaufs (Personalstand 1934: 120 Mönche) vergrößert, z.B. der Konventgarten; 1936 wurde dort eine Lourdesgrotte angelegt. Das ehemalige Chornoviziat wurde zu einem Dormitorium umgebaut. Im Frühjahr 1935 wurde ein Sommerhaus für die vornehmen Gäste erbaut; die Fenster dazu stammtenn der abgerissenen Sakristei der alten Kirche. Am 1. Mai 1935 assistierte Abt Celsus bei der Benediktion des Abtes Frederic Dunne in Gethsemani in Kentucky (USA) und leitete zwei Tage danach die Wahl des Abtes Bruno Ryan im Tochterkloster New Melleray in Iowa. 1936 wurde die Schreinerei deutlich vergrößert, in der die gesamten Holzarbeiten für die neue Kirche hergestellt wurden. Ende 1938 wurde das Tochterklosteri Mellifont in der Grafschaft Louth gegründet, das 1945 Abtei wurde (mit Benignus Hickey als erstem Abt).

Der Zweite Weltkrieg brachte einen deutlichen Kontaktverlust mit der Mutterabtei Melleray und dem Generalat in Rom mit sich. Erst 1946 konnte der neue Generalabt Dominique Nogues Mount Melleray besuchen. Trotz der Kriegsgefahren (U-Boot-Krieg) reiste Abt Celsus im November 1944 an Bord eines amerikanischen Truppentransporters nach Amerika, um in New Melleray die Wahl des Abtes Albert Beston zu leiten. Im Juni 1946 besuchte der irische Präsident Sean T. O’Kelly mit seiner Frau das Kloster. Mrs. O’Kelly war die erste Frau, die die Klausur betreten durfte. 1948 erwarb die Abtei eine Farm in Portglenone in der Grafschaft Antrim und gründete dort das Kloster Bethlehem, das 1951 unabhängig wurde (mit Oliver Farrell als Abt). Das große ereignis des Jahres 1952 war die feierliche Konsekration der Abteikirche durch Bischof Cohalan am 20. August, dem Tag des hl. Bernhard von Clairvaux (Die liturgische Einweihung war schon am 26. November 1940 erfolgt.) Am selben Tag weihte Abt Benignus Hickey von Mellifont den Hauptaltar der Kirche St. Philomena dem Hlst. Herzen. 1954 wurde eine Gruppe von Mönchen zur Gründung des Klosters Kopua nach Neuseeland ausgesandt. Den Platz dafür hatte Dom Celsus schon im Winter 1952/53 persönlich in Augenschein genommen.

Am 13. November 1954 feierte Dom Celsus sein silbernes Abtjubiläum und am 8. Dezember 1954 sein goldenes Professjubiläum. Im November 1954 leitete er die Wahl des Abtes Vincent Daly in New Melleray. 1955 visitierte er das Kloster Kopua und besuchte im Frühjar 1956 die Klöster Tarrawarra in Australien und New Melleray. Im August 1956 nahm er an der Nationalsynode in Maynooth teil.

Am 3. Februar 1957 eröffnete er seinen Mitbrüdern, dass er aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt eingereicht habe. Am 26. April wurde der Prior Finbarr Cashman zum Nachfolger gewählt und am 16. Juli von Bischof Cohalan benediziert. Dom Celsus starb am 13. November 1958 im Krankenhaus in Cork und wurde drei Tage später auf dem Klosterfriedhof neben seinen Vorgängern Stanislaus Hickey und Maurus O'Phelan beerdigt.

gge, Feb. 2019


Daten:

Vest.: 1902; Sac.:19. Juni 1910; Abbas: el. 1929, el. 5. April 1933, ben. 13. Nov. 1929, res. 3. Feb. 1957.

Literatur:

Moloney, Stephen J. : The History of Mount Melleray Abbey, by a Cistercian Father, 1952.

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Zitierempfehlung: O’Connell, Celsus, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 3.2.2019, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/O%E2%80%99Connell,_Celsus