Pemerl, Bonus

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Bonus Pemerl

Bonus Pemerl

Abt des Zisterzienserstiftes Wilhering 1730–1734

* 1685 Hohenfurt, Böhmen
† 24. April 1734 Wilhering, Oberösterreich

Bonus Pemerl oder Pömerl, geboren 1685 im böhmischen Hohenfurt, trat als Novize in das Zisterzienserstift Wilhering ein und legte 1706 die Profess ab. Danach studierte er Theologie in Wien. Von 1727 bis 1730 war er Administrator des Tochterklosters Engelszell und wurde am 8. Januar 1730, dem Tag nach der Amtsniederlegung seines Vorgängers Hilarius Sigmund, zum Abt gewählt.

Pemerls kurze, nur vier Jahre dauernde Regierung ist vor allem geprägt vom großen Klosterbrand am 6. März 1733. Angestiftet durch einen herumziehenden Bettler hatte ein kaum vierzehnjähriges Dienstmädchen das Feuer gelegt, dem die Abteikirche, die Konventgebäude, die Prälatur und mehrere Wirtschaftsgebäude (Brauhaus, Taverne, Getreidelager) zum Opfer fielen. Die Brandstifter legten später noch weitere Brände, auch in Höfen, die zum Stift gehörten, wurden aber gefasst und auf dem Scheiterhaufen verbrannt (der Anstifter) bzw. zu vier Jahren Kerker verurteilt (das Mädchen).

Abt Bonus kümmerte sich in seinem letzten Lebensjahr um den Wiederaufbau, aber auch um das geistliche Wohl der Klosteruntertanen, wie ein erhaltenes Rundschreiben an die Stiftspfarren belegt. Noch am 2. April 1734, kurz vor seinem Tod, brachte er den Vertrag mit dem Stift St. Florian zur Unterschrift, mit dem Wilhering als Ausgleich für die 20 von der Pfarre Gramastetten an St. Gotthard abgetretenen Häuser die Pfarre St. Johann in Heinrichschlag, Niederösterreich, erhielt.

Abt Bonus starb am 24. April 1734.

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Daten:

Prof.: 1706; Abbas: el. 8. Jan. 1730.

Literatur:

Stülz, Jodocus: Geschichte des Cistercienser-Klosters Wilhering. Wien: Haslinger, 1840, S. 354–355.

Zitierempfehlung: Pemerl, Bonus, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 19.10.2016, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Pemerl,_Bonus