Pezron, Yves

Paul-Yves Pezron

Paul-Yves Pezron

Zisterzienser der Abtei Prières; Provisor des Bernhardskollegs in Paris; Abt von La Charmoye 1697–1702/3; Chronologe, Sprachforscher

* 31. Okt. 1640 Hennebont, Bretagne
† 10. Okt. 1706 Chessy-en-Brie

Paul Pezron, Taufname Yves, wurde geboren am 31. Oktober 1640[1] in der befestigten Stadt Hennebont in der Bretagne als Sohn einer angesehenen Familie, die vor allem in der Staatsverwaltung tätig war; als seine Eltern nennt nennt das Taufregister der Gemeinde Saint-Gilles Louis Pezron und Louise de La Chapelle auf Kervégan. 1660 trat er in die Zisterzienserabtei Prières in der Diözese Vannes ein, 1661 legte er die Profess ab. Er studierte Philosophie am Jesuitenkolleg in Rennes, dann Theologie am Bernhardskolleg in Paris, wo er den Grad eines Bakkalaureus erwarb. Danach diente er seinem Abt Jean Jouaud, zugleich Generalvikar der strengen Observanz, als Sekretär.

Nach Jouauds Tod 1673 nach Prières zurückgekehrt, war er dort Subprior und Novizenmeister, bis er 1677 von Abt Jean Petit von Cîteaux als Subprior an das Bernhardskolleg in Paris berufen wurde. Dieses Amt legte er jedoch schon 1678 nieder und widmete sich dem Studium, v.a. der orientalischen Sprachen. 1679 Lizentiat, wurde er am 10. April 1682 von der Sorbonne zum Doktor der Theologie promoviert und Professor für Theologie am Bernhardskolleg, 1686 dann Superior (Provisor) des Kollegs. 1690 wurde er Generalvikar (Visitator) der strengeren Observanz für die Klöster der Île-de-France, der Picardie und der Champagne. An Ostern 1697 ernannte ihn König Ludwig XIV. zum Abt der Zisterzienserabtei La Charmoye. Auch dieses Amt legte er schließlich 1702 nieder, um sich nur noch den Wissenschaften zu widmen (Nachfolger: Jacques Nouël).

Er starb am 10. Oktober 1706 in Chessy, einem Lusthaus des Staatsrats Henri de Fourcy, und wurde in der Grablege der Familie Fourcy bestattet.

Antiquité de la Nation , et de Langue des Celtes ( 1703 ) , a study of the common origin of the Bretons and the Welsh

, a widely read work 
claimed that the Celts were the descendants of Noah's grandson Gomer , whose language was preserved most completely in Breton and Welsh :

Pezron Pezron's book , published in French in 1703 and in English in 1706

An Eng- lish translation by David Jones , The Antiquities of Nations , was pub- lished at London in 1706 ( reprinted , 1809 )

claimed that the Celts were the descendants of Noah's grandson Gomer , whose language was preserved most completely in Breton and Welsh :

dem mehr noch der Nachweis gelang , daß Bretonisch und Walisisch die letzten Enkel des Altgallischen sind

gge, Juli 2025

  1. Über sein Geburtsdatum finden sich verschiedene Angaben. Der Nachruf im Journal de Trévoux (1707) gibt das Jahr 1639 ohne Tagesangabe an, der Abbé Piéderrière in seiner kurzen Geschichte der Abtei Prières im Bulletin de la Société polymathique du Morbihan (Vannes 1863, S. 57ff.) den 20. Oktober 1640. Man findet aber auch die Angabe 20. Januar 1639. Das Taufregister der Gemeinde Saint-Gilles in Hennebont verzeichnet unter dem Datum 24. November 1640 die Taufe des am 31. Oktober 1640 geborenen Yves Pezron, Sohn des Louis Pezron und der Louise de La Chapelle, sieur et dame de Kervégan, und nennt als Paten Yves Geffroy, sieur de Kerispertz, und Anne Pezron, dame de Keruzec (Morbihan, in: Inventaire-sommaire des Archives départementales antérieures à 1790, Supplément A La Série E, Band 4, Vannes 1881, S. 38).

Daten:

Prof.: 1661; Abbas: nom. 1697, res. 1702.

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Literatur:

Eloge du Père Pezron, in: Journal de Trévoux, 1707, Sp. 1266ff. · Guilchet, Jacques: Dom Yves Pezron : un savant né à Hennebont (1640–1707), in: Les Cahiers d’histoire du „Vieil Hennebont“, n° 1 (avril 2012) ; S. 3–9.

Zitierempfehlung: Pezron, Yves, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 1.08.2025, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Pezron,_Yves

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